Druckertinte im Abo

HP vs. Epson: Abo-Modelle für Druckerpatronen im Vergleich

31.3.2022 von Holger Lehmann

HP und Epson bieten für kompatible Drucker Abo-Modelle für Originaltinten an, die verhindern sollen, dass die Tinte im entscheidenden Moment ausgeht. Wir haben uns die Angebote näher angeschaut. Für wen lohnt sich solch ein Abo, was sind die Unterschiede, und welche Bedingungen sind zu beachten?

ca. 6:55 Min
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HP vs. Epson: Abo-Modelle für Druckerpatronen im Vergleich
HP vs. Epson: Abo-Modelle für Druckerpatronen im Vergleich
© rock-the-stock / Daniela Barreto / Shutterstock.com

Während in großen Firmen mit einem umfangreichen Drucker-Pool in der Regel Dienstleister die Druckerwartung, die Pflege und den Ersatz der Verbrauchsmaterialien wie Tinte und Toner vertraglich übernehmen, ist man als Selbstständiger oder Privatnutzer selbst für diese Aufgaben verantwortlich.

Hier setzen HP mit den Abo-Modellen Instant Ink und Epson mit dem Dienst ReadyPrint an. Bei HP ist im Rahmen von Instant Ink für ausgewählte Laserdrucker auch ein Toner-Abo möglich.

Die Firma Canon hat unter dem Namen Pixma Print Plan in den USA ein ähnliches Projekt am Start. Zu Redaktionsschluss war der Canon-Dienst noch nicht in Deutschland verfügbar. Deshalb konzentriert sich der folgende Artikel nur auf die Angebote von HP und Epson.

Wir werden aber die Entwicklung beobachten und beim Einstieg in den deutschen Markt auch das Angebot von Canon vorstellen.

Welche Berechnungen liegen den Abos zugrunde?

Die verschiedenen HP- und Epson-Abo-Tarife und -Lieferungen richten sich nach der Zahl der gedruckten Seiten. Die Auswertung und Lieferauslösung erfolgen über das Internet.

Epson Readyprint im Vergleich

Epson ist mit seinem Dienst ReadyPrint mit drei Tarifmodellen am Start.

  • Das Tarifmodell Flex gilt nur für die gedruckten Seiten.
  • Zu ReadyPrint EcoTank gehört außer den gedruckten Seiten ein Abo-kompatibler Drucker.
  • Wer sich für ReadyPrint Go entscheidet, bekommt automatisch neue Patronen geliefert, sobald die Tinte zur Neige geht. Man zahlt nur die gelieferte Tinte, die Zahl der gedruckten Seiten spielt hierbei keine Rolle.
HP vs. Epson: Abo-Modelle für Druckerpatronen im Vergleich - Epson Drucker
Bei Epson sind fast alle Drucker der Expression Home- und WorkForce-Serie Abo-kompatibel.
© Epson

Wie funktioniert ReadyPrint Flex – der Seitentarif?

Dieses Abo setzt einen kompatiblen Epson-Drucker voraus, der stets mit dem Internet per LAN oder WLAN verbunden und bei ReadyPrint registriert ist. So kann Epson den Tintenverbrauch und die gedruckte Seitenzahl analysieren und rechtzeitig Ersatztinten mit entsprechendem Befüllungsgrad liefern.

Bei Überschreitung der im Tarif vereinbarten Seitenzahl werden pro Seite zehn Cent fällig. Wer weniger ausdruckt als vereinbart, kann die nicht genutzten Seiten bis zu einer im Tarif definierten Menge bis zu zwei Monate lang gutschreiben lassen.

HP vs. Epson: Abo-Modelle für Druckerpatronen im Vergleich - Epson ReadyPrint Flex
Bei den Seitentarifen des Abo-Modells ReadyPrint Flex hat der Kunde eine große Auswahl, die sich dem jeweiligen Druckbedarf anpassen lassen.
© Epson

Bei Redaktionsschluss war dieser Tarif für 36 Druckermodelle aus den Epson-Serien Expression und Workforce verfügbar. Die derzeit kompatiblen Druckermodelle finden Sie unter hier bei Epson.

