Windows 10 ARM Notebooks

Microsoft Surface Pro X und Samsung Galaxy Book S im Vergleich

Für die Ende 2017 ins Leben gerufene Plattform Windows 10 on ARM gibt es nun auch konkurrenzfähige Hardware. Wir haben uns die Always Connected PCs von Microsoft und Samsung einmal genauer angesehen.

Inhalt
  1. Microsoft Surface Pro X und Samsung Galaxy Book S im Vergleich
  2. Microsoft Surface Pro X im Vergleich
  3. Samsung Galaxy Book S im Vergleich

© Microsoft / Samsung / Montage: PC Magazin

ARM-Plattform: Notebooks always-on von Microsoft und Samsung im Vergleich

Die Idee an sich ist bestechend: Man nehme ein besonders schlankes und leichtes Notebook, verbaue darin einen energiesparenden ARM-Prozessor, der dank rein thermischer Kühlung ohne Lüfter auskommt und im Akkubetrieb sehr lange durchhält, und kombiniere das Ganze mit einem LTE-Modem, sodass man auch ohne WLAN überall ins Internet kommt. 

Fertig ist das Konzept mit der griffigen Bezeichnung Always Connected PC. Soweit die Theorie. Doch in der Praxis war der Start der Windows 10 on ARM getauften Plattform dann doch überaus holprig. Denn als Microsoft und Qualcomm ihre gemeinsamen Überlegungen im Spätherbst 2017 öffentlich machten, gab es zunächst weder einen wettbewerbsfähigen Prozessor noch ein vorzeigbares Referenzgerät. 

Erst ein Jahr später wurde mit dem Snapdragon 8cx eine leistungsfähige CPU vorgestellt, die mit den speziellen Bedürfnissen eines PCs besser zurechtkommt. Und anschließend ging fast noch ein ganzes weiteres Jahr ins Land, bis Samsung und Microsoft endlich die ersten ARM-basierten Mobilrechner präsentierten, die dann auch hierzulande den Weg in den Handel gefunden haben.

Dabei verfolgen die Hersteller ganz unterschiedliche Design-Ansätze: Das Galaxy Book S kommt als Klapprechner klassischer Prägung daher – allerdings mit besonders kompakten Abmessungen und einem bei diesem Formfaktor noch ungewöhnlichen Touchscreen.

Beim Surface Pro X handelt es sich dagegen um ein flexibles Tablet, welches per Andock-Tastatur ganz einfach zum vollwertigen Notebook- Ersatz mutiert. Unterschiedlich sind auch die Preise. Denn während Samsungs Ultrabook mit knapp 1100 Euro zu Buche schlägt, kann man für das 2-in-1-Tablet von Microsoft, je nach Konfiguration, deutlich mehr ausgeben.

Gemeinsam ist beiden Geräten die eingeschränkte Softwareauswahl. Deshalb sollte man vor dem Kauf genau prüfen, ob das Windows-10-on-ARM-Konzept den eigenen Nutzungsansprüchen auch wirklich gerecht wird.

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Windows 10 on ARM: Die Tücke steckt im Detail

Windows-Notebooks mit Qualcomm-Prozessoren stoßen technisch an Grenzen, die es in der Intel-Welt nicht gibt.

Zwei Probleme verfolgen die Windows-10-on-ARM-Plattform von Beginn an: Performance und Kompatibilität. Ersteres scheint der Chiplieferant Qualcomm nun mit der aktuellen Chipgeneration einigermaßen in den Griff bekommen zu haben. 

Der Snapdragon 8cx, auf dem auch Microsofts getunter Prozessor SQ1 basiert, liefert deutlich mehr Power, sodass jetzt auch anspruchsvollere Programme flüssiger laufen. Der direkte Vergleich mit Intel-basierten Notebooks ist aufgrund der unterschiedlichen Architektur aber nicht möglich. Entscheidende Benchmarks laufen auf der ARM-Plattform nicht. 

Für die Bewertung dieser Testkategorien sind also eigene Benchmarks vonnöten. Die Praxiserfahrungen legen nahe, dass Qualcomm mit dem Snapdragon 8cx den Leistungsabstand verkürzen konnte. Das zweite Problem betrifft die Software. So können Windows-10-on-ARM-Geräte nur native ARM-Anwendungen ausführen – und davon gibt es im Microsoft Store nur eine überschaubare Anzahl.

x86-Software lässt sich zwar mit Leistungseinbußen emulieren, aber nur, wenn es sich um 32-Bit-Anwendungen handelt. Das Gros der für 8086-CPUs kompilierten 64-Bit-Programme bleibt also außen vor. Ein Problem, an dem vor Jahren bereits das Betriebssystem Windows RT gescheitert ist. Ob dem Qualcomm-basierten System dasselbe Schicksal droht?

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Hardware hui, Software pfui. Ganz so einfach ist die Sache natürlich nicht, aber die Tendenz ist klar: Das Konzept der Windows-10-on-ARM- Plattform leidet nach wie vor an den Einschränkungen bei der Nutzung klassischer x86-basierter Programme – auch wenn viele gängige Standard-Apps für die Intel-freie Windows-10-Variante verfügbar sind. 

Wer sich dennoch für die Plattform begeistern kann, hat die Qual der Wahl: Soll es ein Tablet mit Tastaturcover sein oder das klassische Notebook-Format – beide Geräte sind extrem schlank und hochwertig verarbeitet. Das Surface Pro X ist insgesamt flexibler nutzbar, die Preis-Leistungs-Wertung geht jedoch eindeutig an Samsung – wobei man auch den „Always Connected PC“ aus Korea nicht direkt als Schnäppchen bezeichnen kann.

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