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Grundig, Hisense, LG, Panasonic, Sony und TCL

Grundig 55 GUS 9790 im Test

© Josef Bleier

Im Grundig 55GUS9790 liegt die Elektronik etwas höher als üblich und ist so vom Boxensystem räumlich getrennt.

Pro

  • guter Blickwinkel
  • helles knackiges Bild
  • Doppeltuner
  • Metallfuß
  • Sat>IP

Contra

  • wenig Smart-TV

Fazit

video Testurteil: sehr gut (83 %); Preis/Leistung: sehr gut

Kein anderer Hersteller hat im letzten Jahr in puncto Bildqualität so stark zugelegt wie Grundig. Es scheint die Abstimmung zwischen Panel und Elektronik zu sein, die der Hersteller nun sehr gut im Griff hat. Und nachdem wir dieses Gerät bereits in 65 Zoll getestet hatten, wurde sogar der Abgleich der RGB-Balance nachgereicht. 

Nun konnten wir den TV besser auf die richtige Farbtemperatur einstellen. Im Vergleich zum letzten Jahr sind nun die brutale Überschärfung der Tunerbilder wie auch das flächige Entrauschen von SDTV Geschichte. Jetzt wirkt alles deutlich stimmiger und Bildverbesserungen agieren ohne übertriebene Artefakte. 

Das ist besonders wichtig, da der Grundig eine Dynamik von fast 600 Nits erzielt und diese auch auf HDTV, SDTV und sogar Analogtuner loslässt. Jegliche Fehler der Quellen werden gnadenlos offengelegt. Für diese Eingänge sollte abends das Backlight zurückgenommen werden. Ultra-HD mit HDR braucht die Power, sollte ja auch weniger Sendefehler besitzen.

Sehr kräftig

Insgesamt konnten wir dem 55GUS9790 jedoch nachweisen, dass er immer noch alle Signale leicht nachschärft, allerdings härtet er eher feinste Kanten, die man aus normalem Abstand kaum wahrnimmt. Auch wenn es signaltechnisch eine Manipulation ist, wirken die Bilder in der Regel knackiger als bei den Mitbewerbern. 

Zudem erscheinen sie deutlich satter, denn Grundig setzt als einziger im Test IPS-Panels ein. Während bei den anderen TVs schon bei 20° Blickwinkel Gesicher fahl werden bleibt hier alles satt und natürlich. Dieser gewaltige Vorteil wird wie gehabt durch die schlechtesten Messwerte für den Kontrast erkauft, doch die Realität zeigt ein anderes Bild. Sitzt man leicht seitlich vom Gerät, wirkt der Grundig kontrastreicher. 

Wenn bei der Konkurrenz dunkle Inhalte aufgehellt werden und der Kontrast leidet, fallen sie hier ab, verschwinden sogar – bei erhöhtem Kontrasteindruck.So macht das Bild des Grundig insgesam vor allem bei TV oder Blu-ray deutlich mehr Spaß als bei den studioreifen Sonys oder Panasonics. Auch bei HDR10 und HLG glänzen die satteren Farben, doch hier ist die automatische Abstimmung noch nicht perfekt gelungen.

© video

Die video hat getestet und kommt zum Ergebnis sehr gut.

Ausstattung

Der Grundig ist mit doppeltem Vierwegetuner (2xCI) gut ausgestattet. Einfach TV schauen und Sender sortieren geht deutlich komfortabler als zum Beispiel bei Sony, Aufnahmen leichter als bei Hisense und TCL. Die flotte Bedienung der ergonomischen Menüs klappt wundervoll, es bleiben kaum Fragen offen. Dafür gibt es wenig Smart-TV. HbbTV ist da, aber es fehlen vor allem Netflix und Amazon.

Fazit

Der Grundig 55 GUS 9790 ist ein tolles Gerät, um in HD fernzusehen, und macht auch in HDR der ganzen Familie Spaß.

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