Schaltzentrale

NAS - Leistungstest

21.6.2011 von Günter Pichl

ca. 2:05 Min
Vergleich
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  1. Vergleichstest NAS-Systeme
  2. NAS - Leistungstest
  3. NAS - Funktionsvielfalt

Die im Vergleich zu PCs und Servern teils doch deutlich geringere Rechenleistung machte sich im Test nicht nur in Hinblick auf den Stromverbrauch bemerkbar. Am unteren Ende der Leistungsskala rangieren die Geräte mit Embedded Prozessoren auf ARM-Basis. Häufig anzutreffen ist dabei Marvels Kirkwood-CPU, bzw. dessen Nachfolger "Aramda". Alleine - ohne Peripherie und Platten - begnügen sie sich mit ein paar Watt.

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Übersichtlich und klar strukturiert, präsentiert sich das Web-Interface der Synology-NAS.
© PC Magazin

Allerdings kommen die Stromsparwunder auch recht schnell an die Grenzen, wenn es um maximale Übertragungsleistung geht. Bestenfalls 70 MByte/s wollten bei unseren Tests übers Kabel. Sobald zusätzliche Arbeit in Form eines RAID-5,-6 oder -10 anfällt, geht die reale Datenübertragungsrate nochmals gehörig in die Knie.

Für die Leistungstests griffen wir zunächst auf Intels Performace Toolkit zurück, der diverse Übertragunsszenarien simuliert. Zum anderen kopierten wir einen 50 GByte großen Dateimix, der sich aus wenigen kByte großen Dokumenten über MByte-große Bilder und mp3-Dateien bis hin zu riesigen HD-Videos im GByte-Bereich zusammensetzte.

Übertragungsraten

Am deutlichsten tratt das Leistungsmanko schwacher Hardware bei Seagates Black Amor NAS 440 zu Tage. Das 12-TByte-Monstrum - durch RAID-5 bleiben davon gut 8 TByte nutzbare Plattenkapazität übrig - bringt es in der Praxis im Schreibbetrieb gerade mal auf 12 MByte/s. Bis damit alle 8 TByte über die Leitung schleichen, vergehen bei der gemessenen Übertragungsrate beim 50-GByte-Dateimix fast acht Tage.

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Netgear ReadyNAS Ultra 4 Plus, 489 Euro.
© PC Magazin

Auch die Buffalo LinkStation Pro Quad ist trotz ihres modernen Armada-Kerns nicht gerade ein Geschwindigkeitswunder. Kaum schneller als die Seagate-NAS nervt sie zudem mit einem teils qäulend langsamen Aufbau des Web-Frontends.

Pro

  • vier Laufwerkseinschübe
  • integriertes Netzteil

Contra

  • schwache Benutzerverwaltung

Spürbar flotter ging da Iomegas StoreCenter ix - ebenfalls Marvel-getrieben - zu Werke. Im praktischen Betrieb in RAID-5-Konfiguration erreichte sie beim Schreiben gut 20 MByte/s, beim Lesen sogar etwas über 30 MByte/s.

Deutlich mehr Power bieten in dieser Hinsicht NAS-Systeme auf Atom-Basis. Vor allem die Dual-Core-Varianten D510 und D525 bürgen für spürbar mehr Rechenleistung, die sich vor allem im RAID-5-Betrieb bemerkbar macht.

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Allerdings ist auch der Stromverbrauch spürbar höher. So zeigte die Thecus N4200Pro mit Atom D525-Prozessor eine sehr gute Performance, die auch in RAID-5-Konfiguration an die Grenze der GBit-Ethernet-Kapazität schrammte. Dafür ist sie mit 50 Watt Verbrauch auch kein Kostverächter.

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Iomega StoreCenter ix4-200d, 869 Euro.
© PC Magazin

Allerdings bezieht sich diese Leistung auf eine Bestückung mit vier schnellen Seagate-Constellation-ES-Platten, von der jede einzelne schon im Leerlauf rund 6,5 Watt konsumiert. Solange die NAS die Platten nicht schlafen schickt, entfallen also bereits 26 Watt nur auf die Datenträger.

Pro

  • 8-TByte-Festplatte
  • gute Übertragungsrate
  • intuitive Benutzerführung

Contra

  • wenig Schnittstellen

Freilich kann man auch darüber streiten, wieviel Übertragungsleistung tatsächlich erforderlich ist. Will man ausschließlich Musik hören sowie Bilder und Videos betrachten, macht es in der Praxis nur wenig Unterschied, ob die NAS Daten mit 15, 30 oder gar 100 MByte/s liefert.

Kopiert man jedoch große Datenmengen - wie zum Beispiel umfangreiche Musik- oder Videobestände wird die Datenbummelei schnell nervenaufreibend. Ebenso schwer tun sich langsame Exemplare, wenn mehrer Nutzer gleichzeitig auf die Datenträger zugreifen.

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