Für die Berechnung der Seiten ist es egal, ob es sich bei dem Ausdruck um einen Brief, ein A4- oder A5-Foto handelt, Duplexseiten zählen als zwei Seiten. Wer also sparen will, sollte so viel wie möglich auf einer A4-Seite unterbringen, z. B. zwei 10 x 15-cm-Fotos oder für Handouts zwei verkleinerte A4-Seiten auf einer A4-Seite.

ReadyPrint Flex von Epson ist mit Instant Ink von HP vergleichbar – wir haben die Tarife in der Tabelle Übersicht: Monatstarife der Tinten-Grundabos einander gegenübergestellt. Da Epson in einigen seitenbasierten Tarifen die niedrigeren Preise verlangt, erhielt Epson das Siegel Günstigstes Abo-Modell.

HP vs. Epson: Abo-Modelle für Druckerpatronen im Vergleich: Siegel Günstigstes Abo-Modell
Da Epson in einigen seitenbasierten Tarifen die niedrigeren Preise verlangt, erhielt Epson das Siegel Günstigstes Abo-Modell.
© PC Magazin

Was beinhaltet der ReadyPrint EcoTank-Tarif?

Der EcoTank-Abo-Tarif (inkl. Drucker) richtet sich an Vieldrucker und bringt neben den Seiten-Abos für 300-, 500- und unbegrenzte Seiten pro Monat gleich einen Drucker mit. Für Letzteren ist zusätzlich eine einmalige Grundgebühr ab circa 80 Euro fällig, die sich nach dem jeweiligen Druckermodell richtet.

Zum Zeitpunkt unserer Recherche betraf das drei Epson-EcoTank-Druckermodelle:

  • ein 3-in-1- und
  • ein 4-in-1-Farbtintendrucker sowie
  • einen Monodrucker. Für den Monodrucker wird natürlich nur der Tarif für die Schwarzpatrone benötigt und in Rechnung gestellt (Tarife: www.epson.de/readyprint).

Wer für Flex oder EcoTank abonniert hat, kann jederzeit in einen anderen Seitentarif wechseln, wenn die „Strafgebühren“ für die überzogene Seiten überhand nehmen.

Das Abo lässt sich auch jederzeit kündigen oder auf einen neuen Drucker übertragen. Diesen muss man aber wieder neu registrieren und dem jeweiligen Tarif zuordnen. Zwei Drucker mit demselben Tarif gleichzeitig zu betreiben ist nicht möglich. Die Tarife sind an ein Gerät gebunden.

HP vs. Epson: Abo-Modelle für Druckerpatronen im Vergleich - Epson EcoTank Tarif
Für Vieldrucker bietet Epson den Seiten/Drucker-Tarif ReadyPrint EcoTank an und liefert bei Bedarf termingerecht die passenden Tintenflaschen.
© Epson

Wie schaut der ReadyPrint Go Tarif aus?

ReadyPrint Go (nur die Tinte zählt) ist kein monatliches Abo, sondern man bezahlt nur die Tinte, die man verbraucht. Dieser Service ist jederzeit kündbar.

Zur Registrierung des ReadyPrint-Go-fähigen Druckers braucht man nur die Seriennummer des Geräts anzugeben. So wird gewährleistet, dass Drucker und Tinte perfekt für einheitliche und zuverlässige Ausdrucke aufeinander abgestimmt sind.

Während der Service-Zeit ist es notwendig, dass der Drucker stets online ist, um regelmäßigen Tintennachschub zu garantieren. Die Menge der gedruckten Seiten spielt anders als bei den anderen beiden Abo-Modellen keine Rolle.

Die Tintenpreise ähneln in diesem Tarifmodell in der Regel denen beim Neukauf – aber man muss nicht selbst einkaufen gehen, sondern die Tinte wird geliefert. Das ist vor allem dann praktisch, wenn es in der Nähe keinen Markt mit entsprechendem Tintenangebot gibt.

