Schön relaxed

Der Sony KDL 46 EX 705

5.8.2010 von Redaktion pcmagazin

ca. 3:15 Min
Vergleich
  1. Fünf 46/47-Zoll-LED-TVs im Vergleich
  2. Der LG 47 LE 7500
  3. Der Samsung UE 46 C 6700
  4. Der Sharp LC 46 LE 820 E
  5. Der Sony KDL 46 EX 705
  6. Der Toshiba 46 VL 733
  7. Standpunkt

Spielfreudig

Mit dem DFB-Stream bietet Sony die Killer-Applikation für Fußballfans, gerade im Hinblick auf die Weltmeisterschaft. Aber wie sieht es mit dem Rest des Ensembles aus?

Mit der EX-Serie startet Sony mit Seiten-LED-TVs in der gehobenen Mittelklasse. Der 100-Hertz-Flachbildschirm KDL 46 EX 705 bringt auf den ersten Blick bis auf ein schickes Klavierlack-Outfit nichts Besonderes mit. Auf die Rückseite geschaut, fallen jedoch die zwei Antennen-Eingänge ins Auge.

Er beherrscht somit alle Empfangsarten: Analog-TV, DVB-T, DVB-C und DVB-S. Darüber hinaus bietet er über seine Netzwerkbuchse Internet-TV. Sonst ist alles Wichtige dabei: vier HDMIBuchsen, zweimal Scart, einmal Front-AV, USB, YUV und VGA.

Bildergalerie

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Der Sony KDL 46 EX 705

Durch Blinken weist die Standby-Anzeige auch auf vorhandene Störungen hin. So lassen sich Fehler leicht identifizieren.

Ein echter Sparfuchs

Empfohlener Sehabstand [ mindest ]

  • TV: 3,4 m
  • PAL -DVD: 2,7 m
  • HD: 1,8 m

Sein besonderes Highlight ist der Anwesenheitssensor. Diese erkennt, ob sich jemand im Raum befindet. Ist das nicht der Fall, schaltet er nach einer vorwählbaren Zeit zuerst den Bildschirm ab und lässt den Ton weiterlaufen. Bewegt sich weitere 30 Minuten nichts im Raum, schaltet er den Fernseher auf Standby.

Damit dürften pro Jahr einige Kilowattstunden einzusparen sein. Allerdings ist der Sony mit dem niedrigsten ISO-Stromverbrauch im Test ohnehin bereits ein Sparfuchs.

Bei einem so geringen Energiebedarf kann sich der Sony-Kunde auch mal den "Picture Frame Mode" gönnen. Diese Funktion lässt den Sony zum digitalen Bilderrahmen werden. Vorab gespeicherte Bilder zeigt er dann über einen vorwählbaren Zeitraum auf der Mattscheibe an.

Ein nützliches Feature ist die Bildim-Bild-Funktion, die allerdings nur im Zusammenspiel mit angedockten AV-Quellen funkioniert. So lassen sich Werbeblöcke überbrücken, ohne dass man den Anschluss verpasst.

Nicht gerade üppig ist die Liste der Medien, die der Sony abspielt. Über USB nimmt er neben MP3-Musik und JPEG-Fotos nur MPEG-1, MP4 und AVCHD entgegen. Vom DLNA-Server (Digital Living Network Alliance) gibt er als Media Player neben MPEG-1 wenigstens noch MPEG2 wieder.

Immerhin arbeitet er auch als Digital Media Renderer. Er liest also nicht nur aktiv Dateien von einem Server, sondern lässt sich auch von einem anderen Zuspieler steuern. So kann ein Notebook mit der entsprechenden Software wie etwa Windows 7 oder dem kostenlosen Digital Media Controller "Twonky Beam" Medien auf dem Sony-Panel abspielen lassen.

Optimale Einstellungen

Hintergrundlicht: 3Kontrast: 87Helligkeit: 52Farbe: 55Farbton: 0Farbtemp: warm2Bildschärfe: 10Dyn. Rauschunterdr. ausMotionflow: standardSchwarz: mittelGamma: 0

Das Notebook schickt dann die Daten über das Netz direkt an den Fernseher. Beim Sony gelingt dies sogar drahtlos. Voraussetzung: Der Sony-Kunde kauft sich für 80 Euro den WLAN-Stick UWA-BR100.

Der Clou am Sony ist jedoch seine Internet-Medien-Bibliothek. Der Zuschauer kann über dass XMB-Menü (Cross Media Bar) auf Audio-Streams der Berliner Philharmoniker ebenso zugreifen wie auf die Videos der "Tagesschau", der Deutschen Welle oder des Deutschen Fußball-Bundes. Letztere lassen sich zwar auch mit dem PC über die Website des DFB abrufen, sie direkt am Fernseher ansehen zu können, ist aber komfortabler.

Die Bedienung ist den Entwicklern gut gelungen. Dazu trägt auch die Rubrik "Favoriten" bei, deren Aufruf über eine eigene Taste auf der Fernbedienung möglich ist. So kann der Zuschauer nicht nur aus Hunderten digitaler Kabel- und Satellitenkanäle seine Lieblingssender dort einordnen, sondern dort auch die für ihn interessantesten Internet-Streams und die wichtigsten Zuspieler arrangieren.

Sound-& Bildcheck

Die Lautsprecher des Fern-sehers klingen sehr mittenlastig, spielen aber auch im oberen Bassbereich noch gut mit. Von einem ganz ausgewogenen Klang kann man allerdings nicht sprechen.

Im Bildtest konnte der Sony mit analogen PAL-Bildern nicht triumphieren: Schrifteinblendungen zeig-ten mitunter Doppelkonturen und Farbflächen wirkten lebendig. Seine Digital-Tuner lieferten ruhigere und wesentlich knackigere Bilder, wenn sie zuweilen auch etwas grell und überschärft wirkten.

Ein beherzter Griff in die Tasten verringert das Problem aber auf ein Minimum. Über YUV, mit einer Test-DVD gefüttert, agierte der Sony noch einen Tick besser. Konturen schrieb er scharf abgegrenzt auf den Schirm und innerhalb der Motivflächen zeigte er feine Farbverläufe.

Mit Bildern vom Blu-ray-Player spielte er dank guter Kontraste und stimmigem Schwarzwert ordentlich. Im Vergleich schnitt er nur bei der Farbdarstellung etwas schlechter ab. Die 100-Hertz-Technik mit Motion- flow-Schaltung merzte Ruckler fast ganz aus, manche Schwenks wirkten dadurch jedoch leicht verwaschen.

Internet -Fußball total

Sonys online Streams
Sonys online Streams.
© Video HomeVision

Sony bietet viele englischsprachige Streams an, brilliert aber mit einigen deutschen Video-Portalen. Der Clou für alle Fußballfans: Nachrichten vom DFB. Dort werden beispielsweise die Pressekonferenzen des Nationaltrainers in voller Länge gezeigt sowie Trainingstipps oder Interviews mit dem Trainerstab.

Sony KDL 46 EX 705, € 1.600

Testurteil: sehr gut 83 %; Preis/Leistung: überragend

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