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Heimkino

Mitsubishi HC3200

Inhalt
  1. Beamer im Test
  2. Mitsubishi HC3200
  3. LG AF115
  4. Sony VPL-HW20
  5. Standpunkt

Der Einsteiger

Mitsubishis HC3200 arbeitet mit DLP-Technik, ist kompakt und verspricht einen guten Einstieg in knackscharfes Heimkino. Seine Größe prädestiniert ihn für den mobilen Einsatz.

Vor Kurzem überraschten Mitsubishis Ingenieure damit, dass sie, nachdem sie jahrelang Heimkino-Projektoren nur mit LCD-Technik gebaut hatten, wieder zur DLP-Technik zurückfanden, mit der sie einst begonnen hatten.

Damit sind die Japaner die Einzigen, die sich mit allen drei aktuellen Technologien für digitale Projektion auseinandersetzen: im Einsteigersegment mit 1-Chip-DLP, in der Mittelklasse mit transmissiven, traditionellen LCDs und bei der neuen Topmaschine HC9000 mit reflektiven LCDs (LCoS).

Kleiner Spross

Optimale Einstellungen

Gamma Modus: KinoKontrast: 0Helligkeit: 0Schärfe: 0Farbe: 0Tint: 0Farbtemperatur: variabelReferenz: StandardKontrast R/G/B: 0/-3/-2Helligkeit R/G/B: 2/0/0Lampenmodus: StandardVoreinstellung: AutoVollbild: 100%Farbverwaltung: einRot Verstärkung/Sättigung: 0/-1Grün Verstärkung/Sätt.: 0/-3Blau Verstärkung/Sättigung: -20/0Cyan Verstärkung/Sättigung: -3/0Gelb Verstärkung/Sättigung: 4/-5Magenta Verstärkung/Sättigung: -8/0

Video-HomeVision testet hier mit dem HC3200 den kleinsten Spross der aktuellen Heimkino-Produktpalette. Er stellt eine leicht abgespeckte Version des HC4000 dar. Den größten Unterschied gibt es dabei im teuersten Bauteil des Projektors, dem Objektiv.

Konnte dieser mit einer asphärischen, vergüteten Hybridoptik glänzen, die man eher in teureren Produkten vermutet, muss der HC3200 für seinen Einsteigerpreis von kaum 1.000 Euro mit einer einfacheren Version des Linsensystems auskommen. Und er macht seine Sache gut. Die Verstellringe laufen weich und präzise wie bei einer guten Kamera, der Fokus liegt plan auf der Leinwandebene und die Abbildung gelingt scharf bis in die Ecken.

Bis zum Rand zeigt sich kaum chromatische Aberration (Regenbogenkonturen), aber völlig verzerrungsfrei ist das Bild nicht, wenngleich der "Durchhänger" in der Mitte weniger als ein Prozent der Bildhöhe beträgt und kaum auffallen dürfte.

Grosse Ähnlichkeit

Testurteil:

Mitsubishi HC3200

€ 1.000; www.mitsubishi-vis.de

+ harmonisches Bild, gute Farben+ kompakt, dadurch mobil+ BrilliantColor schaltbar- kein Lensshift, kleiner Zoom

Gesamtwertung: gut 70 %

Preis/Leistung: überragend

Auf der elektronischen Seite ähneln sich die beiden Beamer wie ein Ei dem anderen. Sogar die Farbraumkorrektur des großen Bruders bietet der kleine, wenngleich der Farbraum nie ganz auf Norm zu bringen ist. Mit wenig Nachjustage lassen sich aber Farbbalance und Gamma perfektionieren. Er verarbeitet DeepColor bis 36 Bit bei RGB und YUV 4:4:4.

Der HC3200 wirkt etwas lauter als das größere Modell. Kontrast und Schwarzwert sind für diese Preisklasse vom Feinsten. DLP-typische False- Contour-Effekte kennt er gar nicht. Wer mehr Helligkeit braucht, weil er etwa mit Freunden den Projektor im nicht komplett verfinsterten Raum zum Spielen mit der Konsole verwendet, der kann die Helligkeit per BrilliantColor-Regler zulasten der Farbsättigung signifikant steigern.

Der Mitsubishi HC3200 ist ein kompakter Allrounder, der sich vor allem auch als mobile Lösung anbietet und für wenig Geld eine erstaunliche Bildqualität zaubert.

Spiegel als Lichtventil

© Video Homevision

Spiegel als Lichtventil

Die Projektoren mit dem höchsten Wirkungsgrad nutzten schon immer Spiegeltechniken. Das begann in den 50er-Jahren mit dem reflektierenden Ölfilm der Eidophor-Projektoren. Heute nutzt man Siliziumspiegel in der DLP-Technik. Millionen Nanospiegel, die sich schnell kippen lassen, modulieren das Licht.

LCoS-Chips wie SXRD von Sony oder D-ILA von JVC arbeiten mit einem "Teich" von Flüssigkristallen auf einem Siliziumchip, der die Kristalle elektrisch moduliert. Durch die Spiegelung halbiert sich die Zahl der benötigten Polarisationsfilter gegenüber traditionellen LCD-Panels.

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