Digitale Fotografie - Test & Praxis
Smartphone-Kameravergleich

Samsung Galaxy S8: Kamera im Einzel-Test

© Samsung

Das Samsung Galaxy S8 Plus ist noch ein wenig größer als das Huawei P10 Plus.

Das Samsung Galaxy S8 Plus ist sogar noch einen Tick größer als das Huawei P10 Plus, wirkt dank abgerundeter Kanten, die noch zum Display gehören, aber schlanker und ausgesprochen elegant. Bei der Kameraauflösung bescheidet sich das S8 Plus wie das Vorgängermodell S7 mit 12 Megapixeln. Mit Blende f1,7 ist es jedoch nur minimal lichtstärker als das Huawei mit f1,8.​

Die Brennweite liegt bei ca. 4,2 mm, was dem Bildwinkel eines 29-mm-KB-Objektivs entspricht. Auch beim Galaxy S8 Plus steckt die Elektronik in einem soliden Alugehäuse, das gemäß IP68-Richtlinien abgedichtet ist. Wasser, Staub und Sand sollten so zuverlässig von der empfindlichen Kameratechnik ferngehalten werden. Zum Blitzen steht nur eine LED zur Verfügung, die aber kräftig ist und auch ein zwei Meter entferntes Motiv noch anständig ausleuchtet.​

© ColoFoto

Im Gegensatz zum Huawei dreht das Samsung die Anzeige der Einstellwerte beim Wechsel vom Hoch- ins Querformat mit. (links) Zudem stehen die meisten Werte außerhalb des Bilds, was die Ablesbarkeit ebenfalls verbessert. Allerdings sollte die Schrift größer sein. Auch Samsung gliedert die Menüs übersichtlich.

Die Ecken bekommen dann aber schon deutlich weniger Licht ab als die Bildmitte. Der interne Speicher des in Deutschland gehandelten Galaxy S8 Plus umfasst 64 GB, mit einer microSD-Karte kann nachgerüstet werden. Auf der übersichtlichen Bedienoberfläche sitzt der Video-Button unmittelbar neben dem Auslöse-Button. Beim Filmen regelt die Kamera praktisch alles automatisch, Schärfe und Belichtung werden kontinuierlich nachgeführt – und das präziser als beim Huawei. Bei der Video-Auflösung hat man die Wahl zwischen 4K mit 3840 x 2160 Pixeln und 30 B/s über Full-HD mit 1920 x 1080 Pixeln und 60 B/s bis hinunter zu HD oder VGA.​

Die Automatik des Galaxy ist für Foto-Einsteiger ein Segen. Praktisch alle Voreinstellungen sind so gewählt, dass man ohne Veränderungen in den meisten Situationen sehr anständige Bilder bekommt. Auch bei wenig Licht hält sie die ISO-Zahl möglichst niedrig und verlängert die Belichtungszeit. Dank lichtstarken Weitwinkels und optischen Bildstabilisators gelingt das bei statischen Motiven bis hin zu erstaunlich langen Belichtungszeiten gut – bei bewegten Motiven führt es aber schnell zu Bewegungsunschärfen.​

Im Pro-Modus ist das vermeidbar, denn er erlaubt die manuelle Belichtungssteuerung. Neben Zeitauslöser, Blitzmodus und Seitenverhältnis stellt er die Belichtungs-(mittenbetont, Matrix, Spot) und AF-Messmethode (Einzel-, Mehrfeld-AF) zur Wahl und gewährt Zugriff auf Belichtungskorrektur, Verschlusszeit, ISO-Zahl und Weißabgleich. In den Kameraeinstellungen kann man nun das RAW-Format aktivieren. Hinzu​ kommt der Phasenerkennungs-AF, der auf dem gleichen Dual-Pixel-Prinzip beruht wie in SLRs von Canon. Alle Sensorpixel bestehen aus je zwei Fotodioden, das erlaubt Phasen-AF auf der gesamten Bildfläche. Auch hier gefällt die Motivverfolgung. Wer selber eingreifen will, fährt mit Pro-Modus und RAW-Format auf jeden Fall besser.​

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