Digitale Fotografie - Test & Praxis
Fünf Kameras im Vergleich

Kaufberatung: Welche Fujifilm Systemkamera für wen?

Mit den beiden Topmodellen X-Pro 2​ und X-T2​  stellt Fujifilm gleich zwei der besten APS­-C-­Kame­ras, die der Markt derzeit vorzuweisen hat. Bis die bereits angekündigte, bei Redaktionsschluss aber  noch nicht erhältliche X­T20 erscheint, sind sie die einzigen erhältlichen Geräte mit dem Fujifilm-eige­nen X-­Trans.­Sensor der dritten Generation: Dank ihm liefern sie eine hervorragende Bildqualität, die bei niedrigen ISO-­Zahlen nahe an aktuelle Vollformatkameras der 24-­Megapixel-­Klasse heranreicht.

Sehr zu Recht sind die Topmodelle von Fujifilm des­wegen bei anspruchsvollen (Amateur-)­Fotografen äußerst beliebt. Hohe Bildqualität, guter Sucher, spritzwassergeschütztes Gehäuse und Direkzugrif­fe auf alle wichtigen Funktionen kommen hier zusammen. Die zahlreichen Einstellräder zeigen auch ohne Display an, welche Verschlusszeit und Blende eingestellt sind.​​

Im Messlabor schneidet die X-Pro 2 mit ihren minimal besseren Dead­-Leaves-­Werten eine Spur besser ab, wiegt 20 g weniger als die X-T2 und hat mit dem optisch­elektronischen Hybridsucher ein ausgefalle­nes Alleinstellungsmerkmal in petto. Doch für unse­ren Geschmack bringt der rein elektronische, dafür deutlich größere elektronische Sucher der X-T2 im Alltag mehr Vorteile. Außerdem punktet die X-T2 im Vergleich zur X-Pro 2 unter anderem mit dem schnel­leren, großzügiger bestückten Hybridautofokus, dem höheren Durchsatz bei Serienaufnahmen, dem ver­stellbaren Monitor, der 4K­-Videofunktion und dem immerhin um 100 Euro günstigeren Preis. Deshalb erhält sie den Kauftipp Bildqualität.

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Test-Übersicht

Von der X-E3 bis zur X-H1: Wir prüfen alle Systemkameras der Fujifilm X-Serie im Testlabor. Die Tests in der Übersicht.

​​Auch in der Mittelklasse hat man die Wahl: X-E2S​ und X-T10​ eignen sich mit ihren ähnlich leichten, kompak­ten und gut verarbeiteten Gehäusen gleichermaßen als Reise­ und Immer­dabei­-Kameras. Beide punk­ten mit einer soliden Ausstattung inklusive OLED­-Sucher, Blitz und WLAN. Und beide liefern mit dem älteren X­-Trans-Sensor II und 16 MP eine ordentliche APS-­C­-Bildqualität, ohne ganz an das Spitzenniveau ihrer großen Schwestern heranzureichen. Dafür kosten sie weniger als die Hälfte und bieten ein rundes, gelungenes Gesamtpaket zum mehr als  fairen Preis. Die X-E2S liegt dank der schwächeren Texturverluste bei der Bildqualität vorne. Die X-T10 stellt etwas schneller scharf und hat einen verstellbaren Monitor. Letztlich dürfte es für viele aber vor allem auf die Frage hinauslaufen, welche der beiden  Kameras optisch besser gefällt.​

Der Neuzugang X-A3 richtet sich insbesondere an Ein-­ und Umsteiger, die sich nicht mehr mit der Bild­qualität oder mit den beschränkten Einstellmöglich­keiten ihrer Kompakt-­ und Smartphone­-Kamera zu­friedengeben und sich weiterentwickeln wollen. Sie ist derzeit die leichteste, kompakteste und güns­tigste Variante im X­System, verzichtet jedoch auf einen integrierten Sucher. Mit ihrem 24­-Megapixel­Standardsensor hält sie auch bei der Bildqualität gut mit. Wegen des störend langsamen Autofokus verfehlt sie jedoch den Kauftipp.

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