Intel schlägt zurück

Intel vs. AMD: Core i9-7900X, Core i7-7740X und Kaby Lake-X

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CineBench 11 ermittelt einen Gesamtwert für die Prozessorleistung und stellt das Ergebnis in direkten Vergleich zu bereits vorhandenen Werten.

Bei den Kaby-Lake-X-Prozessoren handelt es sich zwar „nur“ um Quadcore-CPUs, dafür aber um die schnellsten Vierkerner, die Intel jemals im Angebot hatte. Wie sie sich gegenüber AMD und der starken hauseigenen Konkurrenz einordnen, haben wir anhand des Kaby-Lake-X-Spitzenmodells Core i7-7740X ermittelt, das mit 320 Euro preislich den Ryzen-7-CPUs gleichkommt. Der zweite bereits erhältliche Kaby-Lake-X-Prozessor ist der Core i5-7640X (230 Euro).

Intel Core i9-7900X

Kein anderer Desktop-Prozessor ist derzeit so schnell wie der 950 Euro teure Intel Core i9-7900X. Bei Cinebench 11.5 bringt es der kleinste Skylake-X-Prozessor auf Core-i9-Basis – er bringt „nur“ 10 Kerne mit – auf imposante 20,85 Punkte im Multicore-Betrieb und verweist damit den zum Testzeitpunkt schnellsten AMD-Prozessor Ryzen 7 1800X auf den zweiten Platz. Einen Spitzenwert erzielt der Intel-Bolide auch bei Cinebench 15 (2.074 Punkte). Lediglich beim CPU-Z-Benchmark (4.633 Punkte) reicht es ganz knapp nicht für Gold – mit 4.644 Punkten läuft der Ryzen 7 1800X eine Winzigkeit früher über die Ziellinie. Schaut man sich nur die Single-Core-Performance von Cinebench an, schrumpfen die Bestwerte jedoch ziemlich zusammen – hier liegen die vier Testkandidaten nahezu gleichauf, mit leichten Vorteilen für die Intel-Fraktion.

Die Zehnkern-CPU findet im neuen Sockel LGA-2066 Platz, unterstützt DDR4-2666-RAM und kann mittels Hyperthreading bis zu 20 Threads gleichzeitig bearbeiten. Ausgestattet mit 44 PCIe-Express-3.0-Lanes bringt der Testsieger ein sehr umfangreiches Paket an I/O-Funktionen mit, über die sich unter anderem 4 Speicherkanäle und damit bis zu 128 GB RAM ansteuern lassen. Zudem stehen von den PCI-Express-Lanes zwei mit jeweils einer x16-Anbindung zur Verfügung, ideal um zwei entsprechend ausgestattete Grafikkarten mit voller PCI-Express-Bandbreite anzusteuern. Im Basistakt läuft der Core i9-7900X mit 3,3 GHz, im Turbotakt mit bis zu 4,3 GHz. Per automatischer Overclocking-Funktion Intel Turbo Boost Max 3.0 kann ein Kern mit bis zu 4,5 GHz arbeiten. Verteilt sich die Last auf alle vier Kerne, sind jeweils bis zu 4,0 GHz möglich. Die maximale Leistungsaufnahme (TDP) beziffert Intel auf 140 Watt.

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Testsiegel

Intel Core i7-7740X

Mit dem Core i7-7740X betritt eine weitere CPU aus der Intel-High-End-Desktop-Plattform (HEDT) die Testbühne. So wie der Testsieger nimmt auch die neue Vierkern-CPU im Sockel LGA-2066 Platz und verlangt nach einem Mainboard mit X299-Chipsatz. Technisch lässt sich die Vierkern-CPU am ehesten mit dem Kaby-Lake-Prozessor Core i7-7700K vergleichen. Beide entstammen einem 14-nm-Fertigungsprozess und sind mit 4 Kernen sowie einem 8 MByte großen L3-Cache ausgestattet, wobei der Core i7-7740X mit einem etwas höheren Grundtakt arbeitet (4,3 gegenüber 4,2 GHz). Für die versammelte Konkurrenz ist das jedoch zu wenig – bei den Benchmarks reiht sich der Core i7-7740X an letzter Stelle ein. Allerdings darf man den vierten Platz keineswegs mit „langsam“ gleichsetzen. So wie seine Mitbewerber ist auch der Intel-Vierkerner eine extrem schnelle CPU, über die sich jeder PC-Besitzer freuen dürfte.

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