Home und Mobile Entertainment erleben
Scharf beschert

Fazit

Teure Lösung

Den zusätzlichen Komfort lässt sich T-Home recht teuer bezahlen: Entertain mit HDTV-Empfang über VDSL kostet derzeit regulär 54,95 Euro monatlich - plus 4,95 Euro für den Media-Receiver. Neukunden erhalten allerdings ein Jahr lang 9,95 Euro Nachlass: fünf Euro weniger für den Monatspreis und keine Miete für das Gerät. Für Entertain Sat ohne HDTV und VDSL werden regulär 39,95 Euro plus 5,95 Euro Receiver-Miete fällig.

Vodafone-Kunden sind etwas günstiger dabei: IPTV mit Telefon- und Internet-Flatrate kostet hier 39,95 Euro pro Monat inklusive Receiver und HDTV, sofern die DSL-Leitung die nötige Bandbreite liefert. Vodafone-Neukunden erhalten das Komplettpaket derzeit sogar dauerhaft für fünf Euro weniger. Wer schon einen Vodafone-Vertrag nutzt, der kann ihn für 10 Euro extra mit IPTV erweitern.

IPTV in der Praxis

Insgesamt sind beide IPTV-Angebote und -Boxen alltagstauglich. Bei Vodafone etwa lassen sich IPTV- und Sat-Kanäle in der Senderliste beliebig mischen. T-Home sortiert alle Sender wohl strukturiert nach Free-TV, Pay-TV und HDTV. Man kann häufig benutzte Kanäle aber mit wenigen Tastendrücken in die eigene Favoritenliste setzen.

Beide Anbieter bieten ähnlich übersichtliche Programm-Guides, in denen sich auch einmalige Aufnahmen und Serien-Timer programmieren lassen. Die Vodafone-Box war allerdings bei allen Menübewegungen deutlich träger als der Media Receiver von T-Home - längeren Liste durchzuklicken nervte schnell. Dabei vermissten die Tester auch eine Suchfunktion, etwa nach Titeln der Online-Videothek.

An beiden Geräten unverständlich: Sie sind mit dem Internet verbunden, bieten aber keine Online-Dienste a la HbbTV, YouTube oder TV-Mediatheken. Das gibt es bei fast allen aktuellen Premium-TVs und -Sat-Receivern - neben Online-Videotheken und Netzwerk-Streaming. T-Home und Vodafone dagegen übertragen bislang nicht einmal Fotos oder MP3-Dateien von einem Server ins Heimnetzwerk.

Immerhin waren Bild- und Tonqualität kaum zu kritisieren: Sie waren bei beiden Angeboten in HD- und SD-Auflösung gut, wenn auch einen Tick weniger knackig und detailreich als über die vergleichbaren Sat-Kanäle.

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Zeigefreudig: Das Vodafone TV Center zeigt Sendernamen und Filmtitel auf seinem Display in Klartext an.Vodafone TV+ Kombination aus Sat-TV und IPTV,…

Vodafone TV für alle?

Kürzlich überraschte Vodafone mit der Meldung, das TV Center 1000 (oben) sei nun auch unabhängig von einem Vodafone-TV-Vertrag für 299 Euro zu haben. Dafür erhält der Käufer einen Internet- und IPTV-fähigen Sat-Receiver samt eingebauter 320-GByte-Festplatte und EPG. Die große Frage: Wer kann das Gerät nutzen und wie empfehlenswert ist es für sich gesehen?

Kein echter Mehrwert

Klare Antwort: Ohne Vodafone-DSLAnschluss und -TV-Service kann die Box nicht viel: Die Online-Videothek etwa ist nur über einen Vodafone- Zugang nutzbar, weitere Anwendungen für den Internet-Anschluss kennt sie derzeit nicht - mit Ausnahme von Software-Updates.

Fast alle aktuellen Sat-Receiver mit Festplatte können deutlich mehr. CIEinschübe, USB-Medienwiedergabe und Netzwerk-Anschlüsse mit Medien- Streaming gehören selbst in dieser Preisklasse zur Standardausstattung. Und für etwas mehr Geld bekommt man bereits Geräte mit Smart-TV-Funktionen und weiteren Online-Gimmicks.

Fazit

IPTV ist jetzt für fast jeden erreichbar. Mit Hybrid-Empfang, On-Demand-Downloads und weiteren Tricks sind T-Home Entertain und Vodafone TV auch abseits schneller DSL-Leitungen nutzbar. Die Frage ist nur: Wer braucht's? Die Bildqualität ist via Satellit am besten.

Online-Videotheken wie Maxdome oder Acetrax haben auch Smart TVs an Bord - plus HbbTV und TV-Mediatheken. IPTV hat klare Vorteile wie Interaktivität, parallele Aufnahmen oder schnelles Streaming. Die kommen aber nur an schnellen DSL-Leitungen zum Tragen. Überall sonst ist der klassische Empfang derzeit klar im Vorteil.

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