Einsteiger, Mittelklasse, High-End und Gaming

Gaming-Notebooks bis 2000 Euro im Test

Anders als bei allen anderen Notebooks zählt bei Gaming-Boliden hauptsächlich die Leistung, die wir folgerichtig auch mit 60 Prozent gewichten. Die Mobilität bleibt da beispielsweise nur ein Nebenaspekt; denn wer ein Notebook als Arbeitstier für unterwegs sucht, liegt bei einem Gaming-Spezialisten sowieso ganz falsch. Gleichzeitig wäre es nicht fair, ein Gerät wegen eines höheren Gewichts konsequent niedriger zu bepunkten.

Wenn nämlich eine zusätzliche Festplatte im Gehäuse steckt oder das Display deutlich größer ist, steigt das Gewicht zwangsläufig an; und so würde der Hersteller letztendlich für mehr Ausstattung auch noch bestraft. Ganz außer Acht lassen darf man die Mobilität aber auch nicht, denn schließlich ist und bleibt auch ein Gaming-Notebook ein mobiles Gerät, das der Nutzer ganz bewusst einem kaum transportablen Towergehäuse vorzieht. 

Unsere drei Gaming-Kandidaten haben übrigens eine ganze Menge gemeinsam. Sie liegen alle im selben Preissegment knapp unterhalb von 2000 Euro, verfügen über dedizierte Grafikchips von Nvidia sowie einen identischen Sechskern-Core i7-Prozessor auf Basis der Coffee Lake-Architektur, bei dem kein möglichst geringer Stromverbrauch im Mittelpunkt steht, sondern schlicht und einfach die Leistung. 

Wie alles im Leben hat auch das seinen Preis, denn folglich nehmen sich die Akkulaufzeiten der Gamer eher bescheiden aus und der Lüfter ist, zumindest beim Testsieger, vergleichsweise laut.

Acer Predator Helios

Nein, Unauffälligkeit oder gar Understatement lässt sich dem Predator Helios von Acer nun wirklich nicht vorwerfen. Das Gegenteil ist der Fall, denn das bunt leuchtende und blinkende Gehäuse des mächtigen, knapp vier Kilogramm schweren, 17,3-Zöllers sieht aus, als wäre es gerade aus irgendeinem Raumschiff gefallen. Wie in den beiden anderen Notebooks des Gaming-Vergleichstests arbeitet auch im Predator ein Intel Core i7-8750H, der durch seine hohe Rechenleistung überzeugt. 

Dazu gesellt sich neben 16 GByte DDR4-RAM noch eine GeForce GTX 1070-Grafikkarte, die etwa 15 Prozent mehr Leistung liefert als die 1060er der Konkurrenten. Die SSD kommt von Hynix und hat 256 GByte Kapazität. Für zusätzlich anfallende Daten wie Games, Filme oder Musik ist eine klassische Festplatte mit einem Terabyte Speicherplatz verbaut worden.

© Josef Bleier

Das Acer Predator Helios

Die SSD ist unterm Strich etwas langsamer als die der anderen, doch die Punkte zum Testsieg verpasst das Predator Helios am Ende doch wegen seines Gewichts und seiner Abmessungen. Wen das nicht stört, der kann beim Helios aber bedenkenlos zugreifen, denn Leistung und Preis sind durchaus stimmig.

Fazit

Punktgleich mit dem Schenker-Notebook landet das Acer auf Rang zwei. Abzüge gab es hier wegen des hohen Gewichts von 3,7 kg.

Schenker XMG Neo 15

Der Schenker-Gamer fährt mit dem Preis/Leistungs-Siegel nach Hause. Das hat er sich angesichts des vergleichsweise niedrigen Preises bei einer nahezu gleichen Punktzahl wie der Testsieger auch redlich verdient. Wie bei der Konkurrenz sorgen auch beim XMG diverse LEDs für spektakuläre Lichteffekte. 

So leuchtet etwa die Tastatur in mehreren Farben, wenn das gewünscht ist. Die Tastaturbeleuchtung ist im übrigen nahezu perfekt, denn anders als bei vielen anderen Laptops blendet sie auch dann nicht, wenn man die Tastatur von schräg vorn und nicht nur direkt von oben betrachtet. Die Tasten sind extrem leichtgängig und jeder Anschlag wird von einem recht lauten Klackern begleitet. Auch das präzise Touchpad arbeitet nicht ganz geräuschlos.

© Josef Bleier

Das Schenker XMG Neo 15

Die Verarbeitung des XMG ist unterm Strich gut, die Stabilität der mechanischen Elemente dagegen nur befriedigend. Hier liegen die beiden Rivalen knapp vorn. Das Display des Schenker-Notebooks ist dagegen ein wenig heller als bei Acer und Asus. Den größten Unterschied bei der Ausstattung macht allerdings die Bestückung des Massenspeichers aus. 

Während die beiden Konkurrenten auf jeweils eine kleinere SSD und eine große HDD setzen, verbaut Schenker eine einzelne SSD mit 512 GByte Speicherplatz. Wem diese Kapazität ausreicht, der fährt wegen der höheren Geschwindigkeit beim XMG besser.

Fazit

Mit 89 Punkten landete das XMG Neo 15 punktgleich mit dem Acer Predator auf Platz zwei. Bei Preis/Leistung liegt das Notebook dagegen vorn.

Asus ROG Zephyrus M

Das Kürzel ROG im Namen des Zephyrus steht für Republic of Gamers, womit Asus seine gesamte Spiele-Hardware kennzeichnet, von der Grafikkarte über die Gaming-Maus bis hin zum Gaming-Notebook. Dass auch das Zephyrus M zu Recht Teil dieser auserlesenen Gruppe ist, verdeutlicht das schnittige Gehäuse mit seinen diversen beleuchteten Elementen. 

Beim Aufklappen des Deckels hebt sich die Tastatur leicht an, was die Belüftung verbessern soll. Dennoch läuft der Lüfter des Zephyrus öfter an als bei der Konkurrenz, und die Lautstärke ist ebenfalls etwas höher. Neben einer schnellen SSD von Samsung verbaut auch Asus eine zusätzliche Festplatte mit einem Terabyte Kapazität.

© Josef Bleier

Das Asus ROG Zephyrus M

Die Tastatur ist gut und natürlich mehrstufig beleuchtet. Großzügig dimensioniert sind das präzise Touchpad sowie die Leertaste, die auch im Eifer des Gefechts kaum zu verfehlen sein dürfte. Die Verarbeitung des Zephyrus bewerten wir als sehr gut. Die Stabilität der mechanischen Elemente scheint nicht ganz perfekt und erhält von daher lediglich eine gute Benotung. Insgesamt ist das Asus-Notebook ein vorzüglicher Gamer, der ein rundherum gelungenes Gesamtpaket bietet. Es ist schnell, gut verarbeitet und leicht genug, um auch als wirklich mobil gelten zu können. So reicht es ganz knapp für Platz eins.

Fazit

Das Zephyrus M erringt auf Basis des gelungenen Gesamtpakets ohne gravierende Schwächen sehr knapp den Sieg im Gamer-Vergleichstest.

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