Netzwerkfestplatte

NAS Test 2016: 4 Profi-Modelle im Vergleichstest

NAS-Systeme mit vier internen Laufwerkseinschüben kommen im Büro und im Heimnetz für Fortgeschrittene zum Einsatz. Wir haben vier leistungsfähige 4-Bay-NAS-Geräte gegeneinander antreten lassen.

© shutterstock/hywards

Zentrale Netzwerkfestplatten sind von überall aus zugänglich. Wir haben vier NAS-Modelle im Test!

Ob im privaten Umfeld oder im Büro: Die zentrale Speicherlösung ist aus einem modernen lokalen Netzwerk kaum noch wegzudenken. Als einfache Netzspeicher-Lösung für Zuhause besitzen viele aktuelle Router-Modelle wenigstens eine USB-Host-Schnittstelle, an der sich externe USB-Speicher zentral im Netzwerk verfügbar machen lassen. Doch wer eine schnelle, sichere, speicherstarke und vor allem vielseitige Storage-Lösung im Netzwerk benötigt, kommt um ein eigenständiges NAS-Gerät nicht herum.

Bei NAS-Systemen für den professionellen Einsatz spielen außerdem noch einige zusätzliche Aspekte eine Rolle. Hierzu zählen unter anderem diverse Sicherungsmöglichkeiten der Daten samt Verschlüsselungsmöglichkeit und eine erhöhte Ausfallsicherheit des Geräts, wenn ein internes Laufwerk gewechselt wird, die Stromversorgung oder die LAN-Verbindung vorübergehend ausfallen.

32 TByte Speicherkapazität

Die Profi-NAS-Geräte in unserem Test stammen von den Herstellern Netgear, Qnap, Synology und Western Digital. Alle Geräte sind als Leergehäuse im Handel erhältlich und lassen sich mit bis zu vier internen Festplatten oder HDDs (Hard Disc Drives) bestücken. Nach dem Einbau von vier 6-TByte-HDDs stehen Ihnen folglich bis zu 24 TByte an Netzwerkspeicher im LAN bereit, sofern Sie kein RAID anlegen. Die Hersteller QNAP und Synology geben ihre NAS-Modelle sogar schon für die neuen (und noch recht teuren) 8-TByte-Festplatten frei, womit sich deren Gesamtkapazität sogar auf 32 TByte steigern ließe - zumindest theoretisch.

In der Praxis wird aber selten die gesamte interne Speicherkapazität einer NAS genutzt, sondern im Falle einer 4-Bay-NAS maximal drei Viertel der Gesamtkapazität. Alle vier internen Platten werden in der Regel in einem RAID-5-Verbund zusammengefasst, der die gespeicherten Inhalte redundant auf die einzelnen Laufwerke verteilt. So bleiben alle auf der NAS gespeicherten Daten selbst dann noch verfügbar, wenn eines der vier internen Laufwerke einen Defekt hat und ausfällt. In unserem Test haben wir alle NAS-Geräte mit jeweils vier 3,5-Zoll-WD-Red-Festplatten des Herstellers Western Digital eingerichtet und in der entsprechenden RAID-Version konfiguriert.

Sehr schön: Alle NAS-Leergehäuse erlauben einen schraubenlosen Einbau der 3,5-Zoll-HDDs. Für den Einbau von 2,5-Zoll-Platten oder SSDs liegen die benötigten Schrauben bei. Nur Western Digital sieht für sein NAS-Gerät ausschließlich HDDs im 3,5-Zoll-Format vor.

Lesetipp: System-Backup auf dem NAS speichern

Alle Testgeräte besitzen zwei Gbit-LAN-Ports, die entweder als separate Anschlüsse mit jeweils eigener IP-Adresse betrieben oder über verschiedene Link-Aggregations-Modi gebündelt werden. Je nach Konfiguration und vorhandener Netzwerkinfrastruktur kann Link Aggregation die Transferleistung und die Ausfallsicherheit einer NAS erhöhen.

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