Einsteiger, Mittelklasse, High-End und Gaming

Mittelklasse-Notebooks bis 1.000 Euro im Test

Die Testkandidaten dieser Preiskategorie kosten zwischen 799 und 999 Euro. Im Vergleich zu den Einsteigernotebooks kommen hier bereits schnelle Core- oder Ryzen-CPUs zum Einsatz, die allesamt über eine brauchbare, integrierte Grafiklösung verfügen. Im Schnitt sind die Displays dieser Gerätekategorie heller und qualitativ besser. Die Gehäuse bestehen zumeist, wenn auch nicht immer, zumindest teilweise aus Aluminium. 

Drei der fünf Testkandidaten dieser Kategorie sind übrigens keine klassischen Notebooks, sondern Convertibles, die sich umklappen und somit wie ein Tablet nutzen lassen. Folglich verfügen diese Geräte von Lenovo, Asus und HP über Touchdisplays. Dem Lenovo Yoga liegt zudem ein Stift zur Bedienung bei. Grundsätzlich bietet diese Geräteklasse ausgesprochen viel Notebook fürs Geld. 

Die Qualität ist deutlich höher als bei den Einsteigergeräten, und die Hardware ist leistungsfähiger und somit zukunftssicherer. Diesen Punkt sollte man nicht außer Acht lassen, da sich Notebooks ja in der Regel kaum oder nur sehr begrenzt nachrüsten lassen. Man muss sich also meist mit der Performance begnügen, die quasi ab Werk geliefert wird.

Asus Vivobook Flip

Das Asus Vivobook Flip, ebenfalls ein Convertible, wie der Name bereits suggeriert, landet im Testfeld auf dem fünften Rang. Bei der Leistung gibt es nichts zu bemängeln, zumal es mit der identischen CPU bestückt ist wie die Konkurrenz. Und anders als die anderen spendiert Asus dem Vivobook sogar eine SSD mit 512 statt lediglich 256 GByte Kapazität. 

Punkte verliert das Gerät dagegen beim Display, das vergleichsweise dunkel ist, einen nicht optimalen Kontrast bietet und obendrein stark spiegelt. Die Freude an der Arbeit kann bei nicht optimalen Lichtverhältnissen also durchaus getrübt werden. Für ein 14-Zoll-Gerät liegt das Gewicht eher im höheren Bereich.

© Josef Bleier

Das Asus Vivobook Flip

Da auch die Akkulaufzeit nicht zu den längeren gehört, verliert das Vivobook im Mobilbereich einige Punkte auf die Konkurrenz. Das ist unterm Strich sehr schade, da das Gerät viele Highlights zu bieten hat. Dazu gehört neben einem Fingerprint-Sensor zur schnelleren Windows-Anmeldung auch eine mehrstufige Tastaturbeleuchtung, ein TPM-Modul sowie eine überragende Stabilität der mechanischen Elemente. 

Letztere ist bei einem Convertible ganz besonders wichtig, da das komplette Umklappen des Bildschirms für Scharniere und verlegte Kabel eine große Belastung ist. Angesichts des vergleichsweise niedrigen Preises bescheinigen wir dem Vivobook übrigens ein sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis. Wen das eher dunkle Display nicht stört, der bekommt ein schönes Convertible zu einem insgesamt sehr fairen Preis.

Fazit

Das sehr schicke und hochwertige Convertible lässt bei der Mobilität wertvolle Punkte liegen. Das Touchdisplay ist im Vergleich eher dunkel.

HP Envy X360

Das Convertible basiert auf Komponenten von AMD, wobei die Kombination aus Ryzen 5 und AMD Radeon Vega 8 im Testlabor nicht ganz mit der Intel-basierten Konkurrenz mithalten konnte. In der Praxis wird man das zwar kaum bemerken, in der Tabelle fehlen allerdings am Ende ein paar Punkte. Seine Stärken spielt das Envy also nicht unbedingt bei unseren Benchmarktests aus, sondern ganz woanders. 

Da wäre zunächst einmal das herausragend gute und sehr helle Display zu nennen. Damit zu arbeiten macht Spaß, selbst wenn es recht stark spiegelt. Durch seine Helligkeit ist es trotzdem so gut wie allen Lichtverhältnissen gewachsen. Sehr gut ist der Klang, der aus den Lautsprechern von Bang & Olufsen strömt, und auch Tastatur und Touchpad sind von guter Qualität. Verarbeitung und die allgemeine Stabilität sind auf sehr gutem Niveau, können jedoch das Asus Vivobook nicht ganz erreichen.

© Josef Bleier

Das HP Envy X360

Als problematisch entpuppten sich im Test die Lüfter, die sich leider häufig und obendrein recht laut zu Wort meldeten. Bei der Mobilität lässt das Envy einige Punkte liegen, da die Akkulaufzeit mit gemessenen 219 Minuten für ein Notebook mit 13,3-Zoll-Display eher kurz ist. Das Gewicht ist dagegen akzeptabel, auch wenn das Lenovo Yoga etwa 100 Gramm weniger auf die Waage bringt als das Envy von HP.

Fazit

Das HP-Convertible ist als einziger Kandidat mit AMD-Komponenten ausgestattet. Bei der Akkulaufzeit überzeugt der 13,3-Zöller nicht ganz.

