Digitale Fotografie - Test & Praxis
24-Megapixel-Sensor im APS-C-Format

Sony A6100 & A6600: Bildqualität & Fazit

Mit einem 24-Megapixel-CMOS und dem weiterentwickelten Bionz-X-Prozessor liefert die A6100 eine Auflösung um 2000 LP/BH bei ISO 100/400, die A6600 schafft mit 1942/1924 LP/BH etwas weniger. 

Diese Leistung ist zwar nicht rekordverdächtig, weil Fujifilm mit dem aktuellen X-Trans-Prozessor bis zu 200 LP/BH mehr hinbekommt; dafür sind die Sony-Kameras aber bei der Texturwiedergabe mit maximalen Dead-Leaves-Werten um 1400 LP/BH führend. 

Erfreulicherweise wird der Farbkontrast dafür nicht über Gebühr angehoben. Bis ISO 800 bleiben die Werte für Strukturen mit niedrigem Kontrast (DL-LC) auf vergleichbarem Niveau wie für hochkontrastige Strukturen (DL-HC). Erst bei Empfindlichkeiten ab ISO 1600 werden die Unterschiede größer (z. B. 1212/992 LP/BH bei der A6600). 

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An den Kantenprofilen zeigen sich kaum Überschwinger, aber deutliche Unterschwinger, die spitz zulaufen. Dies sorgt für eine knackige Detailschärfe ohne unangenehm betonte Kanten. Das Rauschen bleibt bis ISO 1600 moderat, das heißt deutlich unter der VN-2-Marke. Über ISO 1600 nehmen das Rauschen und andere Artefakte zu, bleiben aber im Rahmen einer Kamera mit APS-C-Sensor. 

Unterm Strich ist die interne Bildverarbeitung der neuen Sonys harmonisch, also weniger aggressiv abgestimmt als bei den meisten Mitbewerbern. Man darf gespannt sein, ob sich im RAW-Modus weitere Verbesserungen erzielen lassen. Zum Redaktionsschluss konnte der Adobe-RAW-Konverter mit den RAWs aus den Kameras noch nichts anfangen.

Fazit

Es ist erfreulich, dass Sony die Fahne für das APS-C-Format weiter hochhält. Auf eine kompakte Alternative zu den Kleinbildkameras der A7-Serie möchte man nicht verzichten. Noch mehr als bei den Kameragehäusen zeigt sich der Größen- und Gewichtsvorteil des APS-C-Systems bei den Objektiven, die zudem preisgünstiger sind als die Optiken fürs Kleinbildformat. 

Die neuen Sonys bringen die Technik der 6000er-Serie auf einen neuen Stand – dies gilt besonders für die A6600 mit verbesserter Ergonomie und Stromversorgung, wofür die Kamera den Kauftipp „Ausstattung“ erhält. Andere 6000er-Modelle versüßen den Systemeinstieg mit attraktiven Preisen. 

Beides dient wohl dem Ziel, die spiegellose Konkurrenz in der APS-C-Klasse auf Abstand zu halten. Gemeint ist damit vor allem die X-Serie von Fujifilm, aber auch die Z 50 als erste spiegellose Systemkamera von Nikon mit APS-C-Sensor und Z-Bajonett.

Bei Nikon wie bei Sony heißt das: ein Bajonett für zwei Sensorformate. Das über die Jahre gewachsene Sony-System bleibt beim Objektivangebot aber auf absehbare Zeit führend.

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