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Fantec 4KP6800 im Test

© Fantec

Der 4KP6800 von Fantec lässt sich mit einer 3,5-Zoll-Festplatte bestücken. Dazu ist der Deckel des Alu-Gehäuses einfach nach oben aufklappbar. Zur Kühlung gibt es einen Lüfter, der leise Laufgeräusche erzeugt.

Der brandneue Fantec 4KP6800 ist derzeit einer der performantesten Netzwerk-Media-Player am Markt und entspricht weitgehend dem HiMedia Q10 Pro. Wieweit Fantec eigene Firmware-Variationen herausbringt, muss sich zeigen. Als Prozessor werkelt ein HiSilicon Hi3798CV200 mit 64 Bit, vier Kernen und 2 Gigahertz Taktfrequenz, als Grafik-Prozessor der leistungsstarke Mali T720. Das reicht mühelos für alle multimedialen Anwendungen, aber auch für Spiele mittlerer Performance-Anforderungen. Blitzschnell reagiert der Fantec auf alle Eingaben.

Als Betriebssystem dient Android 5.1 Lollipop mit dem vollen Zugriff auf den Play Store. Der gigantische Google-Markt bietet jede Menge Apps aus allen Bereichen bis hin zu Office-Anwendungen. Als Hauptprogramm ist das beliebte und sehr umfangreiche KODI-Media-Center bereits vorinstalliert. Weitaus weniger Möglichkeiten offeriert ein nativer Media-Player. In beiden stehen vielfältige Einstellmöglichkeiten zur Verfügung, die nicht immer wirklich intelligent konzipiert und bezeichnet sind.

HDR (noch) nicht möglich

Neben der Top-Performance gibt sich auch die Ausstattung sehr vielversprechend - insbesondere für Video. So laufen 4K-Filme mit bis zu 60 Hertz, trotz Ankündigung des Herstellers jedoch nicht in 10 Bit und HDR. Mit entsprechendem Filmmaterial war nur der Ton hörbar. In den Einstellungen findet sich aber ein Menüpunkt für HDR10, sodass also berechtigte Hoffnung auf eine zukünftige Implementierung per Firmware besteht. Immerhin war die für den Test installierte Version 170326 noch sehr frisch. Die 4K-Bildqualität ist in Ordnung, allerdings mit leichten Abstrichen in Schärfe und etwas zurückhaltender Farbwiedergabe.

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Keine Probleme gibt's mit den üblichen HD- und SD-Formaten, mit der Ausnahme, dass 3D-ISO nur auf dem nativen Player richtig läuft. KODI zeigt 3D-ISO/MVC nur in 2D an.

© Screenshot WEKA / video-magazin

Als Betriebssystem setzt Fantec auf Android. Für die Medienwiedergabe gibt es einen einfach gehaltenen Media-Player, beim ersten Anklicken wird automatisch KODI installiert.

Multikanal-Audio beherrscht der Fantec in den Formaten DTS, DTS HD Master, Dolby TrueHD und AC3, nicht jedoch als reine Mehrkanal-Audio-Files in FLAC, WAV oder DST. SACD- und DVDA-ISO bleiben außen vor. Auch das ließe sich noch verbessern. Überzeugend wirken die Anschlüsse: Gigabit-LAN, USB 3.0 für Master und Slave, SD, WLAN, Airplay, Bluetooth 4.0, HDMI 2.0 mit HDCP 2.2.

Fazit

Der 4KP6800 kommt mit sehr performantem Prozessor und aktuellen Schnittstellen. Zwar laufen HDR und reines Multikanal-Audio noch nicht, doch sind aufgrund der frühen Firmware-Version unseres Testgeräts noch Verbesserungen zu erwarten.

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