Welcher VPN-Client ist der beste?

VPN-Anbieter Vergleich: Hide my Ass, Cyberghost & Co. im Test

1.12.2015 von Hans Bär

VPN-Anbieter machen es möglich: anonym im Web surfen, Serien aus den USA schauen oder Youtube-Sperren knacken. Doch welcher Dienst ist der richtige? Wir haben 5 VPN-Anbieter im Vergleich und Test.

ca. 1:35 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
  1. VPN-Anbieter Vergleich: Hide my Ass, Cyberghost & Co. im Test
  2. Hide my Ass Pro VPN
  3. Perfect Privacy
  4. CyberGhost
  5. Goldenfrog vyprvpn
  6. ExpressVPN
  7. VPN-Anbieter: Fazit
VPN - IT-Sicherheit (Symbolbild)
In unserem Vergleichstest treten 5 VPN-Anbieter an.
© iconimage - fotolia.com

Anwender, die anonym im Internet unterwegs sein möchten, landen früher oder später bei einem VPN-Anbieter. Inzwischen buhlen viele Services um die Gunst der Kunden, sodass es nicht einfach ist, den optimalen Provider zu finden. Wir haben fünf beliebte VPN-Dienste unter die Lupe genommen und ermittelt, welche Angebote in der Praxis Sinn machen.

Die wichtigste Info vorweg: Alle fünf getesteten VPN-Anbieter unterstützen PPTP, L2TP/Ipsec und OpenVPN, wobei das erstgenannte Protokoll aus Sicherheitsgründen ohnehin nicht zu empfehlen ist. Schließlich gelang es dem Hacker Moxie Marlinspike im Juli 2012, die 128-Bit-Verschlüsselung MS-CHAPv2 zu knacken. Zudem lassen sich VPN-Verbindungen über PPTP relativ einfach blocken, da sie ausschließlich über den TCP-Port 1723 abgewickelt werden. In der Praxis wesentlich sinnvoller - und auch sicherer - ist die Nutzung von L2TP/Ipsec und OpenVPN mit 256-Bit-Verschlüsselung.

Eine Besonderheit stellt Goldenfrog dar. Wer sich für den günstigsten Tarif entscheidet, muss sich mit der unsicheren PPTP-Unterstützung begnügen. Auf der anderen Seite stellt der Anbieter mit Chameleon ein proprietäres Protokoll bereit, das eine Modifikation von OpenVPN darstellt. Eigenaussagen zufolge soll es verhindern, dass VPN-Verbindungen durch Deep-Packet-Inspection-Analysen erkannt werden. Dies spielt dann eine Rolle, wenn der Internetprovider VPN grundsätzlich blockiert oder die Geschwindigkeit drosselt.

Die Tücken von IPv6

Ein weiteres Problem ist die als IPv6-Leakage bekannte Sicherheitslücke, die Systeme betrifft, die Daten sowohl über IPv4 als auch über IPv6 übertragen. Denn da keiner der getesteten Clients IPv6 unterstützt, werden Daten, die über dieses Protokoll gesendet werden, nicht anonymisiert. Herauszuheben ist in diesem Zusammenhang CyberGhost. Die VPN-Software informiert den Nutzer nach der Installation, dass IPv6 nicht unterstützt wird, und bietet an, den IPv6-Datenverkehr zu deaktivieren.

Die Tests zu den einzelnen VPN-Anbietern finden Sie auf den folgenden Seiten.

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