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CyberGhost VPN, ExpressVPN, Hide.me & HideMyAss Pro VPN im Test

11.7.2018 von Roland Freist

ca. 2:40 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
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VPN Test 2018: CyberGhost VPN 6.5
CyberGhost ist ein umfassendes Sicherheitspaket und führt über farbige Schaltflächen zu den einzelnen Bereichen. www.cyberghostvpn.com
© CyberGhost; Screenshot & Montage: PC Magazin

CyberGhost VPN

Der in Rumänien beheimatete Dienst CyberGhost zeichnet sich durch einen umfangreichen Client aus, der über sechs große, farbige Schaltflächen zu den verschiedenen Programmfunktionen führt. Diese Einteilung ist auch notwendig, denn CyberGhost ist nicht nur ein VPN-Dienst, sondern bietet seinen Nutzern eine komplette Sicherheitslösung inklusive Schadsoftware-, Werbe- und Tracking-Blocker an. 

Zudem gibt es Voreinstellungen zum Umgehen der Geo-IP-Sperren von Diensten wie Netflix, YouTube oder dem britischen ITV und von Websites wie WikiLeaks, Telegram oder den jeweiligen Länderversionen von Facebook. Entscheidet man sich für eine manuelle Konfiguration, hilft eine Server-Liste mit Angaben zu Standort, Auslastung, Unterstützung von Torrents und Ping-Zeiten bei der Auswahl. CyberGhost versichert in seiner Datenschutzerklärung, dass es weder die Verkehrs- noch die Verbindungsdaten des Benutzers überwacht, aufzeichnet, protokolliert oder speichert.

Testsieger PC Magazin Testsieger 7-2018
VPN-Dients CyberGhost VPN 6.5 ist Testsieger des PC Magazins 7-2018
© WEKA Media Publishing GmbH

Fazit

CyberGhost hat den besten Windows-Client mit zahlreichen Zusatzfunktionen und bietet eine ausreichende Auswahl an Servern.​

ExpressVPN

Die Software von ExpressVPN wirkt auf den ersten Blick sehr einfach gestrickt: Auf dem Hauptbildschirm kann der Anwender gerade einmal den Server-Standort konfigurieren, auf Wunsch erledigt das Programm die Auswahl auch automatisch. Erst in den Optionen des Programms findet man noch Zusatzfunktionen wie beispielsweise die Einstellung des Verschlüsselungsprotokolls, auch das lässt sich automatisieren.Dort stößt man zudem auf einen Speedtest, der die aktuellen Übertragungsraten und Ping-Zeiten der Server ermittelt. 

ExpressVPN steht auch als Browser-Erweiterung für Chrome und Firefox bereit. Eine deutsche Version des Programms ist nicht verfügbar, als Sprachen lassen sich nur Englisch und Französisch einstellen. Der Hersteller hat seinen Sitz auf den Britischen Jungferninseln in der Karibik, Technik und Support laufen über Irland. Er verspricht, dass er weder Aktivitäts- noch Verbindungsdaten seiner Anwender aufzeichnet.

Fazit

Bei ExpressVPN gefällt der Speedtest, der stets aktuell die Auslastung und Latency anzeigt. Eine deutsche Version wäre wünschenswert.

VPN Test 2018: ExpressVPN 6.6.1
ExpressVPN ist nur in Englisch oder Französisch verfügbar und bietet eine abschaltbare IPv6- und DNS-Leak-Protection. www.expressvpn.com
© Exrpessvpn; Screenshot & Montage: PC Magazin

Hide.me

Der Client von Hide.me lässt den Anwender Server-Standort und Protokoll auswählen und bietet sogar die manuelle Eingabe einer Ziel-IP-Adresse und des gewünschten DNS-Servers an. Die Software lässt sich daher auch nutzen, um von unterwegs einen privaten VPN-Server zu erreichen. Leider fehlen in der Server-Liste Angaben zu Auslastung und Geschwindigkeit. 

Als kleines Extra bringt das Programm einen Datenzähler mit. Interessant ist das jedoch lediglich für die Benutzer der kostenlosen 30-Tage-Testversion, die auf 2 GByte Übertragungsvolumen begrenzt ist. Hide.me hat seinen Sitz in Malaysia und versichert in seiner Datenschutzerklärung, dass es keine Verbindungs- und Aktivitätsdaten seiner Benutzer speichert.

Fazit

Hide.me bietet als einziger getesteter Anbieter einen kostenlosen Dienst an, der jedoch bei Standorten und Datenvolumen eingeschränkt ist.

VPN Test 2018: Hide.me
Hide.me stellt die Verbindung zum Server weitgehend automatisch her, es fehlen aber Angaben zu Auslastung und Ping-Zeiten. https://hide.me
© Eventure; Screenshot & Montage: PC Magazin

HideMyAss Pro VPN

Der Anbieter des VPN-Dienstes mit dem lustigen Namen sitzt in England und ist damit auch dem eher geheimdienstfreundlichen britischen Recht unterworfen. Kein Wunder also, dass er in seiner Datenschutzerklärung angibt, die IP-Adressen von Benutzer und verwendetem Server sowie Login-Zeiten und Datenvolumen zu speichern. Bei der Anmeldung werden zudem Name, Username, Passwort, IP-Adresse und E-Mail-Adresse festgehalten. Außerdem ist HideMyAss der einzige Dienst, der beim DNS-Leak-Test versagte.

Der Client von HideMyAss ist einfach und funktional. Er bietet im Hauptfenster einen Sofortmodus für eine automatische Server-Auswahl, einen Standortmodus mit manueller Server-Einstellung sowie einen Freiheitsmodus, der die Verbindung über das nächste zensurfreie Land aufbaut. Von München aus war das Tschechien. 

Angaben zu Auslastung und Geschwindigkeit fehlen, dafür gibt es die Option, die Verbindung regelmäßig und automatisch über einen anderen Server laufen zu lassen. Aufgrund der langen Login-Zeiten ist das jedoch nicht zu empfehlen. Eine Auswahl des Protokolls ist zumindest im Client nicht möglich. Die Windows-Software für HideMyAss Pro unterstützt in der neuesten Version nur das Open-Source-Protokoll OpenVPN, das jedoch als sicher gilt.

Fazit

HideMyAss ist in mehr Ländern vertreten als jeder andere Dienst, hat jedoch nicht nur aufgrund der britischen Überwachungspraxis ein Sicherheitsproblem.

VPN Test 2018: HideMyAss Pro VPN
Der Client von HideMy- Ass bietet an, in regelmäßigen Abständen die IP-Adresse zu wechseln. www.hidemyass.com
© HideMyAss; Screenshot & Montage: PC Magazin

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