Breitband Tarif-Check 2021

DSL- und Kabel-Tarife im Vergleich

5.2.2021 von Claudia Frickel

1&1, Telekom, Vodafone und Co. - wer bietet schnelles Internet zum besten Preis? Unser Tarif-Check 2021 vergleicht 8 Verträge für Kabel und DSL.

ca. 5:00 Min
Vergleich
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  1. DSL- und Kabel-Tarife im Vergleich
  2. DSL/Kabel-Tarife im Vergleich: Ergebnisse & Fazit
DSL-Tarife: 9 Provider im Vergleich
DSL-Tarife: 8 Provider im Vergleich
© alphaspirit / shutterstock.com

Serien, Filme und Musik streamen, Videotelefonate führen, E-Mails schreiben, ins Büro-Netzwerk einloggen und die Eltern übers Festnetz anrufen: Mit Kombi-Paketen fürs Internet und Telefon können Nutzer daheim surfen und telefonieren. Aber was genau bieten die Provider? Wir haben folgende acht günstige Angebote in unserem Tarif-Check 2021 verglichen.

  • 1&1 DSL 50
  • Telekom Magenta Zuhause M
  • Vodafone Red Internet & Phone 50 DSL
  • EWE DSL 50
  • Vodafone Red Internet & Phone 50 Cable
  • O2 myHome M
  • Eazy 40
  • PŸUR 20

Auf dieser Seite geben wir einen Überblick über den aktuellen Stand in der Tarifwelt. Auf der nächsten Seite lesen Sie die Ergebnisse unseres DSL/Kabel-Tarif-Vergleichs.

Sie haben gleich eine Videokonferenz mit den Kollegen, Ihre Tochter will Spotify-Songs streamen, und der Sohn schaut YouTube-Videos. Damit die Verbindung nicht quälend langsam wird oder das Bild beim Videotelefonat einfriert, brauchen Sie Internet mit einer guten Bandbreite.

50 MBit/s reichen meist aus, wenn Sie nicht gerade ständig HD-Filme streamen oder aufwendige Multiplayer-Online-Games spielen. Damit können Sie bequem zum Beispiel Netflix-Serien oder Mediathek-Filme ansehen sowie skypen und zoomen, surfen und mailen. Wollen Sie ab und zu auch übers Festnetz telefonieren, brauchen Sie ein Kombi-Paket.

Breitband Tarif-Check 2021 - EWE Screenshot
Das Paket von EWE enthält einen Cloud- und E-Mailspeicher, aber sonst wenige Extras.
© Screenshot / Montage: PCgo

Tarife mit 50 MBit/s und Telefonanschluss haben viele Provider im Angebot. Aber diese bringen jeweils andere Konditionen mit, etwa mit und ohne Telefon-Flat ins Festnetz sowie eine oder mehrere Rufnummern. Die größten Unterschiede gibt es bei der zusätzlichen Ausstattung und den Extras.

Wir haben acht günstige Pakete von sieben Providern unter die Lupe genommen, entweder mit DSL- oder Kabel-Internet. Darunter sind große Anbieter, etwa Telekom und Vodafone, aber auch kleinere wie Eazy. Gab es keinen 50-MBit/s-Tarif, wählten wir den, der am nächsten dran war.

Weitere Voraussetzung war, dass die Anbieter ein großes Verbreitungsgebiet abdecken. Prüfen Sie auf der jeweiligen Webseite, ob ein Tarif an Ihrem Wohnort verfügbar ist. Die Kosten sind nicht in unsere Bewertung eingeflossen, nur in die Preis-Leistungs-Note. Es gibt aber deutliche Unterschiede: Das teuerste Angebot der Telekom ist mehr als doppelt so teuer wie das günstigste Paket im Test, das von Pÿur.

Zum besseren Vergleich haben wir den Gesamtpreis für zwei Jahre nach einem Neuanschluss errechnet, denn so lange müssen sich Kunden meist vertraglich verpflichten. Nicht berücksichtigt haben wir kurzzeitige Angebote oder Sonderaktionen.

Breitband Tarif-Check 2021 - Eazy Screenshot
Eazy konzentriert sich auf das Kernangebot mit Internet und Telefonie; Extras gibt es kaum.
© Screenshot / Montage: PCgo

Das Tempo bei Down- und Upload

Die meisten Tarife im Test bieten eine Download-Geschwindigkeit von 50 MBit/s. Nur bei Eazy und Pÿur müssen Kunden Abstriche machen: Sie surfen nur mit 40 bzw. 20 MBit/s. Die Provider heben jeweils die Downstream-Bandbreite hervor. Sie ist wichtig, wenn Sie etwas herunterladen oder streamen.

Das Upload-Tempo liegt immer darunter. Es spielt eine Rolle, wenn Sie große Dateien per E-Mail verschicken oder bei einem Cloud-Dienst hochladen. Je geringer es ist, desto länger dauert das. 10 MBit/s Upload-Geschwindigkeit bieten 1&1, Telekom, EWE, O2 sowie Vodafone in seinem DSL-Tarif.

Im Kabel-Tarif dieses Anbieters gibt es aber nur eine Upload-Bandbreite von fünf MBit/s, genau wie bei Eazy. Bei Pÿur ist es nur ein MBit/s. Wollen Sie mehr, müssen Sie auf besser ausgestattete Tarife zurückgreifen.

