Klangsäulen

Das Teufel LT 5

6.8.2010 von Redaktion pcmagazin

ca. 2:00 Min
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Mit gleich vier Standsäulen, einem identisch bestückten Center und einem mächtigen Subwoofer geht Teufels LT 5 ins Rennen. Das reicht für einen der vorderen Plätze.

Teufel LT 5
Das Teufel LT 5
© Video Homevision

Wenn man von Teufel spricht, meinen Klangliebhaber die Heimkino-Beschallungen des Berliner Lautsprecher-Spezialisten. Die 30-jährige Historie des Boxenbauers begann mit Selbstbau-Projekten, die manche etablierten High-End-Boxen das Fürchten lehrten (siehe den Jubiläumsbeitrag auf Seite 54/55).

Heute blickt das Unternehmen auf einen boomenden Markt in den Achtzigern, eine Konsolidierung in den Neunzigern und einen gesund wachsenden Markt im 21. Jahrhundert zurück. Seit Anbeginn steht Teufel für guten Klang zu fairen Preisen. Der Direktvertrieb macht's möglich.

Fünf fast identische Boxen

Video-Homevision Empfehlung:

  • Raumgröße: 10 ... 50 qm
  • Aufstellung: wandnah... 1m
  • Anschluss: AV-Receiver

Aus dem Hause Teufel haben wir ein Paket erhalten, das den ambitionierten Heimkino-Fan aufhorchen lässt: Neben vier identischen Standsäulen bietet diese Ausbaustufe des LT 5 einen fast identischen Center und einen potenten Subwoofer.

"Fast identisch" hat es in sich: Die Standboxen sind allesamt mit jeweils zwei 13er-Chassis mit dazwischen liegendem 80-Millimeter-Mitteltöner und einer 25-Millimeter-Hochtonkalotte bestückt. Die Treiber sind vertikal übereinander angeordnet, was das horizontale Abstrahlverhalten gut aussehen lässt.

Optimale Receivereinstellungen:

  • Trennfrequenz: 80... 100Hz
  • Front: Small
  • Center: Small
  • Rear: Small

Der Clou: Der Center ist mit den gleichen Chassis bestückt und bei ihm sind auch der Mittel- und Hochtöner übereinander angeordnet - links und rechts davon die beiden 13er. Im Mittel-/Hochtonsektor ist rundum das nahezu identische Abstrahlverhalten zu beobachten. Dies wiederum gewährleistet eine nahtlose, homogene Rundumbeschallung - Voraussetzung für bestes Heimkino.

Klotzen nicht kleckern, heißt es bei Teufel auch im Bass. Der zwar schlanke, aber mit 100 Liter Bruttovolumen nicht zu verbergende Subwoofer L 5200 SW arbeitet mit einem 30er-Bass, der auf satte 300 Watt Verstärkerleistung zurückgreifen darf.

Die Bassreflex-Öffnung wurde derart gestaltet, dass keine störenden Luftströmungsgeräusche entstehen. Phase, Übergangsfrequenz und natürlich Pegel lassen sich via Fernbedienung einstellen. Ein leuchtendes Teufel-Logo signalisiert Betriebsbereitschaft.

Frequenzgang Teufel
Die Standsäulen zeigen, auch in Winkeln gemessen, einen sehr ausgewogenen Verlauf. Der Center zeigt kaum andere Messwerte - so soll es sein. Auch 34 Hertz untere Grenzfrequenz beim Subwoofer können sich hören lassen.
© Video Homevision

Wie erwartet, rauschten alle fünf Boxen tonal fast identisch in Richtung Zuhörer, während das Bassrauschen des Subwoofers den Hörraum stark unter Druck setzte.

Als der Startschuss fiel, legte sich die Teufel-Kombi mächtig ins Zeug. Die erste Hürde war das Action-Spektakel "Passwort: Swordfish". Neben der Szene, in der eine Splitterbombe Autos durch die Luft fliegen lässt und Schaufenster zuhauf zerbersten, machen auch eine wilde Verfolgungsjagd mit einem TVR und das mächtige Donnern von Hummer-Fahrzeugen schnell deutlich, was Teufel drauf hat: Keiner der Mitstreiter erreichte subjektiv diese Bass-Dynamik und wirkte, insgesamt betrachtet, so unkomprimiert.

Das hohe Potenzial im Grundtonbereich und mithin die tiefe Trennung zum Subwoofer bei 80 Hertz dürften einen großen Anteil an dieser Bass-Dynamik haben. Das klingt schon fast wie im Kino.

Teufel LT 5, € 2.200

Testurteil: gut 68 %; Preis/Leistung: sehr gut

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