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LG OLED 65G7V im Test: Noble Signature Edition von LG

Das „G“ des neuen LG OLED steht für „großartig“ – oder zumindest würde es gut passen. Wir haben das Schmuckstück LG OLED 65G7V für Sie im Test.

LG OLED 65G7V

© LG

LG OLED 65G7V : Das "G" seht bei LGs OLED-Fernsehern für großartige Qualität, ausgedrückt durch nobles Rippendesign und vor allem eine elegante Wandlungsoption.

Pro

  • elegante Wandmontage
  • exzellentes Bild
  • moderne Bedienung
  • Dolby Vision und -Atmos

Contra

  • hoher Preis

Fazit

video-Testurteil: überragend (81 Prozent); Preis/Leistung: gut
91,0%

Signature Edition nennen sich bei LG luxuriöse Elektronikartikel mit Topqualität und speziellem Design. Neben diesem OLED-TV sind das auch Door-in-Door Kühlschränke, eine Waschmaschine mit TwinWash oder ein 2-in-1-Luftreiniger mit -Befeuchter.

 Auch LGs Wallpaper-TV – der OLED mit dem „W“ – zählt dazu. Er hatte dieses Jahr den hier getesteten „G“ als teuersten OLED-TV abgelöst. Und obwohl dieses Schmuckstück nicht wie eine Tapete flach an der Wand hängt, hat es nichts von seinem Charme verloren. Design ist ja die kreative Kombination von gutem Aussehen und pfiffigen Innovationen. 

Hier machen das Aufbringen des hauchdünnen OLED-Panels auf eine Glasscheibe, die von hinten hübsch strukturiert spiegelt, und das im Goldchampagner-Rippenlook gehaltene Gehäuse das edle Flair aus. Einzigartig ist jedoch, dass sich die Standversion durch Umklappen des Elektronikblocks in eine wunderschöne Wandkombination verwandeln lässt.

Beides wirkt unglaublich dezent, obwohl der TV mit 32 Kilogramm mit Abstand der schwerste OLED aus dem Hause LG ist. Wer die Exklusivität auf die Spitze treiben möchte, kann auch zum 77 Zoll großen Bruder greifen. Der LG OLED 77G7V kostet jedoch dann stolze 18.000 Euro ... und es war gerade kein Mustergerät für Tests verfügbar.

So haben wir uns gern auf die 164-cm-Bilddiagonale des 65ers beschränkt, und die lieferte wieder eine atemberaubende Bildqualität vom Allerfeinsten. Immerhin hat der TV-Produzent LG Electronics die längste Erfahrung mit den OLED-Panels der Firma LG Display, wurde man doch über Jahre exklusiv beliefert. 

LG OLED 65G7V Rückansicht

© LG

Je nach Beleuchtung stellt sich die hübsche Rautenstruktur der Glas-Rückwand etwas anders dar. Dabei sieht der untere Teil selten so rötlich aus wie in dieser Aufnahme. Für die vielen Anschlüsse und logischerweise deren Kabel gibt es keine weitere Abdeckung.

Man muss allerdings ehrlicherweise zugeben, dass sich der G7 hier nicht stark von den Brüderchen der Serien „E“ und „C“ absetzt. Alle Modelle nutzen dasselbe Panel und denselben Chipsatz zu dessen Ansteuerung. Auch die Aufbereitung von AV-Quellen sowie Tuner sind identisch.

Unterschiede gibt es bei verwendeten Materialien (Glas), dem Soundkonzept sowie bei den Fernbedienungen. Und dies lässt sich LG verhältnismäßig teuer bezahlen.

Extravagant 

Dabei ist dieses internationale Design längst nicht jedermanns Sache. Die Kombination von rotbraunen Farbtönen mit dezent mattgoldenen Akzenten erinnert an die massive High-End-Technik der Siebziger/Achziger. Spitzentechnik im Retro-Look. Und man muss ihn schon anfassen, um zu erkennen, dass es keine echten Alurippen, sondern Kunststoffelemente sind, die das Aussehen prägen. 

Dabei ist schon beim Auspacken des edlen Stücks Vorsicht geboten. Es kommt bestens verpackt und muss nach Anleitung zuerst aufs Panel gelegt werden, um dicke Sicherungsbolzen einzuschrauben, nachdem man die Elektronikeinheit für Tischaufstellung weggeklappt oder zur Wandmontage flach gehalten hat. 

Wir sind ja recht erfahren, was das Auspacken von TV-Geräten betrifft, und raten, die Aufstellung oder Aufhängung des guten Stücks dem geschulten Händler zu überlassen. Allein geht übrigens hier gar nichts. Bei der Aufstellung des 65G7V und Anschluss aller Kabel in unserem Labor vermissten wir eine wirklich versteckte Strippenführung am Gerät. 

LG OLED 65G7V

© LG

Richtig elegant wird es, wenn man den LG G7 an die Wand hängt. Dazu lässt sich die komplette Elektronikeinheit nach hinten umklappen.

Versöhnt wurden wir dann von der uns allzu gut bekannten Installationsroutine der LG-TVs, bei der ein lustiges Bohnenvögelchen den Nutzer interaktiv durch alle relevanten Setups und Sicherheitsabfragen leitet. Wir haben als Steuerlösung seit Langem LGs Magic Remote lieben gelernt. Ein Mauszeiger auf dem Bildschirm wird durch Bewegungen gelenkt und mit etwas Übung ist man schneller am Ziel als mit jeder anderen Kontrollvariante. 

