Digitale Fotografie - Test & Praxis
24-Megapixel-Sensor im APS-C-Format

Sony A6100 & A6600: Autofokus & Belichtung

Bei der Autofokustechnik begegnen sich A6100 und A6600 auf Augenhöhe: Beide verfügen über einen Hybrid-AF mit jeweils 425 Kontrast- und Phasen-AF-Punkten auf dem Sensor; die Sensorabdeckung beträgt etwa 84 Prozent. 

Als Messmethoden stehen folgende zur Wahl: „Breit“ (Messfeldautomatik), „Feld“ (Messzone), „Mitte“ (zentrales AF-Feld), „Flexible Spot“ (frei wählbares AF-Feld in drei Größen), „Erweit. Flexible Spot“ (frei wählbares AF-Feld mit umgebenden AF-Punkten als zweite Priorität) und AF-Tracking bei kontinuierlichem Autofokus (AF-C).

Beim AF-Tracking hat man wiederum die Wahl zwischen allen zuvor genannten Messmethoden. Die Gesichts- bzw. Augenerkennung lässt sich auf Tiere ausweiten und funktioniert sehr gut. Unterm Strich bietet die A6600 mehr Einstellmöglichkeiten beim Autofokus. 

Dazu gehört die Option, entweder einer schnelleren Auslösung oder einer höheren AF-Genauigkeit Priorität einzuräumen (separat für AF-S und AF-C). Bei der Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit erreichen die Kameras nur durchschnittliche Werte um 0,4/0,5 s bei 300 und 30 Lux. 

© Screenshot & Montage: ColorFoto

Im Menü „Fokusfeldgrenze“ kann man bei der A6600 das Angebot an AF-Methoden begrenzen – separat für Einzelbild- und Tracking-AF.

Für die Serienbildleistung ermittelte das Testlabor rund 11 B/s bei JPEG und RAW. Allerdings verarbeitet die A6600 mehr Bilder bis zur ersten Verschnaufpause (112 statt 78 JPEGs in Folge). Der Verschluss ermöglicht Belichtungszeiten zwischen 1/4000 und 30 s; dies gilt sowohl für die mechanische als auch für die elektronische (lautlose) Variante. 

Um in Kombination mit dem mechanischen Verschluss das Auslösegeräusch zu reduzieren, kann der erste Verschlussvorhang elektronisch gebildet werden. Das eignet sich als Standardeinstellung, der vollelektronische Verschluss dagegen nicht, weil man dann zum Beispiel den Blitz nicht verwenden kann. 

Für die Auswahl eines Belichtungsprogramms dient das obligatorische Moduswahlrad. Neben den Standards (P, A, S, M, Auto) findet sich dort auch eine Panoramafunktion. Unter dem Kürzel SCN verbergen sich neun Motivprogramme (Scenes), während man im S&Q-Modus kurze Filme in Slow-Motion oder mit Zeitraffer aufnehmen kann. 

Auch die Videobetriebsart erreicht man über das Moduswahlrad. Beide Sony-Kameras filmen in 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) mit 30 B/s. Ausgelesen wird der komplette Sensor, die Hybrid-Log-Gamma-Funktion (HLG) ermöglicht Aufnahmen mit erweitertem Dynamikumfang. Mit der Zebramuster-Funktion lässt sich die Belichtung optimieren. 

„Real-time Eye AF“ und „Real- time Tracking“ funktionieren auch beim Filmen. Zeitlupen- (bis 5-fach) und Zeitrafferaufnahmen (bis 60-fach) kann der Fotograf in Full-HD direkt in der Kamera erstellen. Eine Anschlussbuchse (Miniklinke, 3,5 mm) für externe Stereomikrofone haben beide Kameras, eine Kopfhörerbuchse nur die A6600.

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