Heimkino

LG AF115

10.3.2011 von Raphael Vogt

ca. 2:10 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
  1. Beamer im Test
  2. Mitsubishi HC3200
  3. LG AF115
  4. Sony VPL-HW20
  5. Standpunkt

Die goldene Mitte

LG ist noch relativ neu im Heimkino-Projektor-Geschäft und schafft es neuerdings durch den Einsatz von SXRD-Technik zum kleinen Preis, eine steigende Fangemeinde zu finden.

Für einen Newcomer fährt der koreanische Hersteller LG große Geschütze zu einem erstaunlich kompakten Preis auf. Der AF115 basiert im Kern aus Sonys LCoS-Technik (Liquid Crystal on Silicon), die sich dann SXRD (Silicon X-tal Reflective Display) nennt. Das verspricht größten Wirkungsgrad und damit Helligkeit bei maximalem Kontrast, da sich auch ein hervorragender Schwarzwert erreichen lässt.

Andererseits sind diese reflektierenden Riesenchips teuer, erfordern einen aufwendigen Abgleich nach der Produktion und benötigen relativ viel Platz. Daher sind LCoSProjektoren bislang stets relativ groß, teuer und eher im High-End-Segment anzutreffen.

Gute Verarbeitung

Optimale Einstellungen

Bildmodus: Experte1Kontrast: 50Helligkeit: 50Schärfe: 50Farbe: 48Farbton: 0Neuer Kontrast: ausFrische Farben: ausReal Cinema: einSchwarzwert: hochGamma-Modus: VorgabeEinstellungen: mittelWeißabgleich: warmRGB Kontrast: 8/0/-2RGB Helligkeit: 0/0/-5

Das Gehäuse wirkt gut verarbeitet. Pfiffig integriert sich das Lensshift-Rad in den Deckel und erlaubt eine vertikal erstaunlich weit verschiebbare Bildebene. In Verbindung mit dem guten Zoom-Bereich ermöglicht das eine extrem flexible Installation des AF115.

Als die Tester ein Gitter auf die Leinwand warfen, konnten sie aber sehen, dass der niedrige Preis seinen Tribut auf der Seite des Linsensystems zollt, denn die pixelscharfe Darstellung teurer SXRD-Projektoren kann der LG bei diesem Preis nicht bieten.

Trotzdem sind die einzelnen Bildpunkte gut zu erkennen, und es kommt nicht zu Verzerrungen der Geometrie. Die Panels des Testgerätes waren nicht perfekt konvergiert, was ebenfalls ein wenig Schärfe kostet.

An Elektronik scheinen die Entwickler nicht gespart zu haben, immerhin prangen die Markenzeichen von Silicon Optix und ISF auf der Front. Ersteres steht für ein feines Paket aus De-Interlacer und Scaler, die gemeinsam für ein stets stabiles, kontur- und detailscharfes Bild sorgen, selbst von alten, analogen Quellen. ISF steht für die Imaging Science Foundation und avisiert eine Vor-Ort-Kalibrierung durch einen "Calibrator" genannten Techniker.

Gutes Filtermanagement

Testurteil:

LG AF115

€ 1.700; www.lg.de

+ sehr flexibles Objektiv+ hohe Helligkeit+ guter Kontrast- maximale Detailschärfe

Gesamtwertung: gut 72 %

Preis/Leistung: sehr gut

Tatsächlich ließen sich Farbbalance, Farbmischung und Gamma quasi auf den Punkt bringen, was für ein gutes Filtermanagement im LG-Beamer spricht. Dumm nur, dass der AF115 einen übergroßen und leider nicht korrigierbaren Farbraum zeigt, weshalb alles stets etwas bunter aussieht, als es sein sollte.

Der AF115 bietet die wichtigsten LCoS-Tugenden zum Einstiegspreis, ist schön hell, flexibel durch Lensshift aufstellbar und zeigt ein etwas zu farbintensives, sonst aber ausgewogenes und angenehm ruhiges Bild.

Bild-Schieber

Bild-Schieber
Bild-Schieber
© Video Homevision

Normalerweise baut man einen optischen Pfad rein koaxial und gerade. Aber dann müsste der Projektor immer genau auf Höhe der Mitte der Leinwand aufgestellt werden - das ist selten praktikabel. Preiswerte Projektoren bieten heute einen festen optischen Versatz. Flexiblere Beamer verfügen über einen verstellbaren Offset per Lensshift.

Das erfordert aber eine erheblich komplexere Objektivkonstruktion mit wesentlich größeren Linsen, was teurer ist. Tipp: Vermeiden Sie Zoom im Weitwinkelbereich mit stark eingestelltem Lensshift, dann kann es am Rand bereits zu negativen Effekten kommen.

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