Schön relaxed

Der Toshiba 46 VL 733

5.8.2010 von Redaktion pcmagazin

ca. 3:45 Min
Vergleich
  1. Fünf 46/47-Zoll-LED-TVs im Vergleich
  2. Der LG 47 LE 7500
  3. Der Samsung UE 46 C 6700
  4. Der Sharp LC 46 LE 820 E
  5. Der Sony KDL 46 EX 705
  6. Der Toshiba 46 VL 733
  7. Standpunkt

Feingetunt

Mit schickem Design und reichhaltigen Datenfunktionen will Toshiba offenbar den Fernseher in Richtung Multimedia-Terminal trimmen.

Auch Toshiba setzt im Design auf die Trend-Kombination aus Klavierlack und Plexiglas. Der transparente Rand um den Bildschirm, der übergangslos mit dem Rahmen verschmilzt, macht eine gute Figur. Obwohl er nicht der schmalste Kandidat im Test ist, wirkt der neuste Fernseher der VL-Serie zierlich.

Rein technisch gesehen, bringt er so ziemlich alles mit, was ein aktueller LED-Fernseher haben muss, und noch ein bisschen mehr. So hat er als einziger Testkandidat einen eingebauten SDHC-Speicherkarten-Slot. Trotzdem haben die Techniker zusätzlich noch eine Netzwerk-Schnittstelle und zwei USB-Buchsen implantiert. Eine der USB-Buchsen ist reserviert für den mitgelieferten WLAN-Stick, der dem Toshiba das Einbuchen in ein drahtloses Netzwerk ermöglicht.

Bildergalerie

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Der Toshiba 46 VL 733

Der Fenrseher als Digital Media Renderer.

Ins Netz gegangen

Empfohlener Sehabstand [ mindestens ]

  • TV: 3,4 m
  • PAL -DVD: 2,7 m
  • HD: 1,8 m

Trotz der vielfältigen Datenzugänge hält sich die Anzahl der Funktionen in Grenzen. Als Internet-Anwendung bringt der Fernseher nur den Zugang zum Video-Portal YouTube mit. Anscheinend legten die Entwickler mehr Wert auf das Zusammenspiel der Komponenten im heimischen Netzwerk. So kooperiert er als DLNAClient mit bis zu acht DLNA-Servern im Heimnetz, die sich vom Fernseher sogar aus dem Standby-Modus aufwecken lassen ("Wake on LAN").

Darüber hinaus arbeitet er als "Digital Media Renderer". Er lässt sich von sogenannten "Digital Media Controllern" steuern. Im Menü kann der Daten-Freak einstellen, welcher Controller den Toshiba steuern darf. Bis zu acht Controller lassen sich im Bildmenü eintragen.

Als Controller kommen Notebooks mit der entsprechenden Software wie etwa Windows 7, "Toshiba Media Controller", Mobiltelefone oder gar Kameras in Frage. So erhielten die neuen TV-Geräte von Toshiba als erste das Logo "kompatibel zu Windows 7".

Als "Digital Media Player" verhält sich der Toshiba recht träge. Wesentlich zügiger geht er zu Werke, wenn es sich um Fotos oder Musikstücke handelt. Auch auf dem USB-Stick gespeicherte Daten kann er ruckzuck verarbeiten. Etwas unverständlich ist, warum er bei Videos via USB-Stick nur DivX-Dateien liest und übers Netz nur MPEG-Daten anzeigt. Auch bei diversen HD-Testdateien streikte er.

Anschluss bitte!

Optimale Einstellungen

Bildmodus: StandardPanelhelligkeit: 80Kontrast: 92Helligkeit: +2Farbe: 7Schärfe: -103D-Farbmanagement: ausFarbtemperatur: 7Helligkeitssensor: einDynamische Hintergrundbeleuchtung: einSchwarzweißlevel: 7Gamma: 0Alle anderen Bildverbesserungen aus

In puncto Vielfalt der Video-Eingänge steht der LED-Fernseher seinen Daten-Pendants in nichts nach. Mit insgesamt vier HDMI-Buchsen liegt er voll auf der Höhe der Zeit. Damit dürften alle Zuspieler-Kombinationen abgedeckt sein.