Acer Swift 3

Das Acer Swift 3 kann mit 85 Punkten das Testurteil sehr gut einfahren und wird dritter in dieser Preiskategorie. Der Rückstand zum Sieger beträgt dabei nur zwei Punkte. Das Swift ist, wie das Akoya, mit einem 15,6-Zoll-Display ausgestattet und verfügt über denselben Core i5-Prozessor wie die gesamte Konkurrenz, mit Ausnahme des HP Envy. Da es sich beim Swift um ein Standard-Notebook handelt, besitzt es kein Touchdisplay. 

Auf der Tastatur lässt sich angenehm schreiben; die Tasten des Nummernblocks fallen allerdings etwas zu schmal aus. Aber letztlich ist auch ein schmaler Nummernblock allemal besser als überhaupt keiner. Nicht ganz so gut hat uns das Touchpad gefallen, das bei jeder Berührung ein leichtes Klappern von sich gibt. Das geht besser.

© Josef Bleier

Das Acer Swift 3

Über das Gehäuse des Swift lässt sich das dagegen nicht sagen, denn es besteht aus Aluminium und sieht sehr hochwertig aus. Lüftergeräusche sind nur selten zu vernehmen und wenn, dann bleiben sie in einem absolut akzeptablen Rahmen. Was die Laborergebnisse betrifft, so sind die dank der identischen Plattform nahezu deckungsgelich mit denen der Geräte von Lenovo und Asus. Das Medion liegt bei 3D-Spielen aber deutlich vorn.

Fazit

Ein rundherum gelungenes Paket schnürt Acer beim Swift 3. Es hat keine gravierenden Schwächen und ist obendrein recht preiswert.

Lenovo Yoga 730-13IKB

Convertible Nummer drei im Testfeld ist das Yoga von Lenovo, das am Ende mit nur einem Punkt Rückstand auf dem zweiten Platz ins Ziel kommt. Preislich liegt es dagegen vorn, denn Lenovo ruft stattliche 999 Euro für das Yoga auf. Ob es das Geld wert ist? Nun, zunächst einmal sind die verbauten Komponenten identisch mit denen der Konkurrenz von Acer oder Asus, die immerhin 200 Euro weniger für ihre Geräte aufrufen. 

Gleicher Prozessor, gleicher Arbeitsspeicher, gleiche SSD. Das Display des Yoga misst 13,3 Zoll und ist glänzend; bei der Helligkeit wird es lediglich vom Bildschirm des HP übertroffen. Der Kontrast ist sehr gut, allerdings spiegelt das Display sehr stark. Ein Fingerprint-Sensor ist ebenso verbaut wie ein Helligkeitssensor zur automatischen Regulierung der Bildschirmhelligkeit. Kein Konkurrent kann damit dienen.

© Josef Bleier

Das Lenovo Yoga 730-13IKB

Die Verarbeitung des Yoga kann komplett überzeugen, die Stabilität der Scharniere und des Gerätes liegt ungefähr auf dem gleichen, sehr guten Niveau des HP Envy. Bei der Mobilität kann das Yoga dagegen punkten wie kein zweiter. Die gute Akkulaufzeit und das niedrige Gewicht verhelfen dem Lenovo zu 15 Punkten und dem Sieg in dieser Unterwertung. 

Das Yoga empfiehlt sich also für alle Anwender, die ein Convertible für den mobilen Einsatz suchen und auf eine hohe Qualität Wert legen. Qualität, die am Ende des Tages ihren Preis hat, und der liegt beim Yoga 730 bei, in unseren Augen, durchaus fairen 999 Euro.

Fazit

Wer ein mobiles Notebook von hoher Qualität sucht, der liegt beim Yoga richtig. Das schicke und schnelle Convertible wiegt lediglich 1213 Gramm.

Medion Akoya P6685

Das Medion Akoya ist voll und ganz auf Leistung getrimmt. Zwar ist es mit dem identischen Core i5-8250U-Prozessor bestückt wie die Konkurrenz, doch war Medion die dort integrierte Grafiklösung nicht schnell genug. Folglich spendierte man dem Notebook eine Geforce MX150-Grafikkarte, was sich in unseren Benchmarktests deutlich bemerkbar machte. Statt 8300 Punkten erreichte das Akoya satte 13677 Punkte im 3D Mark Cloud Gate. 

Bis auf die Gaming-Boliden erzielte kein anderes Notebook eine fünfstellige Punktzahl; auch nicht in der Highend-Klasse über 1000 Euro. Doch das ist nicht das einzige Highlight des Akoya. Neben der SSD befindet sich noch eine klassische Festplatte im Gehäuse, die ein TeraByte Speicherplatz bietet und Platzprobleme gar nicht erst aufkommen lässt. Und schließlich kann das Medion-Notebook mit einem DVD-Brenner auftrumpfen, den ebenfalls kein Rivale dieser Geräteklasse liefert.

© Josef Bleier

Das Medion Akoya P6685

All das bekommt der Käufer für lediglich 799 Euro – ein wirklich konkurrenzlos günstiger Preis. Da dürfte für die meisten Käufer auch das weniger lichtstarke Display zu verschmerzen sein; zumal es sich dabei um ein mattes Exemplar handelt, das von Reflexionen kaum betroffen ist. 

So toll das alles ist, auch Medion kann nicht zaubern. Der Hersteller muss also zwangsläufig an anderer Stelle sparen, und das tut er eindeutig beim Gehäuse. Das ist aus Kunststoff und wirkt im Vergleich zum Rest des Feldes wenig sexy. Dennoch segelt das Akoya als Testsieger durchs Ziel.

Fazit

Das Medion Akoya holt mit einem Punkt Vorsprung den Sieg in dieser Klasse. Das Gerät überzeugt vor allem bei Ausstattung und Leistung.

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