Vergleichstest

Netzwerk-Blu-ray-Player im Vergleich

17.4.2011 von Andreas Frank

Noch vernetzter, schlanker und multimedialer sollen die neuen Blu-ray-Player der großen TV-Hersteller sein. Wir haben die Top-Trends des Jahres aufgespürt und drei frisch aus Asien eingetroffene Scheibendreher getestet.

ca. 2:20 Min
Vergleich
  1. Netzwerk-Blu-ray-Player im Vergleich
  2. Vernetzte Welt & Fazit
  3. 3D, Netzwerke & Co.
  4. LG BD670
  5. Panasonic DMP-BDT310
  6. Samsung BD-D6900
brennendes Auto
Netzwerk-Blu-ray-Player im Vergleich
© Video-HomeVision

Die PlayStation 3 darf man in diesem Jahr einmal mehr als Trendsetter bezeichnen. Als sie vor vier Jahren auf den Markt kam, war sie der erste Blu-ray-Player, den sich auch Otto Normalverbraucher leisten konnte. Und wie wir heute sehen, war die Slim-Version vor eineinhalb Jahren wegweisend.

Sie trug das Schlankheitsstreben der von den TV-Herstellern in diesem Jahr auf den Markt gebrachten Blu-ray-Player schon im Namen. Panasonic, dessen Premium-Modell DMP-BDT300 noch gut sechs Zentimeter hoch war, hat beispielsweise den Nachfolger fast auf die Hälfte seiner Höhe reduziert. Das sieht todschick aus und passt zu den schlanken Fernsehern.

Wie auch bei den TVs müssen die Entwickler dadurch Kompromisse eingehen. So können etwa die Disc-Laufwerke nicht mehr so gut durch dicke Wände akustisch gedämpft werden, was sich durch ein Rattern beim Starten einer Disc bemerkbar macht.

Einsparpotenzial bietet vor allem auch die Analogton-Abteilung - in zweifacher Hinsicht. Um optimalen Klang zu gewährleisten, sind separate Audiosektionen mit erlesenen Bauelementen erforderlich, die nicht nur viel Platz einnehmen, sondern auch viel kosten. Mehrkanalton-Ausgänge findet man deshalb nur noch in den Premium-Modellen der TV-Hersteller. Panasonic und Samsung verzichten etwa sogar in allen neuen Modellen auf analogen Mehrkanal-Ton.

Denon, Marantz und Yamaha gehen einen anderen Weg: Bei den japanischen Herstellern steht Klang an erster Stelle. In massiven und geräumigen Gehäusekonstruktionen finden hochwertige Analogton-Abteilungen Platz. Dem Anspruch auf gutem Ton werden sie auch durch ein Universal-Laufwerk gerecht, das nicht nur 3DBlu-rays, sondern auch DVD-Audio-Discs sowie SACDs abspielt.

Präziser Ton über HDMI

Günstigere Player überlassen die Digital-Analog-Wandlung lieber den AVReceivern. Optimiert wird deshalb vor allem Tonübertragung per HDMI. HDMI ist die einzige Schnittstelle, die HD-Audio-Ton überträgt, aber ihren größten Feind im sogenannten Jitter besitzt. Dieses Taktzittern, das feine Ohren in einem nicht ganz präzisen Klangbild wahrnehmen, liegt an der fehlenden Audio-Clock bei der Digitalton-Übertragung per HDMI.

Nachdem Denon und Pioneer schon Systeme entwickelt haben, die jedoch nur mit firmeneigenen Produkten zusammenarbeiten, forscht Panasonic beständig nach dem Hersteller übergreifenden "Jitter Purifier", dessen Technik zur Rückgewinnung der Audio-Clock bei den 2011er-Modellen weiter verbessert wurde.

Die großen TV-Hersteller bauen anstatt einer großen Audio-Abteilung lieber einen TV-Tuner ein. Nachdem Panasonic im vergangenen Jahr die ersten Blu-ray-Rekorder mit eingebauter Festplatte auf den Markt gebracht hatte, zogen LG und Samsung mit einer Kombi aus Blu-ray-Player und HDTV-Rekorder samt eingebauter Festplatte nach.

In diesem Jahr weiten LG und Samsung ihr Angebot aus. Geräte mit Tunern für DVB-S oder für DVB-C und -T sind erhältlich. Ein CIPlus-Einschub ist integriert. Die Festplatte bleibt auf Wunsch für platzund preisbewusste Käufer draußen. Aufnahmen landen dann auf der externen Festplatte.

Der Trend hin zu Medienzentralen ist jedoch nahezu bei allen Blu-ray- Playern der großen Hersteller erkennbar. Auf Netzwerk-Funktionalitäten verzichten nur noch die absoluten Einsteigergeräte. Außer per LAN verbinden sich immer mehr Geräte drahtlos mit dem Heimnetz über den schnellsten WLAN-Standard n. Die Konfiguration wird dabei zunehmend leichter. WPS (Wi-Fi Protected Setup) baut per Knopfdruck oder PIN-Eingabe Kontakt zum Router auf.

Samsung geht einen Schritt weiter. Per "One Foot Connection" verbinden sich die neuen Player automatisch mit dem passenden Router der Koreaner, wenn Player und Router bei der Installation nicht weiter als einen "Fuß" voneinander entfernt stehen.

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