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Soundbar

Philips Fidelo B8 im Test

Die Fidelio-Serie von Philips bekommt prominenten Zuwachs! Denn die brandneue B8 ist die erste im Bunde mit Dolby Atmos. Wir haben die Soundbar im Test.

© Philips

Die Philips Fidelio B8 macht nicht nur im Testlabor eine gute Figur.

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EUR 659,99

Pro

  • Dolby Atmos
  • Gute Verarbeitung
  • Edle Optik
  • Bluetooth

Contra

  • Subwoofer könnte mehr Power vertragen

Fazit

video Magazin Testurteil: sehr gut, Preis/Leistung: überragend; video Highlight

Aller guten Dinge sind drei. Wobei nach unserem Geschmack gerne noch mehr auf den Markt kommen dürften. Wir sprechen von der Anzahl an derzeit erhältlichen Soundbar- Systemen mit Dolby Atmos, sozusagen die kompakteste Variante, den dreidimensionalen Klang in die eigenen vier Wände zu transportieren. Denn nach Yamahas Solokünstlerin und Samsungs Vierergespann mit zwei Surround-Boxen, bringt jetzt Philips ein entsprechendes System heraus: die Fidelio B8 inklusive Wireless Subwoofer.

Mit 106 x 5x 12 Zentimeter fällt die Philips Fidelo B8​ größentechnisch ganz normal aus, beinhaltet allerdings einiges an Technik: Die Fidelio B8 ist eine 5.1.2-Soundbar mit insgesamt 18 Lautsprechern (bestehend aus zehn Racetrack-Trei​bern und acht Soft-Kalotten-Hochtönern). Zwei jeweils am rechten und linken Ende der Bar angebrachte nach oben gerichtete Lautsprechermodule wurden in einem bestimmten Winkel ausgerichtet, um den Klang in Richtung Decke zu transportieren.

Wie das in der Praxis funktioniert, dazu kommen wir später. Optisch macht die Philips Fidelo B8​  jedenfalls schon mal einen sehr guten Eindruck: Sowohl Vorder- als auch Oberseite der Lautsprecherabdeckung bestehen aus Metall und wurden laut Hersteller in einem Stück gegossen, was durch abgerundete Kanten schön zur Geltung kommt.

Einen wichtigen Beitrag zum Kinofeeling leistet sicherlich der zugehörige 220 Watt Bassreflex-Subwoofer, der mit einem 20,3 Zentimeter großen Treiber ausgestattet ist. Er ist mit 51 Zentimeter Höhe relativ groß gewachsen, was wir allerdings aufgrund seiner schmalen Taille dennoch​ nicht als störend wahrnehmen. Die Farbgebung in edlem Silbergrau gefällt gut.​

© Philips

Auf der Oberseite stehen vier Tasten zur manuellen Bedienung bereit: Power, Quelle, Volume +/-.

Die dritte Dimension 

Bevor es losgehen kann schließen wir den Soundbar zunächst via HDMI Out (mit Audio-Rückkanal) am Fernseher an. Der Blu-ray-Player schickt Bild und Ton ebenfalls via HDMI zur Soundbar, was auch zur idealen Wiedergabe der Dolby Atmos Tonspur empfohlen wird. Alternativ steht ein optischer sowie ein koaxialer Digitaltoneingang zur Verfügung.

Philips empfiehlt dazu eine Positionierung der Bar in einer Höhe zwischen 70 und 80 Zentimetern. Praktisch: Gleich zu Beginn erscheint der Dolby Atmos Schriftzug am Display, der auch aus weiterer Entfernung noch gut abzulesen ist. Vom Hörplatz aus (der sich idealerweise zwei bis drei Meter von der Soundquelle entfernt befindet) steuern wir über die handliche Fernbedienung, die uns vier verschiedene Sound-Modi zur Auswahl stellt und Justierungen an Höhen, Bass und Quelle zulässt.

Los gehts: Wow! Nur wenige Sekunden aus Everest reichen, um uns in den Eissturm hineinzubeamen. Nicht nur von rechts und links, sondern auch von oben peitscht der Schneesturm an uns vorbei und das Donnergrollen breitet sich aus. Atmosphärisch ist hier einiges geboten. Doch auch einzelne Elemente wie das Propellergeräusch der Hubschrauber in der Anfangsszene der Expendables lassen sich klar aus der Vertikalen orten.

Kleine Abstriche müssen wir nur im hinteren Zimmerabschnitt machen. Bis dorthin schafft es die 3D-Abbildung nicht ganz, was auch die Dolby Atmos Demo-Disc zum Vorschein bringt. Der Subwoofer unterstützt tatkräftig, könnte allerdings noch etwas an Power zulegen. Stellen wir den Bass höher (+3 oder 4) fängt er leicht zu dröhnen an. Wir hören im Movie-Mode mit maximaler Height-Einstellung.

© Philips

Für Atmos zuständig: Die zwei nach oben gerichteten Lautsprecher- Module rechts und links bestehen aus drei Hochtönern und zwei Bündelungstreibern für die mittleren und tiefen Frequenzen.

Wie viel die nach oben gerichteten Lautsprecher wirklich leisten, wird außerdem deutlich, als wir den Höheneffekt einmal auf Off stellen. Räumlichkeit geht verloren, das Geschehen spielt sich nurmehr vor uns ab. Auch bei der Wiedergabe von Filmen mit lediglich zweidimensionalem Surround-Sound bietet diese Funktion einen echten Mehrwert! Das Mittendrin-Gefühl wird intensiviert, ohne dabei gekünstelt oder unnatürlich zu wirken. Sogar die Trailer auf der DTS:X Demo-Disc gewinnen trotz nicht vorhandenem Höhendecoder an Räumlichkeit.

Für Dialoge ist ein entsprechender Voice-Mode an Bord, der für unseren Geschmack die Stimme allerdings etwas zu sehr von den restlichen Tonspuren abhebt. Das verleiht der Wiedergabe einen etwas unnatürlichen Touch. Für Musik switchen wir auf Stereo (Music). Den Bass nehmen wir zwei oder drei Stufen zurück, sonst wirkt er zu dominant. Instrumente spielen luftig-leicht auf und Details kommen gut zur Geltung.

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Vorteile, Nachteile und Tipps

Soundbars und Sounddecks überfluten den Markt. Unser Ratgeber erklärt, warum die Geräte so beliebt sind und worauf Sie beim Kauf achten müssen.

Mit dem Internet lässt sich die Philips Fidelo B8 leider nicht verbinden, die drahtlose Wiedergabe von Hits am Handy ist über Bluetooth möglich. Vorbildlich: Die Bar unterstützt den apt:X Codec für eine qualitativ bessere Übertragung der Musik-Dateien. Weitere Pluspunkte gibt es außerdem für die 4K-Kompatibilität via HDMI. Sie ist kompatibel mit 4K-Inhalten, versteht sich allerdings nur auf HDMI Version 1.4. Der aktuelle Kopierschutz HDCP2.2 ist nicht an Bord, für die Übertragung von HDR-Daten muss der Blu-ray Player direkt mit dem TV verbunden werden.​

Fazit 

Wir sind begeistert! Philips schickt uns mit der Fidelo B8 mitten in die dritte Dimension. Für 1.000 Euro ist sie der aktuelle Preis-Leistungs-Knaller in der Kategorie der Dolby Atmos Soundbars!

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