Heimkino

Dolby Atmos Soundbar: Philips Fidelio B8 im Test

21.6.2017 von Antonia Laier

ca. 1:55 Min
Vergleich
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Philips Fidelio B8 im Test
Philips holt hier viel zwei- und dreidimensionalen Sound aus einer schmalen Soundbar samt Subwoofer.
© Josef Bleier

Pro

  • Ortung
  • sehr schlankes Design
  • Stimmwiedergabe

Contra

  • nur HDMI 1.4 (kein HDCP2.2)
  • keine Internet-Verbindung möglich

Fazit

Testurteil: gut (79 Prozent); Preis/Leistung: überragend

Alles in allem 18 Lautsprecher, davon zehn Mittel- und acht Soft-Kalotten-Hochtöner, werkeln im Innern der Fidelio B8, die mit einer Höhe von lediglich 5,2 Zentimetern die derzeit niedrigste 3D-Soundbar verkörpert. Zwei Einheiten am rechten und linken Ende der Soundbar sind für die dreidimensionale Atmosphöre verantwortlich. Das silberfarbige Metall-Gehäuse (laut Philips aus einem Stück gegossen) macht einen soliden und wertigen Eindruck und bietet vier schicke Bedienelemente an der Oberseite.

Der zugehörige 220 Watt Bassreflex-Subwoofer verbindet sich Wireless und ist mit 51 Zentimeter Höhe relativ groß gewachsen, was wir allerdings aufgrund seiner geringen Breite nicht als störend wahrnehmen. Wir schließen den Blu-ray Player an einem der beiden HDMI-Eingänge an, verknüpfen den TV wie üblich via ARC und los kann es gehen. Alternativ könnten wir noch auf die optische oder koaxiale Digital-Verbindung sowie eine analoge 3,5-mm- Buchse zurückgreifen. MP3-Dateien lassen sich über einen USB-Stick zuspielen.​

„Veraltetes“ Bild

Da sich die Entfernung zur Decke im Menü nicht individuell einstellen lässt, empfiehlt Philips generell eine Positionierung der 5.1.2-Bar in einer Höhe zwischen 70 und 80 Zentimetern. Der Hörplatz sollte sich idealerweise zwei bis drei Meter von der Soundquelle entfernt befinden, damit die dreidimensionale Atmosphäre am besten zum Tragen kommt. So richten wir auch unser Test-Setup aus und starten mit Everest. Die B8 schickt uns schnell ins Geschehen, wir nehmen ihr die eisige und dramatische Gesamtsituation glaubhaft ab. Im direkten Vergleich muss sie sich in puncto Decken-Ortung aber von einigen Mitstreiterinnen knapp geschlagen geben. Dafür richtig cool: Die Height-Funktion verleiht auch „einfachem“ 5.1 Surround-Sound mehr Räumlichkeit und 3D-Feeling. Geben wir dem Sub mehr Power, fängt er schnell zu grummeln an. Für Musik-Content eignet sich der gleichnamige Modus, der mit Feingefühl auflöst und einzelne Instrumente perfekt in Szene setzt.​

Positionieren wir uns ein gutes Stück seitlich der Bar, fällt es uns mit der präzisen Ortung der Schallquellen im Raum allerdings schon gehörig schwerer. Das spiegelt sich auch im Frequenzgang wieder. Wer zum gemeinsamen Filme-Abend einlädt, sollte sich also besser frühzeitig den Sweet Spot-Platz reservieren. Ein drahtloses Zuspiel ist nur via Blutetooth (dafür aber mit apt:X Codec) sowie Nahfeldkommunikation (NFC) möglich. Minuspunkte heimst die B8 allerdings für ihre​ (veraltete) HDMI-Version 1.4 ein. HDR und der Kopierschutz HDCP2.2 werden somit nicht unterstützt, weshalb beispielsweise kopiergeschützte UHD-Blu-ray-Discs statt in 2160p lediglich in 1080p Auflösung wiedergegeben werden können.

Fazit

Philips holt hier viel zwei- und dreidimensionalen Sound aus einer schmalen Soundbar samt Subwoofer. Von der genauen Abbildung profitiert auch Stereo-Content. Schade ist allerdings, dass sich die HDMI-Buchsen nur auf Version 1.4 verstehen und keine Internetverbindung möglich ist.​

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