34-Zoll-Bildschirme

Curved-Monitore im Vergleichstest: LG vs. Philips vs. Samsung

19.8.2016 von Matthias Metzler

Gebogene Bildschirme sind neben 4K-Displays derzeit der größte Trend im Monitor-Business. Eignen sich die Geräte für den Unternehmenseinsatz? Wir haben 34-Zoller von LG, Philips und Samsung im Vergleichstest.

ca. 2:00 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
  1. Curved-Monitore im Vergleichstest: LG vs. Philips vs. Samsung
  2. LG 34UC98-W im Test
  3. Philips BDM3490UC im Test
  4. Samsung S34E790C im Test
LG 34UC98
Curved-TVs haben vor rund zwei Jahren das Licht der Welt erblickt und erobern langsam die Wohnzimmer. Gelingt das auch den Computerbildschirmen?
© LG

Die Anforderungen an einen professionellen Business-Monitor sind vielfältig. Vom sparsamen Einstiegsmodell bis hin zum individuell kalibrierbaren High-End-Monitor für Grafikprofis ist die Spanne weit gefächert. Wie passen gebogene 34-Zoll-Geräte hier ins Bild? Der wesentliche Unterschied eines Curved-Monitors zu einem flachen Modell besteht im konkav gewölbten Bildschirm. Auch wenn dieser Wölbungsradius gering ist (meist 3.000 bis 4.000 mm), zeigt er deutlich Wirkung: Das Bild erscheint größer, plastischer und natürlicher. Langfristig soll das ein ermüdungsfreies Arbeiten ermöglichen. Dieser Effekt funktioniert gleichwohl nur bei größeren Bildschirmdiagonalen. Von kleinen 24-Zoll-Curved, die derzeit auch im Markt sind, raten wir ab: Die Unterschiede zu einem flachen Monitor sind dann einfach zu gering. Generell sollte man nicht zu weit seitlich vor dem Gerät sitzen, denn dann kann es zu unerwünschten Verzerrungen kommen.

Aus zwei mach eins

Ein handfester Vorteil der getesteten 34-Zoll-Geräte dürfte das Format sein. Ihr Seitenverhältnis von 21:9 räumt mehr Bildfläche ein als ein Gerät im klassischen 5:4- oder 16:9-Format. Die Displayfläche kommt mit einer Auflösung von 3.440 x 1.440 Pixeln (UltraWide bzw. Ultra WQHD). Damit erreichen sie zwar nicht ganz die Auflösung von 4K-Displays (3.840 × 2.160 Pixel), bieten aber trotzdem reichlich Platz für Bildelemente. Das können etwa drei ganzseitige DIN-A4- Dokumente oder mehrere geöffnete Windows- Fenster gleichzeitig sein.

Lesetipp: Curved-TVs und -Monitore - die Vorteile

Ein zweiter Monitor, den viele Anwender derzeit noch zur Darstellung von Werkzeugen, Paletten oder E-Mails einsetzen, kann entfallen. Neben dem reduzierten Aufstellungs- und Verkabelungsaufwand wird auch die Ergonomie verbessert. Bei einer Zwei-Bildschirm-Lösung stehen die beiden Displays stets in einem bestimmten, nicht immer optimalen Winkel zueinander. Zudem stören die Geräterahmen, die beide Bildschirmflächen logischerweise voneinander trennen. Bei einem UltraWide-Display fallen diese Probleme weg.

Ergonomie zahlt sich aus

Wer mit einem Curved liebäugelt, sollte die Arbeitsergonomie nicht vergessen. Dazu zählt eine Höhenverstellung, um den Monitor auf den jeweiligen Anwender einzustellen. Dass Curved-Monitore sich nicht mit einer Pivotfunktion um 90 Grad drehen lassen, ist Absicht. Die Wölbung ist bewusst auf eine horizontale Ausrichtung ausgelegt. Außerdem sollte man sich vor dem Monitorkauf von der Leistungsfähigkeit aller Zuspieler überzeugen: Ältere Notebooks und Desktop-PCs können teilweise die UltraWide-Auflösung nicht verarbeiten, vor allem bei Grafikprozessoren, die in der CPU integriert sind, kann das sein oder wenn schlichtweg moderne Anschlüsse fehlen.

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Quelle: PC Magazin
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