"Den Wald vor lauter Bäumen...."

Grafikkarten in der Übersicht

26.1.2011 von Michael Holzhey

Nur noch wirre Bezeichnungen: G80, GTX, GT, 5890, 6970, SE, LE, XT. Angesichts solch kryptischer Produktnamen behalten nur noch die wenigsten Kunden den Überblick, was den Einkauf unnötig erschwert. Welche Karte die beste Leistung bietet und ob Sie wirklich upgraden müssen, haben wir anhand aller verfügbaren Karten getestet.

ca. 2:15 Min
Vergleich
  1. Grafikkarten in der Übersicht
  2. 400er- und 500er-Serie
wald, bäume
wald, bäume
© PC Magazin

Allmählich sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Alleine Nvidia hat derzeit rund 20 Grafikchips im Portfolio und die Bordpartner (Asus, MSI, Sapphire, Zotac usw.) machen die Verwirrung durch eigene Adaptionen komplett. Wenn dann noch Aldi, Lidl und Co. mitmischen und eigene Modelle lancieren, kommen selbst Profis ins Schwimmen.

Und weil die Modell-Bezeichnungen oft keinem erkennbaren Muster folgen, können Kunden nur noch raten, welche Leistung eine Karte wohl bietet. Damit Sie nicht raten müssen, haben wir alle derzeit erhältlichen Karten getestet. Zusätzlich haben wir Spitzenmodelle der Vorgängergeneration ins Labor geholt.

Dadurch können Sie einerseits sehen, wie sehr sich die Karten weiterentwickelt haben, zum anderen soll Ihnen der Vergleich bei der Entscheidung helfen, ob ein Upgrade für Ihren Rechner sinnvoll ist. So ist die ältere GTX285 zum Beispiel genauso schnell wie eine aktuelle GTX460. Die GTX295 kommt sogar fast an eine GTX470 ran, allerdings unterstützten die 285 und die 295 kein DX11.

Asus ENGTX 460
Die günstige Midrange-Karte Asus ENGTX 460 ist mit 1 GByte GDDR5 Grafikspeicher ausgestattet.
© PC Magazin

Neben der HD-6000- und -5000er-Serie haben wir noch die 4870 und die Dual-GPU-Karte 4870x2 von AMD getestet. Bei Nvidia haben wir uns für die 500er-, 400er- und 200er-Serie entschieden. Auch die 9800 GTX und 8800 GTX wollen wir nicht außer Acht lassen, da diese zwei Karten sehr oft verkauft wurden. Insgesamt haben wir 26 Karten vom Low-End über Midrange bis zum High-End getestet.

Im Gegensatz zu früher bedeutet "Low" aber nicht gleich schlecht. Günstige Grafikkarten können durchaus für bodenständige Spielerechner ausreichen. Das beweist die Radeon HD5670. Call of Duty Modern Warfare 2 lässt sich selbst in der Auflösung 1920 x 1080 mit 62 fps spielen. Allerdings ist bei Metro 2033 Schicht im Schacht, egal in welcher Auflösung. Aus der HD5000-Serie haben wir insgesamt sechs Modelle untersucht.

Je höher dabei die zweite Zahl ist, desto höher ist die Leistung. Auch die letzten beiden Zahlen geben Preis, wie viel Dampf die Karte innerhalb ihre Leistungsklasse hat. Die Spanne reicht von besagter HD 5670 (Low-End), über die 5750 (unteres Midrange), 5770 (Midrange) und HD 5850 (unteres High-End) bis zur 5870 (High-End). ATIs Flaggschiff HD 5970 (High-End) genießt einen Sonderstatus, da die Karte über zwei GPUs verfügt.

Sacred 2
Bei Sacred 2 ist zwar die Framerate höher, wenn PhysX ausgeschaltet ist, jedoch fehlen dann sämtliche Partikeleffekte, wie man sie rechts im Bild sieht.
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Die neue 6000er-Reihe besteht bis heute aus nur drei Modellen. Die HD6850 und die HD6870 kommen von der Leistung her an die GTX460 heran und sind somit Midrange-Karten. Die HD6970 (unteres High-End) spielt in der gleichen Liga wie Nvidias GTX470.

Eines haben alle 5000er- und 6000er-Karten gemeinsam: Sie verstehen DirectX 11, wodurch man mit allen Karten die besseren Effekte zukünftiger Spiele abrufen kann. Außerdem bieten sie GDDR5-Speicher, einen Stromsparmodus und Eyefinity-Unterstützung, so dass man bis zu drei, bei den größeren Modellen sogar bis zu sechs Monitore ansteuern kann.

Aus der 400er- und 500er-Serie von Nvidia haben wir acht aktuell verfügbare Modelle untersucht. Die GT430 (Low-End) ist an der unterste Stelle gefolgt von der GTS450 (unteres Midrange). Die GTX460 startet das Midrangesegment und kommt auf den Markt in zwei Varianten: mit 768 MByte und 1024 MByte Videospeicher.

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