Darauf müssen Sie beim Kauf achten

Displays

31.7.2009 von Redaktion pcmagazin

ca. 2:30 Min
Vergleich
  1. Digitalkameras: Technologietrends und Kaufberatung
  2. Vollformatsensor
  3. Displays
  4. DSLR-Klassen
  5. Feature-Check Software

Displays: große Klappe

Nur preiswerte Einstiegsmodelle, Auslaufgeräte oder besonders kompakte DSLR haben noch Displays mit 2,7 oder gar 2,5 Zoll. Der neue Standard sind 3-Zoll-Displays mit einer Auflösung von etwas über 900 000 Pixeln. Auf sie passen in der Thumbnail-Vorschau sogar 32 bis 81 Bilder. Klappbare Displays ermöglichen es, im Live-View-Modus Bilder in schwierigen Situationen zu schießen.

Das Display der Nikon D5000 lässt sich sogar nach unten klappen und seitlich drehen.

Live-View: sehen, was man knipst

Im Modus "Live-View" klappen die modernen DSLRs den Spiegel nach oben und übertragen das Bild des Sensors direkt aufs Display, genau wie Kompaktkameras. Es dauert etwas, bis diese Prozedur startet, sie erhitzt zudem den Bildsensor und verbraucht Displaystrom. Profis ignorieren daher diese Funktion.

Dennoch kann Live-View sinnvoll sein, etwa bei Studioaufnahmen: Da sich das Live-Bild auch zehnfach oder mehr vergrößert darstellen lässt, kann der Fotograf damit manuell besser auf Motivbereiche scharf stellen. Und bei der Unterwasserfotografie erlauben Außengehäuse oft nicht den Blick durch den Sucher, sehr wohl aber aufs Display.

HD-Videos: der eingebaute Regisseur

Als Nikons D90 mit dem Videorecorder-Modus "D-Movie" vorpreschte, war das Raunen groß. Wer will das haben? Kann das was taugen? Wer heute nach "D90" auf Videoportalen wie YouTube sucht, erkennt, dass sie erstaunlich gute Videos filmt. Und das trotz ihrer Beschränkungen: Auflösung nur 1280 x 720 Pixel ("720p"), kein Autofokus während des Filmens, nur 5 Minuten kontinuierliche Aufnahme und schlechter Mono-Ton.

Die Canon EOS 500D nimmt bereits 30 Minuten am Stück auf, verwendet die Full- HD-Auflösung 1920x1080 Pixel und erlaubt es, auch während der Aufnahme per Knopfdruck neu zu fokussieren. Der Teufel steckt im Detail.

Die volle Auflösung liefert die Canon EOS 500D nur mit leicht ruckelnden 20 Bildern (statt den 25 üblichen) pro Sekunde. Erst bei 720p zeichnet die Canon 30 B/s auf. Die Nikon D90 filmt bei 720p immerhin Kino-typische 24 B/s. Die in Europa übliche Framerate 25 B/s kennen beide Kameras nicht.

Die verwendeten Formate (AVI mit Motion JPG bei Nikon, MOV mit H.264 bei Canon) lassen sich in Videoschnittprogrammen gut bearbeiten. Panasonic verwendet in seiner Hybrid-Kamera GH1 das von Camcordern bekannte AVCHD.

Die Pentax K-7 führt erstmalig einen Audioeingang für ein externes Stereo-Mikrophon ein, darüber hinaus kann sie auch im Filmbetrieb automatisch scharf stellen. Ganz allgemein stellt das weniger die Kameras, als vielmehr die Objektive vor neue Herausforderungen. Die Optik einer DSLR ist nämlich darauf ausgerichtet, anhand eines unbeweglichen Bildes möglichst schnell und dennoch präzise scharf zu stellen - das typische Autofokus-Sirren nimmt man dabei in Kauf. Auf Filmtonspuren hat das aber nichts zu suchen.

Video-DSLRs: reiner Firlefanz?

Spiegelreflex-Trends
Die Nikon D700 bietet einen Vollformatsensor ("FX") zum verhältnismäßig günstigen Preis.
© Archiv

Einige Hersteller sitzen zwischen zwei Stühlen: Canon, Sony und Panasonic verdienen ihr Geld auch mit HD-Camcordern. Doch zugleich boomen DSLRs, und im Feature-Wettstreit kann es sich keiner leisten, der Konkurrenz einen sichtbaren Vorsprung zu lassen.

Doch wie sinnvoll ist die Videofunktion? Vor allem die Option, den Schärfentiefebereich klein zu halten, hebt die Film-DSLR vom preisgleichen HD-Camcorder ab, der alles recht scharf und damit platt wirken lässt. Alle Videofeatures einer DSLR sind schlechter als bei einem gleichteuren HD-Camcorder - nur das Bild ist eben deutlich besser. Es sieht ähnlich aus, als hätte man es mit einer analogen Filmkamera aufgenommen.

Welche DSLR-Klassen es gibt und worauf Sie beim Kauf einer Kamera in Punkto Hardware achten müssen, lesen Sie auf Seite 4...

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