Digitale Fotografie - Test & Praxis
Spiegelreflexkameras und Spiegellose

11 DSLRs im RAW-Test: Canon, Fujifilm, Nikon, Sony und Co.

11 aktuelle Kameras im RAW-Test – vom Einsteiger bis zum Vollformat, von klassischer SLR bis spiegellos: Unsere Messungen zeigen, bei welchen Kameras sich der Mehraufwand von RAW lohnt und welche Konverter-Einstellung bessere Ergebnisse liefert.

DSLR RAW-Test Canon Nikon Sony

© abbiesartshop - fotolia.com / Hersteller / Montage: ColorFoto

In unserem RAW-Tests treten elf Kameras an - sowohl klassische DSLRs als auch spiegellose Systemkameras.

JPEG oder RAW? Wer mit hohen Ansprüchen fotografiert, stellt sich die Frage, welches Format er wählen soll. Für JPEGs spricht die Bequemlichkeit, denn per Knopfdruck sind die Bilder fertig im Kasten, man muss sie nicht erst im RAW-Konverter entwickeln.

 Zudem arbeitet die Kamera dank der geringeren Datenmengen in der Regel schneller, schafft mehr Bilder in Serie, und auf der Speicherkarte finden weitaus mehr Dateien Platz. Fotografen, die hingegen den mit RAW-Daten verbundenen Mehraufwand in Kauf nehmen, versprechen sich davon zu Recht qualitative Vorteile wie bessere Detailzeichnung, weniger Artefakte, größeren Dynamikumfang und letztlich höhere Auflösung.

Die Höhe des Gewinns hängt erstens davon ab, wie gut die JPEG-Signalverarbeitung der Kamera funktioniert und wieviel Spielraum sie nach oben lässt; und zweitens davon, was der RAW-Konverter und der Anwender aus den Rohdaten machen Beides ist auf den kommenden Seiten unser Thema: Wir haben im Labor Szenarien mit drei unterschiedlich gesetzten RAW-Konverter-Einstellungen gemessen und vergleichen die Ergebnisse mit den JPEG-Daten. 

Unser Testverfahren

Unser ColorFoto-RAW-Test besteht aus zwei Teilen:

  • Part A: Um die maximal erreichbare Bildqualität der Kameras zu ermitteln, durchlaufen sie bei ISO 100 unser komplettes Testprogramm. Dabei messen wir unter anderem Auflösung, Rauschen, DL-Werte für kontrast arme und -reiche Strukturen, Kantenanhebung, Dynamik. Danach bestimmen wir für alle ISO-Stufen die steigenden Rausch- und fallenden Dynamikwerte. Als RAW-Konverter dient Lightroom, das in der gewählten Grundeinstellung vor allem das Farbrauschen angeht und das SW-Rauschen nahezu ungefiltert in den Bildern belässt. Mit wachsenden ISO-Werten steigt auch das Rauschen stark an, die Auflösung aber bleibt fast unverändert.
  • Part B: Danach durchlaufen die Probanden drei vollständige Messreihen bei ISO 1600 – analog zu den ISO 100-Tests, aber mit drei verschiedenen Kombinationen der relevanten Einstellungen: die erste in Standardeinstellung mit auf null gesetztem SW-Rauschfilter (LR1), die zweite mit moderat hochgeregelter Rauschreduktion (LR2). Die dritte Kombination ist eine aggressivere Variante, bei der wir das Rauschen kräftig senken, deswegen aber auch nachschärfen müssen (LR3).

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