Digitale Fotografie - Test & Praxis
Spiegellose Systemkameras

Nikon Z6 vs. Sony A7 III: Sucher und Monitor

© Nikon / Sony / Montage: ColorFoto

(links) Nikon Z6: Das im Vergleich zur Sony höhere Gehäuse bietet Platz für größere Bedienelemente, was die Sicherheit bei Einstellarbeiten erhöht. Zum Wechsel zwischen Standbild und Video gibt es rechts vom Sucher einen Drehschalter. (rechts) Sony A7 III: Der Multifunktionswähler ist zugleich ein Einstellrad; den Richtungstasten lassen sich unterschiedliche Funktionen zuweisen.

Der OLED-Sucher der Sony A7 III bietet eine Auflösung von 786 432 RGB-Pixeln, eine 0,78-fache Vergrößerung und eine Bildfeldabdeckung von 100 Prozent. Brauntöne werden mit etwas zu hohem Rotanteil dargestellt, insgesamt aber passt die Farbwiedergabe. Was weniger gefällt: Der Sucher zeigt – vor allem beim Fokussieren – Moiré-Effekte, die sich an Motivstrukturen wie z. B. Dachziegeln durch Flimmern oder farbige Interferenzen bemerkbar machen. Je nach Motiv und Brennweite (Zoomstufe) sieht man das mal mehr, mal weniger. 

Die gute Nachricht: Bei der Bildwiedergabe im Sucher, mit oder ohne Lupenfunktion, ist vom Moiré nichts mehr zu sehen. Tipp: Wählen Sie imMenü (Einstellung 2, 2/7) als Anzeigequalität „Hoch“. So lässt sich das Moiré reduzieren, aber nicht völlig beseitigen. Der OLED-Sucher der Nikon Z6 kennt dieses Problem so gut wie gar nicht. Mit 0,8-facher Vergrößerung ist das Sucherbild noch etwas größer als bei der Sony A7 III, die Auflösung mit 1 230 000 RGB-Pixeln höher. 

Mehr lesen

Kaufberatung 2019

Sony, Fujifilm oder Olympus? Wer eine spiegellose Systemkamera kaufen will, hat die Qual der Wahl. Unsere Kaufberatung für 2019 hilft weiter.

Noch überzeugender ist, was man beim Blick durch das Sucherokular sieht – eine Schärfe, Farbwiedergabe und Natürlichkeit, die ihresgleichen sucht. Doch keine Rose ohne Dornen: Beim Filmen, egal ob in Full-HD oder 4K, ruckelt das Sucherbild der Nikon Z6 unübersehbar, bei der Sony dagegen nicht. Der TFT-Monitor der Z6 ist mit 3,2 Zoll so groß wie bei der Sony, löst aber höher auf: 786 432 RGB-Pixel gegenüber 480 000 RGB-Pixeln. Die Bildschirmdiagonale von 3,2 Zoll ist bei beiden Kameras identisch, vergleichbar auch der Schwenkmechanismus des Monitors: Das Bild lässt sich auch direkt von oben oder im 45-Grad-Winkel von unten betrachten. 

Bei beiden Kameras ist der Monitor touchfähig, Unterschiede gibt es im Umfang der Touchfunktionalität. Ein monochromes Statusdisplay an der Kameraschulter als zusätzliches Anzeigeinstrument besitzt nur die Nikon.

Mehr lesen

Chronologische Liste und Netflix-Links -

Neuerscheinungen in der Übersicht -

Vorschau auf Film- und Serien-Highlights -

Mehr zum Thema

Vollformatsensor

Die Vollformat-Topmodelle Canon EOS 5DS R, Nikon D850 und Sony Alpha 7R III stellen sich im Test. Welche Systemkamera kann uns überzeugen?
Spiegellose Vollformat-Systemkamera

Die Sony Alpha 7 III kombiniert Elemente der Profimodelle A7R III und A9 - und das für einen deutlich niedrigeren Preis. Hier unser Test.
Video
Teaser-Video und -Webseite

Nach Gerüchten und Leaks wird es jetzt endlich handfester: Nikon hat offiziell eine spiegellose Vollformat-Kamera angekündigt.
Nikons spiegellose Vollformat-Premiere

Nikon macht sich auf den Weg in die spiegellose Zukunft der Fotografie. Hier unser Test zur neuen Vollformat-Systemkamera Nikon Z7.
Spiegellose Vollformatkameras

In unserem Vergleich tritt die neue Canon EOS R gegen die Nikon Z7 und Sony A7R III an. Wer behält im Test der Vollformat-Kameras die Nase vorne?