Ergänzend sind Cursortasten, ein Mausrad und ein Zehnerfeld auf der Fernbedienung enthalten, genauso wie ein Mikrofon zur Sprachsuche. LG will sich und den Bedienern einfach alle Optionen offenhalten – vielleicht etwas zu viel des Guten. Wer aktuell noch einen über zehn Jahre alten TV nutzt, wird von der Flut an Multimedia und Interaktions-TV sicherlich überfordert sein. 

Da bietet sich LGs Zweitfernbedienung an. Mit dem simplen Zapper gibt es weder Maus noch Rädchen oder Spracheingabe. Trotzdem erreicht man jedes Menü und Programm, vor allem wenn man sich vorher die wichtigsten Elemente vorn auf den Homescreen gelegt hat.

Hochwertig ausgestattet

Im Grunde lassen die OLED-TVs von LG mit ihren vier HDR-tauglichen HDMI-Eingängen, den doppelten Vierwegetunern, 3-fach USB und allerlei Netzwerkfunktionen nichts offen, was man sich heute wünschen könnte. Analoge Videoeingänge und 3D stehen dabei ja bei kaum einem Hersteller noch auf der Agenda. 

Dafür setzt LG HDR in allen aktuellen Ausprägungen um, bis hin zu Dolby Vision und dem bislang nicht verbreiteten Verfahren von Technicolor/Philips. HDR10+ ist noch außen vor. Soundtechnisch werden die Algorithmen von Dolby Atmos genutzt, doch natürlich gibt es keine Upfiring Speaker. 

LG OLED 65G7V Seite und Fernbedienungen

© LG

Apps, Eingänge und Favoritensender lassen sich auf dem Homescreen ablegen und sortieren. Das Gehäusekonzept macht den TV ultraschlank und dezent. Im zart güldenen Metallkleid wirkt LGs Magic Remote edler, liegt aber nicht perfekt in der Hand. Bewegungssteuerung und Sprechsuche sind zukunftsweisend. Der kleine Zusatz-Zapper kann durchaus alle Funktionen aufrufen, braucht aber einige Klicks dazu.

Wie die multidimensionalen Klänge – und nicht nur diese – durch die TV- Boxen umgesetzt werden, ist allerdings sehr respektabel. Bis auf echten Tiefbass erscheint das Ganze homogen bis präzise und ist Durchschnitts- TVs um Längen überlegen. Atmos wird sogar über HDMI-ARC an passende Soundbars geleitet.

Da dies aber erst ab HDMI 2.1 wirklich festgeschrieben wird, muss es nicht immer klappen. LGs mannigfaltige Möglichkeiten der Soundwiedergabe dürfen wir genauso loben wie die Einmessung der Raumakustik über das Mikrofon in der Fernbedienung. Nach der Programmsuche kann es mit dem TV-Spaß gleich losgehen, denn die Sender sind gut vorsortiert und die wichtigsten Video-on-Demand-Apps liegen parat. 

Es empfiehlt sich, Lieblingsstationen in Favoritenlisten einzusortieren, persönlich relevante Apps nachzuladen und alles übersichtlich anzuordnen. Weil wir es schon so oft getan haben, wollen wir hier nicht viele Worte über die exzellente Bildqualität der OLED-TVs von LG verlieren. Den Vorteil gegenüber LCD-Geräten bei Farbreinheit, Schwarzdarstellung und Blickwinkel hat jeder schon erlebt, jetzt werden die feinen Unterschiede zwischen den OLED-TVs untereinander interessant, da alle Hersteller dieselben Panels einsetzen. 

LG OLED 65G7V Anschlüsse

© LG

Der Kopfhörerausgang hinten ist nicht gerade glücklich gelöst, doch es gibt ja jetzt Bluetooth.

Hier zeigte sich beim G7V eine exzellente Voreinstellung in den filmrelevanten Bildmodi – auch in HDR. Das Bild bestach im Test durch eine bemerkenswerte Farbschärfe, vor allem wenn man den HDMI-Eingang auf „PC“ stellt und damit auf die Zwischenbildberechnung und anderes verzichtet. Weithin sichtbare Vorteile gibt es bei großflächig hellen HDTV-Filmen. 

Hier erlaubt sich LG deutlich mehr Leistungsreserven als die Mitbewerber und bleibt brillant, wo andere abdunkeln. Die Politur und Skalierung minderwertiger TV-Quellen gelingt gut, und dabei wird feinfühlig vorgegangen, statt jedes Detail durch den Rauschfilter wegzubügeln. Unsere Tests zeigten zudem, dass LG die Farben besser an die Metadaten der HDR-Quellen anpasst als die meisten Mitbewerber. Das nennt man dann wohl Entwicklungsvorsprung.

LG OLED 65G7V - Einstellungen

© LG

Die vielen Einstellungen sind gut sortiert und grafisch nett aufbereitet. Zu vielen Punkten gibt es Erklärungen, manchmal sogar geführte Einrichtungsszenarien.

Fazit:

LGs nobler 65G7 zeigt eine bekannt exzellente Bildperformance, eingepflanzt in ein schweres Designgehäuse. Dadurch wird das Gesamtpaket stimmiger, jedoch auch deutlich kostspieliger.

Optimale Einstellungen

  • Bildmodus: isf-hell
  • Hintergrundbel.: kjshd- fkjhskjfhsj
  • Kontrast: 96 | Helligkeit: 50
  • Schärfe: H0 V0
  • Farb- tiefe: 50
  • RGB-Nieg- rig: 0, -2, 0
  • RGB- Hoch: 0, 7, 0
  • Gamma: 2,4
  • TruMotion: 7,10
  • JustScan: Ein 

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