Drei Modelle im Vergleich

Egreat A10

9.8.2017 von Reinhard Paprotka

ca. 2:15 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
  1. Netzwerk-Player Test 2017: Dune, Egreat und Xaiox
  2. Dune HD Solo 4K
  3. Egreat A10
  4. Xaiox R9 PLUS
  5. Fazit
Netzwerk-Player Egreat A10
Netzwerk-Player Egreat A10
© Egreat

Pro

  • Unterstützung aktueller Videoformate und voller BD-ISO Menüzugriff

Contra

  • Komplexe Einstellmöglichkeiten, geeignet für Video-Spezialisten

Fazit

video Magazin Testurteil: überragend, Preis/Leistung: sehr gut

Der Egreat A10 ist eine elegante Erscheinung. Das Metallgehäuse weist eine gebürstete Alu-Frontplatte mit solider Klappen-Scharnier-Konstruktion auf, hinter der sich ein HDD-Schacht verbirgt. Die Wertigkeit wird durch vergoldete HDMI- und AV-Anschlussbuchsen unterstrichen. Als Betriebsystem nutzt der der Egreat Android 5.1. 

Seine hohe Rechenleistung bezieht der Player aus dem Quad-Core-Pro- zessor 3798CV200 von HiSilicon. Damit fährt der A10 in nur 28 Sekunden hoch. Der Prozessor unterstützt auch Dolby Vision, allerdings muss Dolby für Media-Player erst die Lizenz erteilen. 

Bisher gibt es solche Lizenzen nur für TV-Geräte und 4K-BD-Player, Egreat hat aber angekündigt, Dolby Vision als Update anzubieten, sobald Dolby die Lizenz erteilt. In unserem Test spielte der A10 bei Dolby Vision-Videos nur den Standardteil ab, was der Kompatibilität gerecht wird.

Im Menü des A10 findet sich eine Reihe von 4K-Einstellungen, die für den Normalanwender eine Herausforderung bedeuten dürften. Mit 10 Bit Farbtiefe waren im Test Einstellungen von 444 mit 24 Hertz und 420 mit 60 Hertz wählbar. Dabei funktionierte das HDR10-Zusammenspiel am besten mit einem Fernseher der neuesten 8er-Serie von LG. 

Die Bildqualität mit HDR10 konnte uns voll überzeugen, Himmel-Farbübergänge gelangen sehr gut. Gleiches gilt für die Glättung von 8-Bit- Videos, allerdings wirkte die Glättung auch für ein Stufensignal in 10 Bit. Das sollte Egreat per Firmware korrigieren, Überarbeitung verdient auch das Format-Handling, denn unter bestimmten Bedingungen schaltet der Player schon mal von 10 Bit auf 8 Bit zurück, ohne dass das der Anwender merkt.

Bluray-ISO mit Full Menu

Auf der Frontplatte ist eine Reihe von Logos aufgedruckt, so auch das Bluray-Logo. Auf Basis dieser Lizenz kann der A10 BD-ISO-Files mit der Original-Menüstruktur wiedergeben, was in der Praxis recht gut funktioniert, und das sogar für das ISO der 4K-Bluray von „The Best Of 4K“. 

Seine Stärken bei der Wiedergabe zeigt der Egreat mit Videos. Selbst der Basis-Player holt sich Infos und Poster aus dem Web und bindet diese in eine Datenbank ein. Die Musikwiedergabe mit dem Basis-Player ist hingegen eher rudimentär und noch ausbaufähig, so gibt es etwa für die verlustfrei komprimierten FLAC-Dateien keine Anzeige von Tag-Infos und Coverfotos. 

Auch für SACD-Files und Multikanal-Audio ist der vorinstallierte KODI-Media-Player angesagt, SACD-ISO läuft mit beiden Playern nicht. Wirklich tragisch ist das freilich nicht, denn mit der Freeware Foobar2000 lassen sich SACD-ISO und DSD am PC ohne Klangeinbußen in Multikanal-FLAC umwandeln.

Netzwerk-Player Egreat
Fernbedienung, Netzwerk-Player Egreat A10, Screenshot
© Egreat

Die Fernbedienung des Egreat enthält fünf Tasten für das Anlernen von Befehlen anderer Geräte. Es fehlen separate Tasten für Play, Pause und Stop.

Der Egreat-Player ist in einem Metallgehäuse mit edler Alu-Frontplatte ausgeführt. Hinter der soliden Klappe befindet sich ein Schacht für 3,5-Zoll-HDDs, per Adapter lassen sich auch 2,5-Zoll-Platten einbauen, die weniger Wärme und Geräusche entwickeln

Der Egreat A10 bietet vielfältige Filminformationen nebst -Posterdarstellung. Dank der BD-Menüunterstützung kommen im Film enthaltene Text-Anzeigen in Deutsch.

Fatzit

Im Prinzip ist der A10 ein Media-Player der Superlative, auch weil Egreat ein Update auf Dolby Vision angekündigt hat. Das sollte auch das Handling vereinfachen. Der BD-ISO-Menügriff löst schon jetzt Begeisterung aus.

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