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Sprachgesteuerte TV-Lautsprecher

Polk Command Bar im Test

3 Sprachgesteuerte Sondbars im Vergleich: Polk Command Bar

© Polk

Pro

  • herausragende Preis/Leistung
  • Musikwiedergabe
  • weite Soundkulisse

Contra

  • Rundstrahlverhalten nicht optimal

Fazit

video Testurteil: gut; Preis/Leistung: überragend; video-Kauftipp; video-Testsieger; IFA-Highlight

Fast zwei Jahre hat man intensiv mit Amazon zusammengearbeitet, heißt es. Dass der Online-Versandriese bei der Entwicklung der Command Bar seine Finger im Spiel hatte, sieht man schon am kleinen EchoDot, der im Oberen der Soundbar eingelassen ist. Aufgrund seiner etwas erhöhten Position kann man ihn auf diese Weise auch bequem von der Couch oder von weiter entfernt aus erkennen. 

Ein weiteres Merkmal ist die Amazon-Exklusiv-Verkaufsstrategie. Aktuell ist das Bar-Sub Setup ausschließlich über die entsprechende Website erhältlich, was sich ab Herbst 2018 voraussichtlich ändern wird. Mit einer Höhe von gerade einmal fünf Zentimetern bietet sich die Installation unmittelbar vor dem Fernsehgerät sicherlich an. Alternativ kann die Soundbar auch hängend positioniert werden. An Anschlüssen haben die Amerikaner an alles, inklusive Kopierschutz HDCP 2.2 für HDMI, gedacht. UHD-Bilder werden also verlustfrei durchgeschleust, was ebenso für die HDR-Formate Dolby Vision, HLG und klassisches HDR10 gilt, wie unsere Tests belegen. Die Verbindung mit dem TV legen wir via HDMI ARC.

3 Sprachgesteuerte Sondbars im Vergleich: Polk Command Bar

© Polk

Vorbildlich: Zum Anschluss an den TV steht HDMI ARC oder Toslink zur Auswahl. Ein zweiter HDMI-Eingang versteckt sich weiter rechts und eignet sich perfekt für den Fire TV Stick, welcher per USB Out mit Strom versorgt wird.

Viel drin, viel dran

Verbaut sind zwei 3,2 x 8,3-cm-Tiefmitteltöner sowie zwei 2,5-cm-Hochtöner in einem Zweikanal-Layout. Für die Bässe ist der kabellose 6,5-Zoll-Subwoofer zuständig, den wir schon vom Magnifi Mini Modell kennen. Vorbildlich ist das Procedere der Inbetriebnahme. Mit Hilfe der Polk Connect App, die kostenlos für iOS und Android verfügbar ist, werden User Schritt für Schritt durch die Installation geleitet. Das erfolgt in Begleitung entsprechender Grafiken.

Im Anschluss dient die App zwar keinen weiteren Funktionen wie der Auswahl von lokal abgespeicherten Songs oder Justierung des Equalizers (nicht vorhanden), aber dank Sprachbedienung fällt das nicht weiter unangenehm auf. Spotify Connect oder das Abspielen von Amazon Prime Music sowie TuneIn sind problemfrei möglich. Auch Bluetooth steht zur kabellosen Übertragung zur Verfügung.

Alexa macht´s möglich

Haben wir die Verknüpfung mit Alexa aktiviert, informiert sie uns zuverlässig über die aktuell wiederzugebende Quelle. Im Rahmen eines entsprechenden Updates sollen bald auch praktische Befehle wie „Alexa, schalte auf HDMI2“ möglich sein. In den USA ist das zum heutigen Zeitpunkt schon aktiviert. Während wir uns hierzulande noch etwas gedulden müssen, können wir von einer anderen Option schon jetzt Gebrauch machen. Diese hängt mit dem Anschluss des Fire TV-Sticks am dafür vorgesehenen HDMI2-Eingang an der Command Bar selbst zusammen. „Alexa, starte ... auf Fire TV Stick“ bringt den entsprechenden Inhalt nach einigen langen Sekunden Bearbeitungszeit zum Laufen. Selbiges gilt für das Pausieren oder Spulen. Bis auf einige Befehlsverweigerungen, die laut Hersteller-Angaben im Rahmen eines kommenden Software-Updates behoben werden sollen, funktioniert die Sprachsteuerung gut.

Klangperformance

Klanglich sticht die Command Bar generell durch ihre Sauber- und Na- türlichkeit heraus. Auch wenn das Erlebnis die Abmessungen des TV-Bildschirms sprengt und den vorderen Raumabschnitt einnimmt, wirkt das Gesamtgeschehen zu keinem Zeitpunkt gekünstelt oder nimmt effekthascherische Züge an. Das ändert sich auch beim Skippen zwischen den drei verfügbaren Sound-Modi nicht. Insgesamt ist hier aber sowieso eher wenig Veränderung wahrzunehmen. Lediglich gewinnen Bässe im Film- Modus an Intensivität dazu und für Musik vernehmen wir eine minimale Verschmälerung der Klangbühne. Im Nacht-Modus wird der Sub gezügelt. 

Apropos Musik. Die mittige Platzierung des Sängers meistert das Zwei-Kanal-Setup gut, während sich der Chor mit genügend Abstand darum reiht. Uns fehlt ein letztes Quentchen Brillanz, was angesichts des Preises zu verkraften ist. Für eine möglichst klare Dialogwiedergabe empfehlen wir übrigens die Anhebung der „Voice“-Funktion um +1. Dahinter steckt polks patentierte Voice Adjust Technologie. Während Sonos generell und so auch bei der Beam auf einen eher warmen Grundton setzt, steht bei polk das neutrale, direkte Abspiel im Vordergrund. Bei hoher Lautstärke kann uns Alexa dann nur noch sporadisch folgen. Nicht weiter schlimm, wir machen einfach von der Aktionstaste Gebrauch.

Familienbande

Wem die ebenfalls der Sound United Gruppe angehörenden Marken Denon oder Marantz bekannt sind, dürfte in der Vergangenheit schon des Öfteren vom Multiroom-System HEOS gehört haben. Unter besagtem Namen laufen sogar eigene Soundbar-Modelle sowie WLAN-Lautsprecher in unterschiedlichen Größen. Im Zuge der Einführung des sogenannten HEOS Home Entertainment Skill wird nun auch das Funktionsspektrum der Command Bar erweitert. 

Sämtliche aktuellen und ausgewählten Vorjahres-Produkte unterschiedlichster Kategorien (AV-Receiver, Smarte Lautsprecher, Soundbars) lassen sich bei Aktivierung dann über Alexa steuern. Unser Testgerät hier fungiert also auch als potente Steuerzentrale für das Heimkino-Equipment zu Hause. Kleines Manko: Es lässt sich selbst nicht in die HEOS-Welt miteinbinden. Eine (praktische) Erweiterung zu einem richtigen 5.1 Setup, wie wir das von der HEOS-Bar kennen, ist derzeit daher leider nicht möglich.

Testsiegel - Polk Command Bar

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel - Polk Command Bar

Fazit

Die Command Bar bietet für einen UVP von 400 Euro ein fast unschlagbares Komplettpaket. Klanglich unterstützt sie Spielfilm-Szenarien mit ausreichend Dramatik und Nachdruck und optimiert klassischen TV-Sound dank guter Sprachwiedergabe. An der Feature-Front kommen Alexa, eine schlaue Integrations-Möglichkeit für den Fire-TV-Stick und eine Video-Ausstattung (HDMI2.2) der modernsten Sorte on top. Ein verdienter Testsieg!​

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