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65-Zoll-UHD-TVs

65-Zoll-Fernseher unter 2000 Euro: Hisense H65U7A im Test

© Josef Bleier

Pro

  • sattes Schwarz
  • brauchbarer Blickwinkel

Contra

  • dünner Ton
  • kein Kopfhörerausgang

Fazit

video-Testurteil: sehr gut (82%); Preis/Leistung: sehr gut

Kommt Ihnen dieser Flach-TV aus China bekannt vor? Kein Wunder: Seinen kleinen Bruder, den H 55 U 7 A, testete video in im Juni 2018 – mit „gutem“ Ergebnis. Aber identische Baureihe heißt nicht identische Technik – das größere Panel muss nicht dieselben Qualitäten wie das Schwestermodell haben. In der Ausstattung unterscheiden sich die TVs aus dem Reich der Mitte nicht: Der H 65 U 7 A bringt ein einzelnes Empfangsteil für alle in Europa gängigen TV-Sendewege mit. Alle wichtigen Anschlüsse finden sich auf seiner Rückseite – leider keiner für einen konventionellen Kopfhörer. Einige Kontakte führen an die Rückwand, was stört, wenn man den Fernseher wie ein Bild aufhängen will.

Gute Bedienung

Ein Design-Schmankerl ist die Fernbedienung dieses Hisense nicht – aber sie ist funktional, die Tastenanordnung praktisch. Das zugehörige Bildschirmmenü ist optisch gelungen, die Bedienung eingängig. Bei der Installation fragt der TV den Anwender nach dem Empfangsweg und startet den Suchlauf. Die Liste der gefundenen Stationen lässt sich am H 65 U 7 A global festlegen – und zwar überaus komfortabel. Wenn der Suchlauf das örtliche Dritte Programm auf einen der hinteren Programmplätze verfrachtet, wählt man im entsprechenden Menü den Sender aus, gibt den gewünschten Platz ein – fertig! Erfreulich auch: Soweit technisch möglich und sinnvoll, übernimmt der TV die Bildeinstellungen aus dem konventionellen Betrieb für HDR.

© Josef Bleier / Hisense / Montage: video

(links) Die Fernbedienung des H 65 U 7 A wirkt wenig edel, ist aber gut gegliedert – alle wichtigen Funktionen findet man auf ihr schnell. (rechts) An der Verarbeitung und den Materialien dieses TV gibt es nichts auszusetzen – insbesondere der Fuß ist solide.

Laut, aber dürr

Hisense entlockt dem H 65 U 7 A für ein TV-Gerät eine hohe Lautstärke. Ab Werk ist eine Schaltung namens „Total Sonics“ aktiv – sie will dem Fernseher mehr Klang abringen. Das geht schief; schon bei niedriger Lautstärke poltern die winzigen Tieftöner auf der Geräterückseite hörbar. Ehrlich währt am längsten: Ohne den Tontrickser tönt der TV akzeptabel – er kann halt keine Bässe. Digitalfotos und TV-Mitschnitte vom USB-Stick zeigt der TV in guter Qualität – ein korrekter Zoom für alte Letterbox- Aufnahmen fehlt. Unser Muster brach die Wiedergabe von MP3-Musik jeweils nach wenigen Sekunden ab. Neben Samsung setzt in diesem Test nur Hisense auf VA-Panel (Vertical Alignment). Trotzdem gelingt es diesem China-TV, dem Panel einen noch familientauglichen Blickwinkel zu entlocken. 

Ganz so tiefschwarz wie der Samsung schafft es der Hisense nicht. Etwas Licht verbleibt in Breitwandbalken. Trotzdem gelang der Spagat, denn auch in hellen Szenen überzeugt das Bild des H 65 U 7 A. Einen strahlend blauen Himmel zeigt er als solchen, der Nachrichtensprecher im gut ausgeleuchteten Studio wirkt plastisch. Subjektiv hält dieser Hisense den guten Eindruck auch mit HDR-Videos. Die grellbunten Szenen aus „Ready Player One“ strahlen den Betrachter an. Allerdings: Wenn der TV die für konventionelle Bilder optimierten Einstellungen übernimmt, wird er mit HDR gelbstichig – hier hilft, die Farbtemperatur auf „Standard“ zu schalten.

© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

Fazit

Das Bild des Hisense H 65 U 7 A kann punkten. Konventionelle (HD)TV-Bilder zeigt er nicht nur messtechnisch sauber – auch der Sichttest überzeugt. Für einen LC-Schirm ist das Schwarz satt.

© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

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