Mit der HDMI-CEC-Variante Regza-Link spielt der Toshiba gut mit anderen Peripherie-Geräten zusammen. So vertrug er sich im Praxistest tadellos mit der PlayStation 3 Slim, die sich über die Toshiba-Fernbedienung korrekt steuern ließ. Zudem bieten seine HDMI-Buchsen mit "Instaport" ein schnelleres Umschalten der Eingänge. Das verkürzt die Zeit des Eingangswechsels auf etwa die Hälfte.

Auch in der analogen Welt ist der Toshiba zu Hause. Mit zwei Scart- Buchsen können auch betagte Zuspieler weiterhin betrieben werden. Der bei Toshiba-Fernsehern altbewährte Subwoofer-Ausgang ermöglicht auch beim neuen VL-Modell, die schwachbrüstigen Lautsprecher zu unterstützen. Dazu braucht man nur einen aktiven Subwoofer, der unbemerkt in der Zimmerecke verschwinden kann. So erspart man sich je nach Anspruch eine ausgewachsene AV-Anlage.

Selbstbedienung

Bei der Bedienung wagte Toshiba keine Experimente. Das schlichte Bildmenü ist allerdings etwas textlastig. Piktogramme, sofern vorhanden, sind nicht immer eindeutig zu erkennen.

Etwas unübersichtlich geraten ist auch der EPG: Die Ingenieure haben versucht, dort 13 Sender und zwei Stunden Sendezeit unterzubringen. Die Folge: gestauchte, schlecht zu lesende Schriften.

Schön gelöst ist dagegen die Genre-Darstellung. Darin kann der Zuschauer nach Lust und Laune nach seinen Wunschsendungen suchen.

Die Fernbedienung hinterlässt einen etwas altbackenen Eindruck. Sie enthält zu viele gleichförmige Tasten, die sich bei Dunkelheit kaum identifizieren lassen.

Im Tontest schnitt der Japaner ganz ordentlich ab. Zwar betont auch er wie seine Konkurrenten die Mitten etwas zu stark. Insgesamt klingt er aber passabel.

Den Bildtest absolvierte der Toshiba erfolgreich, obwohl sein analoger Tuner nur mit einer stramm eingestellten Rauschunterdrückung ein brauchbares Ergebnis lieferte.

Mit deutlich mehr Schärfe und weniger Bildfehlern zeigte er digitale Tuner-Bilder auf dem Schirm. Dabei sorgte die Schaltung "Resolution+" zwar für mehr Detailreichtum, aber auch für Doppelkonturen an senkrechten Kanten. Hier konnte nur der Schärferegler Abhilfe schaffen.

Mit Filmbildern in HD und im 24p-Format ging es weiter: Dort zeigte der Toshiba Bilder mit guter Tiefenwirkung, bedingt durch den guten Kontrast. Die Funktion "Filmstabilisierung" konnte Ruckler zwar nicht tilgen, schlechter wurde das Bild aber auch nicht. Freaks werden den einstellbaren Helligkeitssensor begrüßen, mit dem sich das Bild optimal an die Raumbedingungen anpassen lässt.

Medien-Spektakel - DLNA für Fortgeschrittene

 Fernseher als digitaler Media Server und Renderer
Der Fernseher als digitaler Media Server und Renderer.
© Video HomeVision

Der Toshiba beherrscht als Client zunächst wie jeder Fernseher im Test die Funktion "Digital Media Player". Der Zuschauer sucht mit der Fernbedienung eine Datei auf dem im Netzwerk befindlichen "Digital Media Server", die auf Wunsch angezeigt wird. Zudem arbeitet der TV als"Digital Media Renderer".

Vorteil: Ein Notebook, eine Digitalkamera oder ein Handy im Netzwerk kann eine Datei direkt an den Fernseher schicken, die dieser sofort abspielt.

Toshiba 46 VL 733, € 1.600

Testurteil: sehr gut 82 %; Preis/Leistung: überragend

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