Spiegelreflexkameras und Spiegellose

Sony A9 im RAW-Test

28.12.2017 von Sabine Schneider

ca. 1:55 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
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Sony Alpha 9 Vorne
Die Sony A9 ist eine der derzeit besten Kameras auf dem Markt mit toller Ausstattung, ultraschneller Serienbildfunktion und exzellenten AF-Zeiten.
© Sony

Mit der neuen Sony A9 bekommen Canons und Nikons TopModelle nicht nur ernsthafte, sondern auch spiegellose Konkurrenz. Ihr Preis von 5300 Euro siedelt sie im Profisegment an. Entsprechend präsentiert sich die Ausstattung. Die derzeit beste professionelle Spiegellose bietet nicht nur Bildqualität auf höchstem Niveau, sondern adressiert auch in puncto Tempo und Ausstattung Profifotografen. 

Die A9 setzt auf einen rückseitig belichteten, mehrschichtigen Exmor-RS-Vollformatsensor mit 24,2 MP Auflösung und deckt den ISO-Bereich zwischen 100 und 51 200 ab (erweiterbar auf ISO 50 – 204 800). In Verbindung mit dem elektronischen Verschluss schafft die A9 Serien mit mächtigen 20 JPEGs und 12 RAWs. Der Hybrid-Autofokus stellt bei 300/30 Lux in flotten 0,25/0,27 s scharf.

Videos nimmt die A9 in 4k mit 30 Vollbildern/s inklusive Lichterwarnung auf. Auf höchstem Niveau bewegen sich auch Ausstattung und Konnektivität mit Bluetooth, WLAN und Netzwerkkabelanschluss. Der große LED-Sucher (1 228 800 RGB-Pixel, 0,78x) ist spitze. Hinzu kommt ein schwenkbares, 3 Zoll großes TFT-Display mit 480 000 RGB-Pixeln, das nun auch eine Touch-Funktion bietet.

Sony Alpha 9 oben
Alles im Griff Wie alle A-Modelle bietet auch die neue A9 trotz kompakter Abmessungen reichlich viele Bedienelemente für Direktzugriffe.
© Sony

Bildqualität

Die Auflösungskurven der A9 im JPEG-Modus liegen im gesamten ISO-Bereich über 1700 LP/BH und verlieren ab ISO 100 kaum mehr als 200 LP/BH. RAW verbessert die Auflösung verhältnismäßig wenig. Bei ISO 100 profitieren die JPEG-Aufnahmen vordergründig von der Nachschärfung der JPEG-Verarbeitung, Texturverluste sind vernachlässigbar, Rauschen nicht sichtbar. 

Ab ISO 800 zeigen sich aber erste Einbußen. Ab ISO 1600, wo die JPEGs zwar immer noch wenig rauschen, aber dafür mit Artefakten „angereichert” sind, kommt man im RAW-Format eindeutig zu besseren Ergebnissen. Auch kann der Formatwechsel bereits früher sinnvoll sein, um die Schärfung und die Kontrastanhebung gezielt zu dosieren. Auch wenn die Sony selbst im RAW noch die Kanten leicht verstärkt, lohnt sich der Aufwand – die RAWs zeigen ausgewogenere Kontraste und einen natürlichen Bildeindruck. 

Bei hohen Empfindlichkeiten kann der Fotograf dann entscheiden, ob er lieber mehr Textur zu Lasten etwas höheren Rauschens (2,2 bei LR1) oder weniger Rauschen und dafür Abstriche bei der Feinzeichnung in Kauf nehmen möchte (VN 1,1 bei LR3). Im Vergleich zu anderen Kameras im Test fallen die negativen Folgen der kräftigeren Entrauschung (LR3) bei der Sony an wenigsten auf – eine ernsthafte Option.

colorfoto Testsiegel Kauftipp Kleinbild
Diese Kamera erhält von der Colorfoto-Redaktion den "Kleinbild"-Kauftipp.
© Colorfoto

Fazit 

Die Sony A9 ist eine der derzeit besten Kameras auf dem Markt mit toller Ausstattung, ultraschneller Serienbildfunktion und exzellenten AF-Zeiten. Die Bildqualität liegt auf sehr hohem Niveau. Der Wechsel zum RAW-Format kann sich auszahlen, um Schärfe und Kontrast feiner zu dosieren und bei hohen ISO-Werten Artefakte zu vermeiden. Kauftipp Kleinbild.

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