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Mobilfunk-Discounter im Benchmark 2021

Wer versorgt seine Kunden am besten? Zusammen mit unserem Netztestpartner umlaut sind wir dieser Frage nachgegangen. Hier die Zahlen und Fakten zu unserem großen Benchmark- Vergleich günstiger Mobilfunkanbieter.

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Mobilfunk Discounter Benchmark 2021

Das Smartphone begleitet uns schon eine gefühlte Ewigkeit auf Schritt und Tritt. Auch auf dem Zebrastreifen (bitte nicht nachmachen ;-). Dass unterwegs ohne mobiles Internet nichts mehr geht, ist auch den Mobilfunk-Discountern zu verdanken.

Diese sogenannten MVNOs (Mobile Virtual Network Operator) greifen auf die Infrastruktur der Telefónica, der Telekom oder Vodafone zurück, schnüren aber eigene Tarifpakete, die meist auf preissensible Kunden zugeschnitten sind und damit der breiten Masse unterwegs erst den Zugang zu den sozialen Medien, Messengern und unzähligen anderen Internetdiensten ermöglicht haben.

Auf dem schier unüberschaubaren Mobilfunkmarkt tummeln sich von 1&1 über Aldi bis Tchibo zahlreiche Anbieter. Die Auswahl an Tarifen liegt nochmals um ein Vielfaches höher. Der verschärfte Wettbewerb kommt gerade preisbewussten Nutzern in Form moderater Monatsgebühren und zwar langsam, aber stetig verbesserten Leistungen wie größeren Datenpaketen für mobiles Internet zugute.

Klar: Wer bereits Zugang zu der jüngsten Mobilfunkgeneration 5G, die verfügbaren Datenraten im dominierenden LTE-Netz ausschöpfen und Premium-Service möchte, kommt an den leistungsstarken, meist aber auch kostspieligeren Tarifangeboten der drei Netzbetreiber auch weiterhin kaum vorbei.

Die 4G/LTE-Netze stehen mittlerweile allen Mobilfunkanbietern offen

Wer für den Smartphone-Tarif nicht zu viel ausgeben möchte, schaut sich bei den Mobilfunk-Discountern um. Die haben inzwischen auch eine ganze Menge zu bieten: Bereits für acht Euro sind da 3-GByte-Kontingente für mobiles Internet samt Telefonie- und SMS-Flatrate drin. Abgerechnet wird aber meist nicht monatlich, sondern im 28-Tage-Rhythmus. Zugang zu den mittlerweile bei allen drei Netzbetreibern durchweg mal mehr, mal weniger sehr gut ausgebauten 4G-Funknetzen gewähren alle Mobilfunk-Provider.

Unterschiede gibt’s allerdings in den maximal verfügbaren Datenraten im Down- und Uplink. Wie es um die Leistungsstärke von 17 namhaften Service-Providern und Discounter-Marken ohne eigene Mobilfunk-Infrastruktur steht, hat unser Netztestpartner untersucht. Unter anderem werden dabei Parameter wie die 4G/5G-Verfügbarkeit, die in der mobilen Smartphone-Nutzung bereitgestellten Datenraten und die Latenzen (Round Trip Time, RTT) ausgewertet.

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Mobilfunk Discounter Benchmark 2021

Die Masse macht’s: insgesamt 135 Millionen Messproben in 24 Wochen

Einer der großen Vorteile des angewendeten Crowd-Testverfahrens liegt in der breiten Datenbasis. In dem sechsmonatigen Erhebungszeitraum von November 2020 bis einschließlich April 2021 wurden 135 Millionen Messproben von 316.000 MVNO-Kunden erfasst. Dadurch ist gewährleistet, dass von allen untersuchten Mobilfunk-Discountern auch in der Fläche breit gestreute Fallzahlen in der für statistisch belastbare Aussagen erforderlichen Höhe vorliegen.

Die im Folgenden vorgestellte Auswertung zeigt, welche Mobilfunkleistungen die Smartphone-Anwender ungeachtet des gebuchten Tarifs, der verwendeten Endgeräte und ihrer Aufenthaltsorte von ihrem Anbieter unterm Strich erhalten haben.

Wichtig: Bewertungen der Tarife und Kosten sind nicht Gegenstand dieses Vergleichs. Hier verweisen wir auf unsere Schwesterzeitschrift connect, die unter anderem auch die Tarife der Mobilfunk-Provider regelmäßig analysiert und abhängig von Nutzerprofilen Empfehlungen gibt.

