Sicher surfen im Internet

Hotspot Shield, NordVPN und Proton VPN im Test

Hotspot Shield

Der Anbieter Aura hat sowohl eine kostenlose wie eine kostenpflichtige Version seines Hotspot Shields im Portfolio. Zudem gibt es für die Kaufversion eine sieben- tägige Testphase ohne Kosten. Getestet haben wir nur die kostenpflichtige Variante, weil die Basic-Version kaum Features aufweist, vor Werbung strotzt und obendrein gedrosselt ist. Alles in allem hinterließ Hotspot Shield einen zwiespältigen Eindruck, denn besonders intuitiv ist die App leider nicht.

© Aura

Hotspot Shield hat einen eigenen Schalter zum Ein-und Ausschalten des Kill Switches an Bord.

Mit seinen 1800 Servern in 80 Ländern liegt Hotspot Shield im Durchschnitt des Testfeldes. Durch die eher wenigen Server und die vielen Länder stehen pro Land meist nur wenige Zugriffspunkte zur Verfügung. Mehrere Server in einer Stadt fehlen komlett, und eine Serverauslastung wird in der App nicht angezeigt. Bei der Serverauswahl kann der Nutzer zwischen verschiedenen Modi wählen, um den idealen Server für das Streaming, Gaming oder Chats im Social Web zu finden. Eigentlich sollten alle Server möglichst schnell sein, würden wir meinen.

Bei der Geschwindigkeit bietet Hotspot Shield gutes Mittelmaß. Zwar ist der Anbieter langsamer als NordVPN und ExpressVPN, aber schneller als die anderen. Als einziger Anbieter gibt Hotspot Shield kein Versprechen, die Surfdaten seiner Nutzer nicht aufzuzeichnen. Allerdings werden diese angeblich nur anonymisiert gespeichert. Ob das Vertrauen erweckt, muss jeder am Ende für sich selbst entscheiden.

NordVPN

Der Sieger unseres Vergleichstests heißt NordVPN. Das in Panama beheimatete Unternehmen ist bereits knapp zehn Jahre auf dem Markt und hat sich in dieser Zeit einen tadellosen Ruf erworben. Preislich liegt der Anbieter im Mittelfeld; uns sind jedoch stattliche Diskrepanzen aufgefallen zwischen den Preisen auf der Webseite und denen, die nach Installation der App in der App selbst aufgerufen werden. Das ist unschön.

© Nord Group

Bei NordVPN lassen sich die Standorte alternativ statt per Liste anhand einer Landkarte auswählen.

Sehr schön ist dagegen die intuitiv bedienbare App, die gute Erklärungen zu den Menüpunkten und eine Weltkarte zur Auswahl der Serverstandorte liefert. Diese App zu bedienen macht tatsächlich Spaß, was bei der meist eher nüchternen VPN-Software höchst selten der Fall ist. Sicherheitstechnisch gibt es auch bei NordVPN nichts zu bemängeln. Die Anzahl der Server ist mit etwa 5400 sehr hoch, die der Länder mit 59 nur durchschnittlich.

Im Ergebnis liefert NordVPN dadurch in den wichtigen Lokationen eine große Serverauswahl, während exotische Standorte, die aber meist ohnehin niemand braucht, fehlen. Wer aber wirklich unbedingt über Burkina Faso surfen möchte, der ist bei Hidemyass besser aufgehoben. Spitze ist indes die Geschwindigkeit von NordVPN, welche die der gesamten Konkurrenten deutlich schlägt.

© WEKA

Die VPN App von NordVPN überzeugt in unserem Vergleich und erhält den "Testsieger".

Proton VPN

Neben der modernen und kreativen App von NordVPN sieht die des schweizer Unternehmens Proton VPN eher nüchtern aus. Unter dem spröden Äußeren verbirgt sich jedoch ein kleiner Schatz, denn Proton VPN kann in vielen Bereichen überzeugen. Zunächst einmal ist da das absolut transparente Preisgefüge, das sich nicht dauernd ändert. Das ist in der VPN-Welt nahezu ein Alleinstellungsmerkmal.

Es gibt eine Gratis-Version mit gedrosselter Geschwindigkeit und nur 23 Servern in drei Ländern, aber zum Ausprobieren ist sie eine brauchbare Option. Neben einem Basic-Abo mit 350 Servern in 40 Ländern und höherer Geschwindigkeit für vier Euro im Monat gibt es die von uns bewertete Plus-Variante mit Höchstgeschwindigkeit und derzeit 1237 Servern in 55 Ländern. Was die Anzahl der Server angeht, liegt Proton damit nur im hinteren Bereich.

© Proton Technologies

Eher schweizerisch nüchtern kommt dagegen die Oberfläche von ProtonVPN daher.

Die App ist wie bereits erwähnt eher nüchtern gehalten, doch sind die Menüpunkte gut beschrieben und man kann die Länder auf Wunsch sogar auf einer Landkarte auswählen.

Es gibt einen Blocker namens Netshield für Malware, Werbung und Tracking, einen VPN-Accelerator zur Steigerung der Geschwindigkeit durch einen automatischen Wechsel zu einem schnelleren Server, split tunnelling und vieles mehr. Bei der von uns gemessenen Geschwindigkeit liegt Proton leider nur im Mittelfeld, was letztlich eine bessere Platzierung als den dritten Rang gekostet hat.

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