Streamingdienste

Streaming-Test: Google Play Music, Qobuz, Napster, Aldi Life und Juke

Inhalt
  1. Spotify, Deezer, Tidal, Apple Music und Co. im Test
  2. Streaming-Test: Google Play Music, Qobuz, Napster, Aldi Life und Juke

Google Play Music: Alles persönlich 

Googles Musikdienst ist der Dienst, der am besten auf die Bedürfnisse der Nutzerreagiert. Play Musik erstellt Radioprogramme und Playlists nach Stimmung, Tageszeit und Standort – je nachdem, ob man im Home Office, im Auto oder im Fitnesstudio ist, gibt’s andere Songs. So gut kann das kein anderer Anbieter. 

Ebenfalls top: Nutzer können Songs von der Festplatte in die Cloud laden. Google bietet Platz für 50.000 Songs. Google Play Music gibt’s nicht als Software, nur als Chrome-App. 

Lesetipp: YouTube Music - Google startet mit Gratis-Streams neuen Angriff auf Spotify

Die Funktionen des Players sind minimalistisch: Nutzer generieren zwar ein Radio, das auf Band oder Song basiert. Man kann aber Lieder nicht in Warteschlangen einreihen und Musikern nicht folgen. Songs streamt man via Googles Chromecast-Stick an andere Geräte, darüber hinaus wird wenig Hardware unterstützt. Beim Gratisangebot kann man eigene Songs hören, der Zugriff auf andere Inhalte ist eingeschränkt. 

Amazon: Vorteile für Prime-Kunden 

Amazons Streamingdienst kann zwar jeder nutzen, für Prime-Kunden ist eine abgespeckte Variante gratis. Mehr gibt’s im Unlimited-Paket mit ähnlichen Funktionen wie bei der Konkurrenz. Ein paar Features fehlen, etwa Künstler-Bios oder die Möglichkeit, diesen zu folgen.

Dafür gibt es Radiosender auch für Sparten wie Gothic & Wave und Bundesliga-Livestreams. Den Dienst steuert man über die Alexa-Assistentin, es gibt auch sonst Schnittstellen zu hauseigenen Gerärten. Leider kann man nicht länger die eigene Musikbibliothek in die Cloud laden. 

© Amazon

Amazon Music Unlimited liefert Musik nach Stimmungen. Nutzer können auch ein automatisches Radio starten, das auf dem eigenem Geschmack basiert.

Qobuz: Für Anspruchsvolle 

Die Zielgruppe von Qobuz sind anspruchsvolle Hörer. Der Streamingdienst setzt auf handverlesene Tipps und ein redaktionelles Magazin mit Artikeln zu Künstlern, Genres und Labels. 

Bei den sonstigen Funktionen ist Qobuz allerdings minimalistisch: Man erstellt Playlists und teilt Songs. Ein passendes Radio zu Bands oder Songs gibt es nicht, eigene Songs kann man nicht ergänzen. Qobuz bietet mehrere Tarife ab 20 Euro/Monat mit Musik in Hifi-Qualität. 

Napster/Aldi Life Musik: 

Fast-Klon Aldi Life Musik hat den billigsten Monatstarif im Programm. Der Dienst kooperiert mit Napster und hat fast die gleichen Inhalte und Funktionen. Der Player als Windows-App ist wenig ansprechend: Bezeichnungen wie Archiv oder Liste abspielen klingen staubtrocken. 

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Erst mit Klick auf den Nutzernamen erscheint eine Profilseite mit Favoriten sowie Trends, basierend auf bisherigen Hörgewohnheiten. Es ist nicht möglich, Songs in Warteschlangen einzureihen und nacheinander abzuspielen. 

Das Angebot ist allerdings gut: Wer will, startet einen Sender anhand eines Songs oder Künstlers und lässt sich Biografie und ähnliche Bands anzeigen. Im Reiter Ähnliche User sieht man, wer diese Musik auch mag – und kann sich inspirieren lassen. Leider kann man Künstlern nicht folgen und keine eigene Musik hochladen. 

© Hersteller/Archiv

Empfehlungen fallen sparsam aus, die Hardware-Unterstützung ist geringer als bei Spotify, Deezer und Tidal, und es gibt weder Gratis- noch Familientarif. Napster kann auf mehr Geräten im Wohnzimmer genutzt werden, unter anderem werden Geräte von Yamaha, Teufel und Samsung unterstützt. Darüber hinaus darf der Dienst auf mehr verknüpften Geräten laufen: Bis sechs sind möglich, wobei nur eines jeweils online sein darf. Bei Aldi Life Musik sind es nur drei. 

Juke: Einfach gestrickt 

Was Musikkatalog und Preis angeht, befindet sich Juke auf einem Level mit der Konkurrenz. Jedoch gibt’s beim Streaming-Portal von Media-Saturn Abstriche bei der Bedienung. Webseite und Apps sind unübersichtlich und einfach gestrickt. Beim Klick auf Genres erscheinen Kacheln wie Reggae oder Blues.

Wenig intuitiv: Soll ein automatisches Programm basierend auf einem Genre ablaufen, muss man auf Radios klicken. Infos zu Interpreten, Texten oder mehr gibt es nicht. Juke liefert nur ähnliche Künstler. Eigene Songs lassen sich nicht hochladen. Das größte Problem im Test war aber, dass die Wiedergabe oft abbrach und der Dienst nur langsam reagierte.

© Microsoft

Bis vor kurzem bot Microsoft den Musik-Streamingdienst Groove Music an. Microsoft stellte diesen inzwischen ein und emfpahl Kunden den Wechsel zu Spotify.

Was Netzbetreiber fürs Musik-Streaming bieten 

Wer die Telekom-Option StreamOn verwendet, kann unbesorgt Songs hören: Die Nutzung wird nicht auf das Datenvolumen angerechnet. 144 Musik-Dienste sind integriert, darunter bis auf Google Play Music alle aus unserem Test. 

Dazu kommen 64 Services für Video-Streaming wie Netflix. Die Option ist bei bestimmten Tarifen kostenlos zubuchbar. Vodafone hat mit Pass ein ähnliches Angebot, allerdings sind nur neun Musik-Streaming-Dienste dabei, darunter Spotify, Deezer und Tidal. Doch Vorsicht: Das Laden weiterer Inhalte wie Cover oder Musikvideos geht trotzdem zulasten des Datenvolumens.

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Rabatte beim Mobilfunk Auch Mobilfunkbetreiber bieten Vergünstigungen bei den Streaming-Diensten. Wer etwa Apple Music über die Telekom bucht, nutzt es sechs Monate kostenlos. Deezer gibt’s bei Vodafone in einigen Tarifen drei Monate gratis, Tidal bei manchen Congstar-Tarifen sechs Monate kostenlos. Auch Lidl, GMX und Web.de bieten Vergünstigungen bei manchen Anbietern.

Fazit:

Ein Abo bei einem Streamingportal lohnt sich für alle, die öfter als gelegentlich Musik hören oder die das immer gleiche Radioprogramm langweilt. Einen unschlagbaren Vorteil gegenüber CDs haben die Plattformen, wenn es um die Inspiration geht: Sie empfehlen Songs, die dem Nutzer gefallen könnten. 

Der musikalische Horizont wird so immer mehr erweitert. Manche Anbieter wie Google Play Music oder Spotify bringen hier mehr Möglichkeiten mit. Zwar kann man einige der Dienste auch gratis nutzen, aber die Vorteile der Bezahlversionen überwiegen – schließlich kann man Songs dann auch offline, ohne Werbung und in besserer Qualität hören.​

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