Lesetipp: Mobilfunk-Discounter: Tarife, Netzqualität und Service im Test

Testverfahren: Die Crowdsourcing-Methodik

Die Überprüfung des Leistungsstands der Mobilfunk-Discounter beruht auf einem international anerkannten, ständig weiterentwickelten Crowdsourcing-Testverfahren unseres Netztestpartners umlaut.

Im Zusammenhang mit Netztests bedeutet Crowdsourcing, dass die ausgewerteten Daten von einer großen Anzahl an Smartphone-Anwendern stammen. Dazu erfassen die in zahlreichen beliebten Apps hinterlegten Messroutinen während der alltäglichen Nutzung im Hintergrund die benötigten Parameter.

Im Fall unseres Checks der Mobilfunk-Discounter hat unser Netztestpartner KPIs (Key Performance Indicator) aus den Bereichen Breitbandversorgung, Datenraten und Verzögerungszeiten (Latenzen) untersucht. Dabei werden im 15-Minuten-Raster Messungen durchgeführt, gebündelt und an die umlaut-Server übertragen.

Die Reports umfassen nur wenige Bytes, sodass die Übertragung das Datenvolumen nicht nennenswert belastet. Die anonymisierte Datenerhebung erfolgt nur nach vorheriger Zustimmung des Nutzers.

Unbrauchbare Samples, die beispielsweise bei aktiviertem Flugmodus oder über WLAN erfasst wurden oder die festgelegten Mindestanforderungen unterschritten haben, filtert das Auswertungsverfahren aus.

Über einen 24-wöchigen Erhebungszeitraum vom 16.11.2020 (KW47) bis zum 02.05.2021 (KW17) entsteht ein umfassendes Bild über die Netzleistungen, die die Kunden der Mobilfunk-Discounter an ihren Standorten, in ihren Tarifen und mit ihren Endgeräten genutzt haben.

Um den kontinuierlichen Veränderungen im Mobilfunk Rechnung zu tragen, wird das Crowd-basierte Test- und Auswertungsverfahren ständig weiterentwickelt. Das aktuelle Framework beleuchtet die Breitbandversorgung unter drei Aspekten: Die Reichweite beschreibt den Anteil der Flächensektoren, in denen die Netzbetreiber (MNO) den Nutzern überhaupt 4G/5G-Zugang geboten haben.

Das ebenfalls flächenbezogen ermittelte Verhältnis zwischen den Proben mit 4G/5G-Zugang und allen Samples bildet das zweite Kriterium ab – die Qualität der Breitbandversorgung. Welche 4G/5G-Kapazitäten die untersuchten MVNOs an ihre Nutzer weitergeben konnten, beschreibt der dritte Parameter – Zeitanteil der Breitbandversorgung.

Neuerscheinungen in der Übersicht

Unsere Übersicht zeigt neue Filme, Serien und Highlights auf Netflix - im Juni u.a. mit Joker, Lupin S2, Spider-Man: Far from Home und Élite S4.

Die darüber hinaus analysierten Datenraten und Latenzen wurden für eine leichtere Orientierung in anwendungstypische Leistungsklassen unterteilt. Basis-Internet ab zwei MBit/s im Download gilt als Mindestvoraussetzung für Websurfen in erträglicher Geschwindigkeit.

Die Untergrenze für HD-Video liegt bei fünf MBit/s, für UHD-Video bei 20 MBit/s. Die Prozentangaben in unserer Tabelle geben an, wie hoch der Anteil der Samples ist, der die festgelegten Mindestwerte erreicht oder überschritten hat.

Bei den Latenzen erachten wir Round-Trip-Zeiten bis zu 100 Millisekunden als geeignet für OTT-Sprachdienste wie WhatsApp-Telefonate. Dementsprechend taugen Latenzwerte unter 50 Millisekunden in unserem nutzerorientierten MVNO-Benchmark für mobiles Gaming.

Jetzt schauen wir uns die einzelnen Anbieter nacheinander an:

MVNO-Benchmark 2021: 1&1, Aldi Talk, Ay Yildiz & Blau

Mehr lesen

Chronologische Liste und Netflix-Links -

Neuerscheinungen in der Übersicht -

Vorschau auf Film- und Serien-Highlights -

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