Vergleichstest

Harman/Kardon SB 20 im Test

28.2.2017 von Antonia Laier

ca. 1:55 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
  1. Soundbars im Test: Harman/Kardon vs. Nubert, JBL und Polk
  2. Harman/Kardon SB 20 im Test
  3. JBL Cinema SB450 im Test
  4. Nubert nuPro AS-450 im Test
  5. Polk MagniFi Mini im Test

Pro

  • Detailwiedergabe
  • weite Klangbühne im Surround-Modus

Contra

  • fehlendes Display
  • Pegelfestigkeit Tieftonbereich

Fazit

video Testurteil: gut, 73%; Preis/Leistung: sehr gut

Optisch bleibt Harman/Kardon mit der neuen SB 20 seinem klassisch-schlichten Design treu. Wir packen aus, schließen an und stellen fest, dass das fest verbaute Stromkabel der Soundbar ein paar Zentimeter mehr an Länge vertragen hätte. So bedarf es einer Stromzufuhr in unmittelbarer Nähe. Die Verbindung mit dem Bassreflex-Woofer erfolgt kabellos und binnen weniger Sekunden. Alternativ stehen Pairing-Buttons an beiden Komponenten zur Verfügung. Praktischerweise ist im Lieferumfang eine Wandhalterung enthalten, sodass die Bar je nach Belieben auch hängend angebracht werden kann. 

Dann empfiehlt sich die Equalizer-Umstellung (auf der Rückseite der Soundbar) auf „wall“ statt „table“. Zur Verbindung mit dem Fernseher ist der HDMI-TV-Ausgang mit Audio-Rückkanal vorgesehen. Etwaige Zuspieler werden entweder direkt mit dem TV (zu empfehlen bei HDR-Content sowie kopiergeschützten 4K-Bildern von Ultra-HD-Blu-ray-Discs, da HDCP 2.2 nicht unterstützt wird) oder über die optische Toslink-Verbindung an der Bar selbst angeschlossen. Alternativ steht auch die analoge AUX-Buchse zur Verfügung.​

harman/kardon SB 20
© harman/kardon

„Klang in Kinoqualität“ verspricht die SB-20-Werbebotschaft. Also starten wir mit einem Action-Streifen. Schon in den ersten Sekunden passiert relativ viel. Der Surround-Mode erweitert den Klangteppich dann rund um die Soundbar herum und generiert ein gutes Raumgefühl, ohne dabei künstlich oder verwaschen zu klingen. Geht es zur Sache, harmoniert der Subwoofer zwar gut mit seiner schlanken Gespielin, ertönt aber zu wenig präzise. 

Das wird auch bei​ den vielen Schusswechseln in „The Dark Knight“ deutlich. Die Musik-Performance testen wir dieses Mal unter anderem mit einem echten Oldie: Sons of Soul von der amerikanischen US-Band Tony! Toni! Toné! Da bedarf es nur weniger Sekunden, bis der Fuß beginnt, im Rhythmus mitzuwippen. Denn die SB 20 spielt luftig-leicht auf, und einzelne Schallquellen lassen sich trotz verschmälerter Stereo-Bühne noch gut im vorderen Raumabschnitt orten. Höhen und Mitten trifft sie gut, beim Bass fehlt es uns auch hier ein wenig an Prägnanz. Der Gesang klingt relativ natürlich und klar.​

harman/kardon SB 20
© harman/kardon

Was auffällt: Das nicht vorhandene Display erschwert die Bedienung leider ein wenig. Lediglich dauerhaft leuchtende LEDs geben Info über den Sound-Mode (Surround/Stereo) sowie eine bestehende Bluetooth-Verbindung. Das Justieren des Subwoofers hat so seine Tücken, da ein Anheben oder Absenken des Pegels nicht angezeigt wird. Nach wenigen Versuchen aber gelingt die Einstellung relativ gut. 

Als praktisch erweist sich die harman Volume Funktion, die unangenehmem Lautstärkewechsel bei Werbesendungen oder häufigem Quellenwechsel vorbeugt. Verbindungsmöglichkeiten mit dem Internet gibt es keine, dafür ist Bluetooth zur kabellosen Musikwiedergabe an Bord. 

Fazit 

Harman/Kardons SB 20 liefert als neues Einstiegs-Modell eine ordentliche Performance ab. Dank optionaler Surround-Funktion macht nicht nur Musikhören, sondern auch Filmegucken Spaß. Ein Kauftipp für Otto-Normalverbrauchers Wohnzimmer.​

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