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HP Instant Ink im Vergleich

Mit dem Tinten-Abo-Service Instant Ink war HP Vorreiter des Geschäftsmodells mit seitenbezogenen Tinten-Abos und hat es stetig ausgebaut. Mittlerweile lassen sich über diesen Dienst auch für kompatible Laserdrucker Toner-Abos abschließen.

Seit einiger Zeit gibt es verschiedene Drucker einer plus-Serie, in der man zwar ausschließlich Originaltinte verwenden kann, dafür aber neben anderen Vorteilen den HP-Instant Ink-Service von HP-Originalpatronen bis zu sechs Monate lang kostenlos nutzen kann.

HP vs. Epson: Abo-Modelle für Druckerpatronen im Vergleich - HP OfficeJet Pro 9022
Den HP OfficeJet Pro 9022 gibt es auch als plus-Variante mit sechs Monaten Instant Ink gratis.
© HP

Wie schaut das Instant Ink - Seitentarif-Abo aus?

Beim Abo-Modell Instant Ink (die Abo-Seitentarife) ist sowohl für den Wenigdrucker als auch für größere Seitendurchsätze der passende Abo-Tarif dabei.

So lassen sich Tinten-Abos gestaffelt von zehn Seiten bis hin zu 1500 Seiten pro Monat buchen. Das in den Anfangszeiten von Instant Ink erhältliche kostenlose Schnupper-Abo steht leider nicht mehr zur Verfügung, und Mitte Februar 2022 wurden auch einige Preise minimal angehoben.

Wir haben im Recherchezeitraum knapp 130 kompatible Tinten- und Laser-Drucker für das Instant Ink-Abo gezählt, 47 Modelle waren im besagten Zeitraum auf der HP-Webseite aufgeführt.

HP vs. Epson: Abo-Modelle für Druckerpatronen im Vergleich - HP Instant Ink Paket
Das Paket von Instant Ink kommt, bevor der Drucker ausfällt. Der Lieferung liegt ein bezahlter Rücksendeumschlag für die alten Patronen bei.
© HP

Instant Ink-Drucker müssen zur Information und rechtzeitigen Belieferung mit den passenden HP-Originalpatronen stets mit dem Internet verbunden und registriert sein.

Sie können Ihren Tarif jederzeit ganz einfach wechseln oder den Service ohne zusätzliche Kosten kündigen. Ob Ihr Drucker mit dem HP-Tinten-Abo kompatibel ist, erfahren Sie, wenn Sie hier den Druckernamen eingeben.

Nach der Registrierung erhalten Sie nicht monatlich neue Patronen, sondern erst, wenn der Drucker HP über das Internet informiert hat, dass die Tinte zur Neige geht.

Abgerechnet werden die bedruckten Seiten, egal, ob Sie Briefe oder A4-Fotos ausgedruckt haben. Duplexausdrucke werden als Zweiseiter gewertet. Bei Überziehung des vereinbarten Seitenlimits, kostet jede überzählige Seite zehn Cent. Nicht genutzte Seitenkontigente lassen sich in die folgenden Monate übertragen, solange die Anzahl der Seiten die dreifache Maximalmenge des gewählten Tarifs nicht überschreitet. Wegen dieser unkomplizierten Übernahme erhält HP Instant Ink unser Siegel für einen hervorragenden Service.

HP vs. Epson: Abo-Modelle für Druckerpatronen im Vergleich: Siegel für einen hervorragenden Service
Wegen dieser unkomplizierten Übernahme erhält HP Instant Ink unser Siegel für einen hervorragenden Service.
© PC Magazin

Die neue Drucker-Serie – HP+

Wer auf der Suche nach einem neuen Drucker von HP ist, dem werden die orangefarbenen Kartonagen mit einem Pluszeichen auffallen. Das sind die Umverpackungen der neuen Druckerserie HP+. Diese Modelle lassen sich zwar ausschließlich mit HP-Originaltinte/Toner betreiben, bieten aber unter anderem den Instant-Ink-Service bis zu sechs Monate kostenlos.

