Für DSLRs von Canon, Nikon, Sigma & Co.

Weitwinkelobjektive

10.10.2019 von Reinhard Merz

ca. 1:30 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
  1. Objektiv kaufen: Worauf Sie achten müssen
  2. Fish-Eye- und Superweitwinkel-Objektive
  3. Weitwinkelobjektive
  4. Normalobjektive / Normalbrennweiten
  5. Teleobjektive
  6. Makroobjektive
  7. Spezialobjektive
  8. Sinnvolle Objektiv-Ausrüstung - einige Beispiele
  9. Brennweite, Lichtstärke, Abbildungsfehler
  10. Zoomobjektiv oder Festbrennweite?
  11. Anschlüsse und Ausstattung
  12. Alte Objektive an modernen Kameras
Tokina 2,8/16-28 mm PRO FX
Tokina 2,8/16-28 mm PRO FX
© Tokina

Wofür braucht man Weitwinkelobjektive?

Weitwinkelobjektive sind für das Gefühl von Weite und Tiefe zuständig. Sie erfassen einen größeren Blickwinkel als unser Auge und geben dadurch Stadtszenen und Landschaften einen großzügigen Anstrich. Bei Innenaufnahmen lassen sie Räume größer erscheinen, als sie tatsächlich sind. Alle Brennweiten unter etwa 40 mm (KB) gelten als Weitwinkel, bei Brennweiten von weniger als 28 mm (KB) wird der Effekt dann wirklich deutlich.

Entfernungen wirken im Weitwinkel immer größer, nahe Dinge werden überbetont. Das kann manchmal auch problematisch werden, zum Beispiel bei Porträts, wo die Gesichter auf den Bildern gerne mal anders aussehen als im wirklichen Leben - mit überproportionierter Nase. Wegen Ihres großen Bildwinkels sind Weitwinkelobjektive in beengten Verhältnissen ein echter Segen.

Worauf muss man beim Kauf von Weitwinkelobjektiven achten?

Gerade bei Weitwinkelobjektiven ist eine hohe Lichtstärke ein gutes Kaufargument. Bei kurzen Brennweiten ist die Tiefenschärfe ohnehin ziemlich hoch. Wenn da ein Objektiv nur mit f5,6 kommt, bleibt für einen Unschärfebereich kaum mehr Luft. Weil schon wenige Millimeter mehr oder weniger Brennweite ein deutlich anderes Bild ergeben, ist hier ein Zoom besonders wertvoll.

Während man im Telebereich für das Vollformat gerechnete Objektive auch an APS-C-Kameras einsetzen kann (und damit sogar den Teleeindruck noch verstärkt), macht das im Weitwinkel keinen Sinn. Ein 28-Millimeter-Weitwinkel fürs Vollformat kommt nämlich an einer APS-C-Kamera schon in den Bereich eines Normalobjektivs.

Auf dem Markt werden viele gute Weitwinkel-Festbrennweiten und -Zooms angeboten. Zu den Objektiven mit sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis gehört hier zum Beispiel das speziell für das APS-C-Format gerechnete Tokina AT-X 4/12-24 mm, das es für Canon- und Nikon-Kamera mit entsprechendem Bauformat gibt und das einer KB-Brennweite von ca. 18-32 mm entspricht.

Das richtige Licht

Natürlich garantiert ein gutes Weitwinkelobjektiv noch keine guten Landschaftsbilder. Wichtiger als die Optik sind die Tages- und Jahreszeit. Geeignetes Licht ist durch nicht zu ersetzen und wenn lange Schatten am Morgen und am Abend ein Landschaft "formen", sieht das immer besser aus als das eindimensionales Tageslicht zur Mittagszeit. Weitwinkelobjektive erfordern eine sorgfältige Komposition des Bildes, die Wesentliches unterstreicht und unnötiges ignoriert.

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