Set-Top-Box

Vodafone GigaTV Cable Box 2 im Test

3.3.2022 von Rainer Müller

Die Giga TV Cable Box 2 von Vodafone kombiniert lineares Kabelfernsehen mit online abrufbaren Streaminginhalten unter einer einheitlichen, weitgehend intuitiv steuerbaren Bedienoberfläche. Wir haben uns die Set-Top-Box samt Tarifangebot genauer angesehen.

ca. 2:50 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
Vodafone-Giga-TV-Cable-Box-2-Display
Die Einrichtung des Systems ist schnell erledigt. Danach zeigt sich eine recht aufgeräumte Oberfläche, die nicht nur am TV-Gerät, sondern per App auch auf Smartphone oder Tablet genutzt werden kann.
© Vodafone

Pro

  • integrierte Set-Top-Box für Kabel- und IPTV-TV
  • 4 Aufnahmen gleichzeitig
  • plus Replay und Timeshift
  • weitgehend intuitive Bedienung
  • spezieller Kindermodus
  • Sprachsteuerung
  • Nutzung auf Smartphone/Tablet

Contra

  • unübersichtliche Tarifstruktur
  • noch nicht alle Dienste verfügbar (z.B. Disney+, AppleTV+)

Fazit

Video-Testurteil: "sehr gut"

Wer keine Satellitenschüssel mehr auf dem Dach hat, holt sich Fernsehinhalte meist via TV-Kabel oder Internet (IPTV) ins Haus. Mit der neuen Giga TV Cable Box 2 von Vodafone können die Kabelkunden des Netzbetreibers nun die Vorteile beider Welten miteinander kombinieren. Die 4K-fähige Set-Top-Box, die den ehemaligen Unitymedia-Kunden in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gleichermaßen zur Verfügung steht, vereint die Empfangsarten unter einer einheitlichen Oberfläche.

Die linear ausgestrahlten Sender kommen per Kabel ins Haus, die ergänzenden Online-mediatheken sowie ausgewählte Streamingdienste übers Internet – Letzteres kann, muss aber nicht ebenfalls per Kabel empfangbar sein. Die verschiedenen Inhalte sind in Vodafones sinnvoll strukturierter Bedienoberfläche nahtlos miteinander verzahnt.

Wilder Tarifdschungel

Nicht ganz so einfach wie die Bedienung des Systems ist die Frage, was man damit alles empfangen kann. Denn die Tarifstruktur hinter dem Angebot ist wenig transparent. Die Preise variieren je nach gebuchten Inhalten und teilweise nach Funk-tionsumfang – je nachdem, ob der Kabelanschluss selbst mit abgedeckt wird, ob das Pay-TV-Angebot (Vodafone Premium bzw. Premium Plus) enthalten sein soll oder nicht, oder ob Zusatzabos über Vodafone oder direkt bei Netflix beziehungsweise DAZN gebucht werden. Auch Zusatzfunktionen wie Multiroom gibt es nur gegen Aufpreis. Hinzu kommt, dass je nach Vertragskomponente der anfängliche Vergünstigungszeitraum zwischen zwei und sechs Monaten variiert.

Vodafone-Giga-TV-Cable-Box-2
Die kleine Box von Vodafone kann sogar via Alexa oder Google Assistant gesteuert werden.
© Vodafone

Leider ist auch die Auswahl der integrierten Apps beschränkt. So ist es etwa bis dato nicht möglich, Inhalte von Disney+ oder AppleTV+ über die Cable Box 2 zu empfangen – beides ist allerdings in Vorbereitung. Bei Sky abonnierte Programmpakete lassen sich dagegen jetzt schon über den Receiver anschauen – die linearen Sender des Pay-TV-Anbieters werden über das Kabelnetz von Vodafone übertragen und beim initialen Sendersuchlauf erkannt.

Der günstigste Einstieg in die Giga-TV-Welt kostet monatlich knapp zehn Euro – allerdings kann man sie dabei nur über die mobile App betreten. Bei Nutzung der Set-Top-Box am heimischen Fernseher werden für das TV-Abo mindestens 14,99 Euro pro Monat fällig (im ersten halben Jahr nur 9,99 Euro). Man kann aber auch deutlich mehr ausgeben – je nach Abo und Anschlussgebiet lassen sich mehr als 150 Sender und 60 Mediatheken empfangen.

[Testsiegel] video Magazin Testurteil sehr gut
Die Vodafone GigaTV Cable Box 2 erzielt in unserem Test die Note "sehr gut".
© video Magazin / WEKA Media Publishing GmbH

Integration ist Trumpf

Wenn man sich erfolgreich durch den Tarifdschungel gekämpft hat, steht dem Fernsehvergnügen jedoch praktisch nichts mehr im Weg. Das Päckchen von Vodafone enthält alles, was man zum Start braucht – sogar Batterien für die Fernbedienung. Die Installation samt Softwareupdate und Sendersuche ist ruckzuck erledigt, und die Navigation durch die übersichtliche Oberfläche weitgehend selbsterklärend.

Über welche Quellen und Zugangswege die Inhalte auf den TV-Schirm gezaubert werden, kann dem Benutzer egal sein, denn die Bedienung erfolgt aus einem Guss. So lässt sich auch problemlos aus dem laufenden Programm heraus die zugehörige Mediathek aufrufen oder die Sendung von vorne starten. Bei den meisten Stationen ist es zudem möglich, zwischendurch die Übertragung anzuhalten oder mit verschiedenen Geschwindigkeiten vor- und zurückzuspulen – dank der mitgelieferten Terabyte-Festplatte lassen sich zudem bis zu vier Sendungen gleichzeitig aufnehmen, maximal 600 Stunden an HD-Inhalten sind auf diese Weise archivierbar.

Vodafone-Giga-TV-cable-box-2-fb
Die klar strukturierte Fernbedienung deckt alle wesentlichen Funktionen ab. Der direkte Zugriff auf Streamingdienste ist damit allerdings nicht möglich.
© Vodafone

Wer nicht weiß, was er ansehen soll, findet über personalisierte Empfehlungen oder beim Stöbern in dem nach Sendergruppen und Tagen filterbaren TV-Guide schnell die passende Inspiration. Beim Zappen profitiert der Zuschauer von relativ kurzen Umschaltzeiten. Der Umgang mit der Fernbedienung macht ohnehin Spaß, weil sich damit über wenige Tastendrücke praktisch sämtliche Funktionen der Box ansteuern lassen. Besonders bequem ist die Bedienung auf Zuruf: Die Sprachsteuerung ist zwar nicht so intelligent wie Alexa oder der Google Assistant, die für die TV-Nutzung relevanten Kommandos werden aber zuverlässig ausgeführt.

Ein besonderes Schmankerl für Eltern und deren Kinder ist das integrierte „Kids TV“, bei dem Inhalte vorhandener Sender und Mediatheken altersabhängig zwischen 0 und 12 Jahren für den Nachwuchs freigeschaltet werden. Sehdauer und Schlafenszeiten lassen sich hier ebenfalls nach Wunsch einstellen.

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