Zudem erhalten die Drucker ein Zusatzjahr Herstellergarantie und 24 Monate exklusiven Zugang zu erweiterten HP-Smart-App-Funktionen, z. B. zum Scannen und Faxen via Smartphone.

Natürlich gibt es diese Drucker auch ohne den plus-Zusatz. Dann aber auch ohne Zusatzfuktionen und Instant-Ink-Gratismonate. Bei diesen „normalen“ Druckern lassen sich wieder kompatible Tinten von Drittanbietern einsetzen.

HP vs. Epson: Abo-Modelle für Druckerpatronen im Vergleich - HP plus-Serie
Bei Druckern der plus-Serie von HP sind sechs Probemonate Instant Ink inklusive. Die plus-Serie lässt sich nur mit HP-Originaltinte betreiben.
© HP

Wie schaut das Instant Ink – Toner-Abo aus?

Obwohl der Name Instant Ink Tinte suggeriert, gibt es auch Toner-Abos für kompatible HP-Laserdrucker. Hier kann man zwischen Tarifen für 50, 100, 400, 800 oder 1500 Seiten pro Monat wählen. Es ist somit für jeden Seitendurchsatz etwas dabei.

Mit welchen Seitenpreisen dabei zu rechnen ist, finden Sie in der Tabelle Übersicht: HP Instant Ink Tonertarife. Die errechneten Preise zeigen: Je mehr Seiten der gewählte Tarif enthält, desto günstiger ist die einzelne Seite.

Man muss also abwägen, ob sich ein Abo für das eigene Druckerverhalten lohnt, und welcher Tarif der passende ist. Bequem ist die automatische Tonerlieferung aber für alle.

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Wie fällt der Abo-Vergleich zwischen HP und Epson aus?

Es war kaum anders zu erwarten: Die beiden Abo-Konkurrenten schauen sich aufmerksam in die Karten, und deshalb sind bei den Service-Diensten HP Instant Ink und Epson ReadyPrint kaum Unterschiede auszumachen. Es gibt jedoch einige Details, die nicht auf den ersten Blick zutage treten.

Vergleich Seitenkosten

Wenigdrucker finden bei Epson momentan bei den Niedrigseitentarifen bis 100 Seiten pro Monat die günstigeren Kosten. Allerdings fehlt Epson ein mit HPs Instant Ink vergleichbares Angebot von 10 Seiten pro Monat.

Die Angebote von HP gehen bis 1500 Seiten pro Monat, während bei den Epson-Tarifen im vergleichbaren Flex-Angebot bei 500 Seiten pro Monat Schluss ist.

Zudem bietet HP neben Tinten-Abos auch Abos für Toner an. Hier kontert Epson mit Angeboten für seine EcoTank-Druckerserie mit einer integrierten Druckerlieferung für einen einmaligen Aufpreis im Tarifmodell ReadyPrint EcoTank.

Der Kunde kann also nicht nur nach den Seitenpreisen entscheiden, sondern auch danach, welchen Druckerhersteller und welche Druckmethode er bevorzugt.

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Vergleich Abo-Service

Für den Abo-Service müssen bei beiden Anbietern die kompatiblen Drucker stets beim jeweiligen Anbieter registriert und mit dem Internet verbunden sein. Die Druckerfarbe kommt dann automatisch rechtzeitig vor dem Druckausfall wegen Tinten- oder Tonermangels.

Ungenutzte Seiten lassen sich je nach Tarif auf die Folgemonate übertragen, für überzogene Kontingente fallen pro Seite zusätzliche Zahlungen an.

Die verbrauchten Patronen oder Kartuschen lassen sich kostenlos an den jeweiligen Anbieter zurücksenden. Jeder Lieferung liegt dafür ein portofreier Rücksendeumschlag bei.

Die Abos sind jederzeit kündbar. Auch die Tarife kann man bei beiden Anwendern nach Bedarf wechseln.

Uns haben beide Angebote gut gefallen, zumal man mit den Abos auch beim Fotodruck gegenüber Kaufoptionen auf sehr niedrige Folgekosten kommt.

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