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Mit 3D-Klang

Philips Fidelio B8 im Test

© Philips

Pro

  • sehr schlanke Bar
  • gute Sprachperformance

Contra

  • nur HDMI 1.4
  • kein LAN/WLAN

Fazit

video-Testurteil: gut (79 von 100 Prozent), Preis/Leistung: sehr gut

Achtzehn Lautsprecher, davon zehn Mittel- und acht Hochtöner sind im Innern der B8 aktiv. Ganz schön viele, hält man sich die kleinen Abmessungen mit lediglich 5,2 Zentimeter Höhe und knapp 106 Zentimeter Länge vor Augen. Das silberfarbene Metallgehäuse ist laut Hersteller aus einem Stück gegossen und macht nach näherer Betrachtung auch einen soliden und wertigen Eindruck. An der Oberfläche stehen vier Bedienelemente bereit. Ihre bessere Hälfte ist  51 Zentimeter hoch gewachsen und steht auf vier stabilen Gummi-Füßen. Der Bassreflex-Woofer verbindet sich wireless. Alternativ zu HDMI steht eine optische oder koaxiale Verbindung zur Verfügung. Auch Aux-In sowie USB-Buchsen sind an Bord.

Was neue Philips Soundbar-Modelle betrifft, müssen wir uns nach derzeitigem Informationsstand wohl leider etwas gedulden. Jüngsten Pressemeldungen zufolge hat der Musik- instrumentbauer Gibson Insolvenz angemeldet. Zu Gibson Innovations gehört seit 2014 auch die Philips Audio-Sparte. Über neueste Entwicklungen halten wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

© Philips

Die Intensität des Upfiring-Effekts lässt sich variieren oder auch komplett ausschalten.

Hoch hinaus?

Im Gegensatz zu Sonys HT-ST5000 lässt sich die Entfernung zur Decke hier nicht einstellen. So empfiehlt der Hersteller eine Positionierung der 5.1.2 Bar in einer Höhe zwischen 70 und 80 Zentimetern. Der Hörplatz sollte sich idealerweise zwei bis drei Meter von der Soundquelle entfernt befinden. Wir befolgen die Anweisungen und starten mit 3D-Klang à la Dolby Atmos.

Auf dts:X versteht sie sich derzeit nicht. Das Eintauchen ins Geschehen meistert die B8 gut, wir nehmen ihr die eisige und dramatische Situation in „Everest“ als glaubhaft ab. Doch auch sie platziert die vermeintlichen Deckeneffekte, wie wir sie von großen Setups kennen, nicht an der Decke, sondern auf dem Weg nach oben. Dennoch macht das Film-erlebnis bei aktivierter HeightFunktion viel Spaß. Das gilt auch für 5.1 Content, der schließlich hochskaliert wird. Für Musik-Content empfiehlt sich der gleichnamige SoundMode, der die Klangbühne schmälert und dennoch Gesang und Instrumentalebenen schön differenziert.

Schwächen zeigt die B8 in puncto Rundstrahlverhalten. Positionieren wir uns seitlich der Bar, gerät das Klangbild  ungewöhnlich schnell ins Wanken und wir vermissen die zuvor gelobte stimmige Abbildung.

© Philips

Je am Ende der Bar sind die Upfiring-Chassis installiert, bestehend aus drei Hochtönern und zwei Bündelungstreibern für die mittleren und tieferen Frequenzen.

Nicht mehr zeitgemäß

Wer seinen Ultra HD Blu-ray Player direkt an der Soundbar anschließt und womöglich eine kopiergeschützte UHD-Blu-ray-Disc einlegt, steht vor einem kleinen Problem. Denn das HDMI-Board ist nur mit der inzwischen veralteten 1.4-Version ausgestattet. HDR-Metadaten und HDCP2.2 werden also nicht unterstützt. Somit muss man bei entsprechendem Zuspiel mit Bildern in 1080p Auflösung Vorlieb nehmen oder den Player einfach am fähigen Fernseher installieren. Drahtlos zuspielen können wir die Hits vom Handy nur via Bluetooth (aptX) oder NFC (Nahfeldkommunikation). Eine Netzwerkverbindung via WLAN oder auch LAN hat man sich gespart.

Fazit

Philips schickt mit der B8 eine gute Soundbar für Film- und Musikcontent ins Rennen, die sich außerdem auf Dolby Atmos versteht und klassischem 2D-Sound zu mehr Räumlichkeit verhilft. 2018 setzen wir aber HDMI 2.0 sowie eine Netzwerkverbindung voraus.

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