Beschleunigte Web-Browser

IE 9, Opera, Chrome

8.5.2011 von Wolf Hosbach

ca. 2:25 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
  1. Neue Browser-Versionen im Test
  2. IE 9, Opera, Chrome
  3. Fazit
  4. Flash-Cookies

Internet Explorer 9

HTML 5
Der neue Standard HTML 5 bietet viele Möglichkeiten, Videos direkt in Webseiten einzubinden. Hier eine Synchronsteuerung auf der Webseite Html5demos.com.
© PC Magazin

Im Performance-Vergleich zeigt sich, dass der IE 9 zwar eine wesentliche Verbesserung zum IE 8 mit sich bringt, aber immer noch nicht das Feld anführt, außer im Sunspider-Test.

Aber alle Werte sind nicht schlecht, beim unabhängigen Peacekeeper besser als die des Firefox 4. Eher enttäuschend ist das Ergebnis im HTML-5-Test, hier liegt der IE weit abgeschlagen, sogar der alte Firefox ist besser. Und dass, obwohl Microsoft sich HTML 5 so groß auf die Fahnen geschrieben hat.

Die Sicherheit hat Microsoft insbesondere durch einen Tracking-Schutz weiterentwickelt, der mit schwarzen Listen arbeitet. Der Anwender kann automatisch eine solche Liste anlegen lassen, die alle Webseiten enthält, die als Cookie-Drittanbieter auf mehreren Seiten erscheinen.

Das sind beispielsweise der Facebook-Button, Ad-Server oder Google-Analytics. Bei dieser Anti-Tracking-Maßnahme hat der Anwender die Kontrolle, was wirkungsvoller als die Firefox-Methode ist, die auf die Vertrauenswürdigkeit der Webseiten-Betreiber setzt.

Die neue ActiveX-Filterung im IE ist ebenfalls sehr sinnvoll, denn damit sperrt der Anwender automatisch einen großen Teil der Gefahrenquellen für den IE aus. Für einzelne Seiten wie Youtube lässt sich diese Beschränkung wieder aufheben.

Opera

Nach wie vor ist der norwegische Browser Opera sehr innovativ und schnell. Bei allen Tests liegt er weit vorne, was auch beim HTML-Rendern der Fall ist. Hier ist Opera wirklich schnell, gerade auch ohne das onload-Problem von Webkit (siehe Absatz Browser-Benchmarks.) Opera ist ein schlanker Vorreiter, der immer wieder innovative Konzepte und Moden in die Browser-Gemeinde gebracht hat.

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Ein Beispiel ist der Menü-Button, den jetzt alle Browser am linken oberen Fensterrand platzieren. Weitere Innovationen sind beispielsweise Opera Unite, ein Webdienst, über den der Anwender aus dem Browser heraus Medien in die Cloud stellen kann. Oder der Opera Turbo, der Webseiten vorkomprimiert, sodass sich die Ladezeiten verringern.

Das ist gerade für Menschen in der Breitbandlücke interessant. Zur Sicherheit: Plug-ins lassen sich ähnlich wie beim Internet Explorer mit einem Klick sperren (in Einstellungen/Schnelleinstellungen) und dann seitenweise aktivieren. Außerdem zeigt der Browser die eigentliche Domain in einer URL fett an, um Phishern und sonstigen Betrügern das Leben zu erschweren.

Firefox 4
Mehr Ordnung durch Tab-Gruppen. Bei Firefox 4 lassen sich offene Tabs in einem Fenster platzieren und gezielt ansprechen. Und der Anwender schaltet zwischen verschiedenen Gruppen hin und her.
© PC Magazin

Chrome

Nach wie vor ist Chrome der Rennsieger. Gerade die Beta von Chrome 11 ist in allen freundlichen und feindlichen Benchmarks unschlagbar ganz vorne mit dabei. Der Browser präsentiert sich schlank, schick und gut zu handhaben. Die Google-Entwickler sorgen sich ebenso wie die anderen Browser-Hersteller um die Sicherheit der Plug-ins. Bei Chrom läuft der Flash-Player, ein beliebter Angriffspunkt für Hacker, in eine Sandbox, die den Übergriff auf das Betriebssystem erschwert.

Für PDFs bringt Chrome einen eigenen Viewer mit, der im übrigen auch deutlich schneller reagiert als das Originalprogramm von Adobe. Die beiden Games Poppit und Entanglement, die Chrome laut Beta-Gerüchten mit bringen sollte, sind nun doch nicht enthalten, lassen sich aber kostenlos über den Web-Store nachinstallieren.

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Ein Problem ergibt sich aus der übertriebenen Neugierde des Programms, das keine Gelegenheit auslässt, sich bei seinem Hersteller zu melden. Eine Hauptquelle für den steten Datenabfluss bildet der Google-Updater, der stündlich funkt, auch wenn kein Google-Programm läuft.

Den sollte der Anwender unbedingt deinstallieren. Eine Alternative bildet der Iron Browser, der zwar auf Chrome basiert, denn Chrome ist Open Source, der aber die Kontaktaufnahmen nach Mountain View unterbindet.

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