Tablet & Tablet-PCs

Vorreiter und Nachzügler

1.9.2010 von Klaus Länger

ca. 3:05 Min
Vergleich
  1. Die iPad-Killer kommen - aktuelle Geräte im Vergleich
  2. Der strikte AppStore
  3. Vorreiter und Nachzügler
  4. MeeGo-Tablet
  5. Günstige Android-Tablets
  6. Der kleine Convertible
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Das WeTab mit Atom-Prozessor wird für 449 Euro in den MediaMärkten verkauft. Auf dem Linux-Tablet mit 11,6-Zoll-Display sollen auch Android-Apps laufen.
© PC Magazin

Hier liegt auch eine Schwäche der Android-Plattform: Man muss auf Updates des Tablet-Herstellers warten. Und derzeit sind Tablets mit Android 1.5, 1.6 und 2.1 auf dem Markt. Die Version 2.2 steht in den Startblöcken, an 3.0 wird schon entwickelt. Wenn es keine Updates vom Hersteller gibt, kann es in Zukunft durchaus passieren, dass neue Apps auf dem eigenen Tablet nicht mehr laufen, weil sie eine neuere Android-Version voraussetzen.

Nicht nur die Zahl der Betriebssystemversionen, auch die Spannbreite der in den Tablets eingebauten Hardware ist bei den Android-Geräten viel breiter als beim iPad.

Während sich die Versionen hier nur in der Größe des Flash-Speichers und dem Vorhandensein des 3D-Moduls unterscheiden, gibt es Android-Tablets aller Preisklassen mit unterschiedlichen Display-Größen, Auflösungen, mit einfachen resistiven und multitouchfähigen kapazitiven Touchscreens und mit unterschiedlich schnellen ARM-Prozessoren und Grafikeinheiten. Vor allem 3D-Spiele oder HD-Videos werden auf günstigen Tablets nicht oder nur sehr schlecht laufen.

Wichtig beim Kauf von Android-Tablets ist auch der verwendete App-Store. Nicht alle Hersteller nutzen hier den Google Market, sondern eigene Stores, die oft nur einen Bruchteil der verfügbaren Apps enthalten. Mit einer gepatchten Firmware kann man aber bei einigen Tablets trotzdem den Zugriff auf den Google Market ermöglichen.

Vorreiter und Nachzügler

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Das Interpad ist ein Android-Tablet der zweiten Generation mit flottem Nvidia-Tegra2-Prozessor und 10-Zoll-Display. Das Tablet des deutschen Herstellers soll im Herbst auf den Markt kommen.
© PC Magazin

Microsoft ist bei Tablets gleichzeitig Vorreiter und Nachzügler. Mit Tablet-PCs und UMPCs sind schon seit Jahren Mobilrechner auf dem Markt, die mit dem Stift oder dem Finger bedient werden. Mit Windows 7 kamen auch die ersten Geräte mit Multitouch-Unterstützung auf den Markt, da das Betriebssystem selbst nun auch Gesten für das Zoomen oder Drehen von Bildschirminhalten erkennt.

Convertibles, also Notebooks, die sich mit einem Dreh des Bildschirms in ein Tablet verwandeln lassen, haben mit Fujitsu, HP, Toshiba, Acer und Dell etliche der großen Notebook-Hersteller im Programm. Auch Panasonic bietet neben extrem robusten Tablet-PCs für den Außeneinsatz auch einen zivilen Convertible an. Das primäre Eingabegerät ist hier allerdings der Stift.

Die Digitizer von nTrig oder Wacom sind sehr präzise und stehen Grafiktablets kaum nach. Im Tablet-Modus dienen Convertibles daher primär als digitaler Notizblock mit Microsoft OneNote oder als Zeichengerät. Im Gegensatz zum iPad oder den Android-Tablets verfügen die Tablet-PCs über eine leistungsfähige Handschrifterkennung.

Während die meisten Tablet-PCs relativ teure Businessgeräte mit Preisen jenseits der 1000 Euro sind, kommen jetzt auch günstigere Notebooks oder Netbooks in Convertible-Bauform auf den Markt, die mit Preisen um die 500 Euro eher für Heimanwender bestimmt sind. Ihnen fehlen allerdings die teueren Digitizer, sie sind eher für die Bedienung mit den Fingern ausgelegt. Die Multitouchbedienung kann nicht mit der des iPad mithalten, speziell das Zoomen im Internet Explorer ist nicht flüssig.

Neben den günstigen Convertibles steht aber auch eine neue Generation reiner Tablets mit Windows 7 in den Startblöcken. Eines der ersten neuen Windows-Tablets wird das Eee Pad EP121 sein, das noch in diesem Jahr vorgestellt wwerden soll.

Mit einem Preis von etwa 1000 US$, einem Core-2-Duo-Prozessor und einem 12-Zoll-Display ist es aber kein typischer Vertreter der neuen Windows-7-Tablets. Auch kein typischer Tablet ist der neue Toshiba Libretto W100 mit gleich zwei 7-Zoll-Touchscreens und einem Pentium U5400 für ebenfalls rund 1000 Euro.

Die neuen Windows-Tablets werden günstiger sein und wohl hauptsächlich auf der neuen Atom-Plattform Oak Trail basieren, die Intel im Juli angekündigt hat. Der neue Prozessor soll deutlich sparsamer und trotzdem schneller als die bisherigen Atoms sein. Intel verspricht für den neuen Atom mit PowerVR-Grafik die volle Unterstützung von H.264-Videos in 1080p-Auflösung.

Auf der Worldwide Partner Conference 2010 im Juli hat Microsoft eine Liste der Firmen präsentiert, die Tablets bringen werden. Zu ihnen zählen Acer, Dell, Fujitsu, MSI, Toshiba, Lenovo, Samsung, Panasonic und Sony. Auch wichtige OEM-Hersteller sind mit von der Partie.

Allerdings sollen die Windows-Tablets laut der taiwanischen Digitimes zunächst nur in geringen Stückzahlen auf den Markt kommen, da viele der Hersteller eher auf Android setzen. Unklar ist derzeit auch, ob Microsoft für die kommenden Tablets eine eigene Windows-7-Version mit einer angepassten Oberfläche bringen wird oder nicht.

Von Asus erscheint im kommenden Jahr noch ein weiteres Windows-Tablet, allerdings nicht mit Windows 7, sondern mit dem CE-Ableger Windows Embedded Compact 7, der herkömmliche Windows-Programme nicht ausführen kann.

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