Ultrakurzdistanz-Beamer

Optoma UHZ65UST im Test: Mittelklasse-Beamer für 3.300 Euro

© Optoma

Der Optoma UHZ65UST gewinnt das Duell mit dem Xiaomi, der Preis ist mit 3.300 Euro aber gut doppelt so hoch.

Mit nur knapp einen halben Meter Abstand zur Projektionsfläche zaubert der UHZ65UST ein ca. 100 Zoll großes Bild in 4K-Ultra-HD-Auflösung. Wie bereits der UHZ65 ist auch die kompakte Ultrakurzdistanz-Version aus dem Hause Optoma mit einer leistungsfähigen Laserlichtquelle ausgerüstet.

Das OS, welches auf Android basiert, bietet die Möglichkeit, verschiedene Apps wie Netflix, Amazon oder YouTube zu installieren. In der Theorie kann man dadurch das Gerät um sinnvolle smarte Features erweitern, jedoch sieht es in der Praxis dann doch etwas anders aus.

Alle Apps der Video-on-Demand Anbieter basieren auf einer Web-Oberfläche. Dies hat zur Folge, dass man zum Navigieren nach Möglichkeit eine PC-Maus benötigt. Zwar klappt es mit Müh und Not auch mit der Fernbedienung, der Versuch gleicht aber mehr dem Schema „trial and error“ als alles anderem. Neben den Schwierigkeiten bei der Bedienung der Apps mangelt es auch an HDR-Kompatibilität. Entsprechende 4K Ultra-HD-Inhalte samt erweiterten Farbraum BT.2020 wie z.B. Stranger Things oder Lost in Space auf Netflix werden in SDR wiedergegeben.

Bildqualität & Sound

Im Labor nahmen wir unsere üblichen Messungen vor und waren überrascht, wie ungeschickt der Optoma ab Werk abgestimmt ist. Selbst im „Movie“-Preset liegen die Sättigungspunkte aller Primär- und Sekundärfarben weit außerhalb der Norm. Der Graustufenverlauf leidet unter einem deutlichen Blauüberschuss. Aufgrund der sehr grob reagierenden Regler war es sehr mühsam, mittels 2-Punkt-Weißabgleich die Farbtemperatur auf D65 zu kalibrieren. Bei den Farben war jedoch Hopfen und Malz verloren, sodass es uns leider nicht gelang, die Sättigungspunkte Richtung Soll zu schieben. Wir hoffen, dass Optoma hier mittels Softwareupdate noch mal nachbessert.

Trotz aller Widrigkeiten verfügt der UHZ65UST aber über einen äußerst knackigen Kontrast und hohe Schärfe in der Bildmitte, während er in den Ecken systembedingt zu leichter Unschärfe neigt. Im HDR-Betrieb dreht der Optoma nochmals den Hahn auf, kann die Helligkeit um ca. 30% steigern und kommt auf knapp 140 Nits. Unser Testgerät hatte leider Probleme, HDR-Tags fehlerfrei zu erkennen, sodass HDR teilweise in SDR und Rec.709 Farbraum wiedergegeben wurde. Dies sollte mittels Firmware-Update behoben werden können.

Die im Gerät verbaute NuForce Soundbar mit vier Lautsprecher-Chassis für Stereo-Sound bietet dagegen eine super Performance.

Fazit:

Der Optoma UHZ65UST stellt eine ernstzunehmende Konkurrenz für aktuelle TV-Geräte dar. Mangelnde Farbtreue gleicht der Beamer mit knackiger Schärfe und toller Zwischenbildberechnung aus.

© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

Mit einer Wertung von 67 Prozent sichert sich der Optoma das video Magazin Testurteil: gut

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