Breitband Tarif-Check 2021 - O2 Screenshot
O2-DSL-Kunden können den Tarif auch ohne Vertragslaufzeit buchen.
© Screenshot / Montage: PCgo

Telefonieren mit und ohne Flatrate

Eine Flatrate für Anrufe ins Festnetz gehört bei den meisten Kombi-Paketen zum Standard. Nutzer brauchen nicht zu überlegen, wie lange das Gespräch mit Oma oder der besten Freundin dauert. Bei Eazy und Pÿur ist das anders: Sie zahlen für jede Gesprächsminute.

Anrufe ins Mobilfunknetz sind bei allen Tarifen im Test nicht inbegriffen. Sie kosten zwischen 19 und 21,9 Cent. Größer sind die Unterschiede bei Telefonaten ins Ausland: Die sind bei 1&1 ab 1,9 Cent pro Minute möglich, bei Vodafone und Eazy kostet es mindestens 9,9 Cent.

Ebenso können die im Tarif inbegriffenen Rufnummern eine Rolle spielen: Den meisten dürfte zuhause eine genügen. Sollen aber verschiedene Familienmitglieder eine eigene Nummer bekommen, sind die Angebote von 1&1, Telekom und EWE praktisch: Dort sind im Tarif bereits drei Nummern enthalten.

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Cloudspeicher, Mail-Adressen und TV-Optionen als Zusatzausstattung

Beim Abschluss eines Internet- und Telefonvertrags stehen die Konditionen zum Surfen und für Festnetzgespräche im Vordergrund. Trotzdem packen viele Provider zusätzliche Ausstattung in ihre Pakete. Das handhaben sie allerdings sehr unterschiedlich: Während 1&1 seinen Kunden satte ein TByte Cloudspeicher bietet, gibt es bei der Telekom 15 GByte, bei anderen Tarifen fünf.

Manche Provider verzichten allerdings ganz auf das Angebot. Alternativ oder zusätzlich ist Speicherplatz für Postfächer enthalten, inklusive E-Mail-Adressen. 1&1 bringt fünf Postfächer mit je zehn GByte Speicher mit, bei der Telekom gibt es eines mit einem GByte. Gratisspeicher für Mails gibt es allerdings auch bei E-Mail-Providern, bei GMX etwa ein GByte. Diese Zusatzausstattung braucht deshalb nicht jeder.

Interessant sind TV-Optionen, die alle Provider bis auf Eazy anbieten. Hier sind die Unterschiede groß: Gegen zusätzliche Gebühren sind verschiedene Varianten mit mehr oder weniger Sendern möglich, in SD und HD. Telekom-Nutzer bekommen für fünf Euro beispielsweise Zugriff auf 100 Sender. Bei EWE gibt es 60 Sender für fünf Euro, allerdings nur via Tablet, Handy oder Computer. Wollen Sie auf dem Fernseher schauen, werden zehn Euro für 100 Sender fällig.

Breitband Tarif-Check 2021 - Vodafone Kabel Screenshot
Internet über Kabel oder DSL? Vodafone überlässt den Kunden die Wahl, abhängig von der Verfügbarkeit.
© Screenshot / Montage: PCgo

Extras: Zusätzliche Flats, Surfen an Hotspots und kürzere Laufzeiten

Neben der Zusatzausstattung gibt es weitere Optionen, die Nutzer auf Wunsch auswählen können – gegen Aufpreis. Bei den meisten Anbietern ist es zum Beispiel möglich, weitere Flatrates dazuzubuchen, etwa für Mobilfunk- oder Auslandsgespräche. Auch hier lohnt es sich, genauer hinzusehen:

Bei Vodafone beispielsweise ist nur eine Kombiflat ins Mobilfunknetz und in 25 europäische Länder wählbar. Bei 1&1 dagegen können Sie je eine Flat in 25 europäische Länder, eine weltweite Flat in 60 Länder oder eine Mobilfunkflat einzeln buchen.

Praktisch sind Optionen bei Pÿur und O2, die Vertragslaufzeit zu verkürzen, um flexibler zu sein. Ausschließlich bei Vodafones Kabel-Internet-Tarif können Sie die Bandbreite optional deutlich erhöhen.

Einige wenige Provider bieten darüber hinaus weitere Extras, für die keine weiteren Kosten fällig werden. 1&1 etwa legt bis zu zwei SIM-Karten bei, aber mit geringem Datenvolumen. Bei Vodafone telefonieren Sie gratis ins Mobilfunknetz des Anbieters.

Breitband Tarif-Check 2021 - Pyur Screenshot
Pÿur bietet die geringste Bandbreite; es lassen sich aber Extras auswählen.
© Screenshot / Montage: PCgo

Testverfahren: Tarif-Check

Bandbreite, Telefonie-Konditionen, weitere Ausstattung und mögliche Extras: Aus diesen vier Bereichen setzt sich die Testnote zusammen. 40 Punkte vergaben wir für das Tempo im Download und im Upload. Weitere 40 Punkte waren für die Telefonleistungen möglich – gibt es Flatrates oder kosten Gespräche extra, wie teuer sind Gespräche ins Mobilfunknetz oder ins Ausland, wie viele Rufnummern sind enthalten?

Bei der Ausstattung mit zehn möglichen Punkten ging es um inbegriffene E-Mail-Adressen, Cloud-Speicher und eine TV-Option. Bei den Extras konnten die Anbieter weitere zehn Punkte holen, zum Beispiel für weitere Inklusivleistungen oder Optionen mit kürzeren Laufzeiten sowie weiteren Flatrates gegen Aufpreis.

Weiterlesen: Wie schneiden die Provider in unserem Vergleich ab? Auf der nächsten Seite präsentieren wir unsere Testergebnisse.

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