Filme schneiden und Effekte einfügen

Videoschnittprogramme im Test: Pinnacle vs. Sony, Magix und Co.

13.3.2017 von Andreas Maslo

In unserem Test von Videoschnittprogrammen schauen wir uns einfache Alternativen zu Adobe Premiere und Apple Final Cut! an.

ca. 2:45 Min
Vergleich
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Film
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© donatas1205 / shutterstock.com

Beim Videoschnitt gibt es nicht nur unterschiedliche Eingabegeräte (Videokamera, Fotoapparate, Audio-Aufnahmegeräte), sondern auch eine Vielzahl von zu importierenden Video-, Bild- und Tonformaten, die parallel und kostenfrei unterstützt werden sollten. Einige Videoschnittprogramme erwarten leider zusätzliche und mitunter kostenpflichtige Aktivierungen für das MP4-Format (MAGIX Video Deluxe 2017 Premium) sowie das Brennen von Bluray-Medien (Pinnacle Studio 20 Ultimate).​

Unsere Programme im Test bieten allesamt eine Vielzahl an Effekten an, die durch mitgelieferte Plugins noch einmal um weitere Hunderte Effekte professionell erweitert werden. Die Anzahl der Effekte klingt zwar immer verlockend, im Endeffekt werden Sie sich aber bei der späteren Filmbearbeitung auf wenige dieser Effekte beschränken. Alle Programme bieten mehr an, als Sie benötigen werden. Anders sieht es hingegen mit vorgefertigten Design- (zum Beispiel Montagethemen, Vorlagen, DVD-/Bluray-Menüelementen, Bild-in-Bild-Objekten) und Inhaltselementen (zum Beispiel Klangdateien mit Soundeffekten, Bildobjekte, Hintergründe, Rahmen) aus. Diese erleichtern eine spätere Filmbearbeitung erheblich, zumal Sie auf häufig verwendete Projekttypen abgestimmt sind (zum Beispiel animierte Fotoalben/Diashows, Urlaubsvideos). 

Über Montagethemen arbeiten Sie beispielsweise mit mehreren Video- und Tonspuren, ohne diese gesondert im Editor einzurichten. Standardmäßig bearbeiten Sie Filme im 2D-Format. 3D setzt gesonderte Hardware voraus. Entsprechendes gilt für 360-Grad-Videos oder auch die Verarbeitung von mit mehreren Kameras zeitgleich aufgenommenem Filmmaterial (Multicam). Auch wenn ein Programm keine Multicam-Funktion bietet, bearbeiten Sie deren Videos weiterhin parallel über mehrere Spuren, gegebenenfalls aber mit erhöhtem Bearbeitungsaufwand. Obgleich der Ton in Videos eine wichtige Rolle spielt, wird dieser Funktionsbereich stiefmütterlich behandelt. Lediglich Dolby Digital 5.1 ist der Standard. Wer Ton in Dolby Atmos oder DTS:X bearbeiten will (bis zu 9 Kanäle plus Subwoofer), geht derzeit leer aus.​

Pinnacle Studio 20 Ultimate – herausragende Medien- und Effektverwaltung 

Pinnacle Studio wurde mit der Version 16, basierend auf AVID Studio, neu entwickelt. Anders als es die Versionsnummer suggeriert, ist das Videoschnittprogramm daher das jüngste Programm im Test. Die Lösung wurde entsprechend den aktuellen Anforderungen optimiert und bietet die beste Programmoberfläche unter den getesteten Schnittprogrammen. Sie stellt die komfor​table Verwaltung sehr großer Medien- und Effektsammlungen sicher. Diese ordnen Sie für den schnellen Zugriff den eigenen Favoriten zu, weisen ihnen Tags zu oder bewerten Sie für eine spätere, bevorzugte Nutzung.​

Pinnacle Studio 20 Ultimate
Pinnacle Studio 20 Ultimate glänzt mit einer komfortablen Oberfläche und einer herausragenden Medienverwaltung.
© Screenshot WEKA / PC Magazin

Alle Inhalte werden ordnerbasiert übersichtlich verwaltet Die Programmoberfläche ist frei konfigurierbar und stellt auch bei komplexeren Funktionen eine einfache Handhabung sicher. Auch die Dialoge zu komplexen Funktionen geben sich aufgeräumt und übersichtlich. Im Videobereich stehen alle aktuellen Bildformate bereit. Sie erzeugen wahlweise 3D-, 360-Grad- sowie Multicam-Videos, generieren Videos durch Direktaufnahmen vom Bildschirm und verfolgen Objekte und heften diesen Texte oder auch grafische Objekte an. Optional machen Sie bewegte Inhalte mit einer Mosaikunschärfe auch unkenntlich. Insgesamt stehen in Pinnacle Studio 20 Ultimate mehr als 2.000 Effekte bereit. Alleine über die NewBlue-Komponenten werden 900 Vorlagen und 75 Plugins angebunden. Studio bietet als einzige Anwendung keine Beschränkung bei der Anlage der Video- und Audiospuren. Allerdings entscheidet die vorhandene Hardware darüber, mit wievielen Spuren Sie noch effektiv arbeiten.​

Arbeiten Sie mit mehreren Videospuren, setzen Sie wahlweise die Spurtransparenz ein. Damit überlagern Sie diese und machen sie gleichzeitig sichtbar. Über die Tonfunktion Audio Ducking sorgen Sie für die optimale Abstimmung des Tons zwischen Kommentaren, Gesprächen und Hintergrundgeräuschen. Eine neue Funktion zur Erstellung von Stop-Motion-Animationen arbeitet im Verbund mit einer Kamera und erlaubt den komfortablen Import von Einzelbildern, die zu einer animierten Videosequenz zusammengesetzt werden. Je Sekunde werden 15 Bildaufnahmen benötigt. Sie untermalen Videobereiche automatisiert mit Musik (Scorefitter), erstellen Filme automatisiert mit SmartMovie, tauschen Videos mit sozialen Netzwerken aus (zum Beispiel Facebook, YouTube, Flickr, Vimeo), exportieren und importieren Filme im HEVC-Format (H.265) oder exportieren Filme für gängige Geräte (zum Beispiel XBox, iPad, Apple TV). Eine mobile App für iOS ist gesondert zu erwerben.​

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