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Surround-Vor/End-Verstärker im Vergleich

3.10.2010 von Stefan Schickedanz

High-End-Surround-Vorstufen verdienen anspruchsvolle Partner. Doch welches Endverstärker-Prinzip verspricht den größten AV-Spaß? Wir nahmen vier Vorstufen und sechs Endstufen von Mono bis 10-Kanal unter die Lupe.

ca. 1:25 Min
Vergleich
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  1. Surround-Vor/End-Verstärker im Vergleich
  2. Der Arcam AV888
  3. Der Denon AVP-A1HDA
  4. Der Mrantz AV8003
  5. Der Rotel RSP-1570
  6. Der Anthem MCA 50
  7. Der Denon POA-A1HD
  8. Der NAD T 975
  9. Der Onkyo PA-MC5500
  10. Der Rotel RB-1582
  11. Der Vincent SP-997
  12. Standpunkt

Heutige AV-Receiver lassen kaum Wünsche offen: Die meisten haben inzwischen sieben Endstufen an Bord, beherrschen alle möglichen Surround-Verfahren bis hin zu nativem HD-Ton und skalieren selbst in der Mittelklasse analoges Video von PAL-Auflösung auf 1080p. Was spricht also für eine Trennung von Vor- und Endstufe?

Trennt man die Decoder-Vorstufe mit ihren feinen Signalen vom Leistungsverstärker mit seinen großen, hohen Strömen und großen Magnetfeldern, kann man grundsätzlich ab einer gewissen Preisklasse die Klangqualität steigern. Die Schaltungen lassen sich mit dem Platz von zwei separaten Gehäusen optimal aufbauen, womit Kompromisse und gegenseitige Beeinflussungen abnehmen.

Der zweite Grund liegt in der großen Flexibilität: Jeder kann Decoder-Eigenschaften und Endstufen gezielt an seine Bedürfnisse anpassen. Warum soll jemand für sieben Endstufen bezahlen, wenn er nur fünf verwendet?

Zwar sind die getesteten Vor- und Endstufen relativ kostspielig, aber unsere Staffelung bei den Verstärkern von Mono-Blöcken über Stereo-Amps bis zur 10-Kanal-Endstufe zeigt Alternativen, mit denen sich das Budget flexibel einsetzen lässt. Außerdem erlauben die vorhandenen Receiver meistens einen stufenweisen Aufbau.

Mit den geregelten 5.1- und 7.1-Ausgängen lassen sich viele AV-Receiver vorübergehend zur Vorstufe umfunktionieren. So kann man den Umstieg in zwei Schritten vollziehen.

Mit den Vincent-Mono-Blöcken oder den Stereo-Endstufen von Rotel geht es in noch kleineren Schritten. Es ist möglich, die beiden vorderen Kanäle zunächst via Pre-Out und Pegel-Ausgleich im Lautsprecher-Setup des übergangsweise genutzten Receivers an eine Stereo-Endstufe oder an zwei Monos zu delegieren und mit den anderen Kanälen nachzuziehen, wenn wieder mehr Geld in der Kasse ist.

Einen Verzicht erfordern allerdings alle vier Vorstufen. Ausgerechnet die Großkaliber haben noch nicht die neusten HDMI-Features an Bord: das Durchschleifen von 3D-Video und einen Audio-Rückkanal.

Auf der Haben-Seite verbuchen die meisten separaten Vor- und Endstufen dafür zusätzliche XLR-Buchsen für störungsunempfindliche symmetrische Signal-Übertragung, die bei großen Kabellängen sinnvoll ist. Normalerweise sind Cinch-Verbindungen aber günstiger und klingen mindestens gleich gut. Schließlich zeigten die meisten Vor- und Endstufen bei kurzen Leitungen bessere Störabstände mit Cinch als mit XLR.

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