Für DSLRs von Canon, Nikon, Sigma & Co.

Teleobjektive

10.10.2019 von Reinhard Merz

ca. 1:45 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
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  3. Weitwinkelobjektive
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  5. Teleobjektive
  6. Makroobjektive
  7. Spezialobjektive
  8. Sinnvolle Objektiv-Ausrüstung - einige Beispiele
  9. Brennweite, Lichtstärke, Abbildungsfehler
  10. Zoomobjektiv oder Festbrennweite?
  11. Anschlüsse und Ausstattung
  12. Alte Objektive an modernen Kameras
Tamron SP 2,8/70-200 mm Di VC USD
Tamron SP 2,8/70-200 mm Di VC USD
© Tamron

Was ist ein Teleobjektiv - und wofür braucht man es?

Mit einem Teleobjektiv holt man ein Motiv richtig nah heran - auch wenn der Abstand zur Kamera groß ist. Superteleobjektive mit Brennweiten von 300 mm und mehr kommen vor allen dort zum Einsatz, wo man sich dem Geschehen nicht nähern kann - etwa in der Tier- und Sportfotografie. Sie verdichten nicht nur den Bildausschnitt, sondern auch den Schärfebereich. Das kann man sich zunutze machen, um das eigentlichen Motiv vom unscharfer Hintergrund abzuheben.

Ein nicht immer gewollter Nebeneffekt starker Teleaufnahmen: Die einzelnen Motivteile rücken näher zusammen, der Raum wird scheinbar komprimiert. Dieser grafische Effekt ist für manche Motive als Gestaltungsmittel willkommen, bei anderen aber eher störend.

Für Porträtaufnahmen ist ein kürzeres Teleobjektiv mit einer Brennweite von 80-105 mm (KB) vorteilhafter. Das Tele ist stark genug, um den Hintergrund unscharf werden zu lassen, aber das Gesicht wirkt nicht so flach, wie bei einer längeren Brennweite. Die Proportionen werden vorteilhaft abgebildet und die Verzeichnungen sind minimal - egal ob mit Festbrennweite oder Zoom.

Was sind Nachteile von Teleobjektiven?

Ein genereller Nachteil von Teleobjektiven: Aufgrund der starken Motivvergrößerung macht sich jede leichte Bewegung während der Aufnahme als verwackeltes Bild bemerkbar. Deshalb ist ein stabiles Stativ ein genialer Partner des Teleobjektivs, auch wenn ein optischer Bildstabilisator im Objektiv oder in der Kamera das Problem schon reduziert.

Teleobjektive, vor allem lichtstarke, sind groß und schwer. Die Kamera wirkt da eher wie ein Zubehörteil, dass dran hängt. Solche Objektive sollten ein eigenes Stativgewinde haben, das auf den Schwerpunkt des Objektivs ausgerichtet ist. Sonst kippt alles zusammen um.

Bei Teleobjektiven ist das Angebot an verschiedenen Lichtstärken und Brennweiten besonders hoch. Während Profis hier lieber zu sehr lichtstarken (und teuren) Festbrennweiten greifen - jeder kennt die Bilder vom Fotografenpulk neben dem Tor beim Länderspiel - sind im Amateurlager vor allem vergleichsweise lichtstarke Zooms beliebt. Etwas das Tamron 2,8/70-200 mm oder das Sigma 2,8/50-150 mm.

Telekonverter als Alternative

Wer nur ab und zu ein längeres Teleobjektiv benötigt, ist mit einem Telekonverter auf jeden Fall günstiger beraten, der die Brennweite um den Faktor 1,4 oder 2 verlängert. Allerdings verliert das Objektiv dabei auch eine bzw. zwei Blenden Lichtstärke. Deswegen macht es Sinn, Konverter mit lichtstarken Objektiven zu kombinieren.

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