Auf dem Prüfstand: Die Breitband-Zugänge in Österreich

Breitband-Benchmark 2022 - Österreich: So haben wir getestet

20.9.2022 von Joachim Bley

ca. 2:50 Min
Vergleich
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  2. Breitband-Benchmark 2022 - Österreich: Testergebnisse
  3. Breitband-Benchmark 2022 - Österreich: So haben wir getestet

So haben wir getestet

Crowdsourcing-Framework: Das Test- und Analyseverfahren unseres Breitband-Benchmarks

Unser Breitband-Benchmark fußt auf einem international etablierten Crowdsourcing-Testverfahren unseres Partners umlaut. Die Datenerfassung und Auswertung erfolgt nach einem stetig weiterentwickelten, umfassenden Regelwerk.

Die nötigen Messroutinen dieses Frameworks sind in weltweit 30.000 verschiedenen Apps hinterlegt. Mit Zustimmung der Nutzer werden die Testsamples während der Smartphone-Nutzung im Hintergrund ermittelt und anonymisiert an die umlaut-Server übermittelt.

Zu dem komplexen Regelwerk gehören auch umfangreiche Validierungsmaßnahmen. Diese stellen sicher, dass zweifelhafte Messproben ausgefiltert werden. Beispielsweise zählt ein vorgegebenes Mindestdatentransfervolumen zu den Voraussetzungen für eine gültige Durchsatzmessung.

Und auch Samples, die bei zu niedrigem Akkustand erfasst wurden, bleiben unberücksichtigt. Beim Festnetz-Benchmark werden nur die über Wi-Fi bereitgestellten Daten herangezogen. Die Anschlüsse lassen sich anhand der Router/Gateway-Kennungen unterscheiden.

Die ISPs (Internet Service Provider) können über die genutzten IP-Adressen identifiziert werden. Das Testverfahren urteilt aus Kundensicht und macht in der Bewertung keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Zugangstechnologien; es bildet damit für jeden ISP den realen Mix ab.

Das nutzerorientierte Interneterlebnis zählt: Gefragt waren vor allem die genutzten Datenraten und Laufzeiten sowie die verfügbaren Übertragungsgeschwindigkeiten

Zur Beurteilung des Internet-Nutzererlebnisses wurden in dem 24-wöchigen Testzeitraum vom 07.03. bis 21.08.2022 typische KPIs (Key Performance Indicators) herangezogen. Dazu zählen zunächst die Datenraten und Laufzeiten (werden im Hintergrund aktiv gemessen), die die Anwender bei der alltäglichen App-Nutzung ihrer Smartphones in ihrem WLAN-Heimnetzwerk erhalten haben. Diese passiv ermittelten Werte spiegeln die Nutzererfahrung in ihrem „Internetalltag“ wider.

Das aktuelle Regelwerk beinhaltet als zentralen Bestandteil der Auswertung auch aktiv angestoßene Geschwindigkeitsmessungen. Die Ergebnisse dieser Speed-Tests dokumentieren, welche maximalen Datenraten über die Festnetzanschlüsse in Download- und Upload-Richtung verfügbar waren.

Auch bei den aktiven Messungen können tarifbedingte Einschränkungen und die technische Ausstattung zuhause eine Rolle spielen. Deren Einfluss auf den Gesamtsieg dürfte überschaubar sein. Wer auf breiter Ebene Internet-Nutzern Tarife mit hohen Datenraten bereitstellen kann, muss ein leistungsfähiges Netz haben und wird im Crowdsourcing-Test folglich auch bessere Ergebnisse erzielen.

Auch der Einfluss der Endgeräte dürfte weitgehend vernachlässigbar sein, da die dargestellten Gesamtdatenraten deutlich unter den WLAN-Geschwindigkeiten aktueller Smartphone-Modelle liegen.

Erläuterungen zu den Auswertungskriterien in den Tabellen

Aktive Datenraten Download und Upload

In unseren Auswertungstabellen geben wir bei den aktiv gemessenen Übertragungsgeschwindigkeiten in Download- und Upload-Richtung neben dem Durchschnittswert, auch die Datenraten an, die 90% der Anschlüsse überschritten haben. Dieses P10-Quantil steht für die Mindestdatenrate, die ein Anbieter in der Breite seinen Nutzern bereitgestellt hat. Welches Leistungsniveau die Internetnutzer an der Spitze erreichen können, zeigt die High-Speed-Datenratenschwelle, die nur die besten 10% der Anschlüsse übertreffen konnten (P90-Quantil).

Passive Datenraten Download und Upload

Wie gut sind die getesteten Festnetzzugänge für die Nutzung typischer Internet-Anwendungen geeignet? Diese Frage beantworten die passiv während der App-Nutzung im WLAN-Heimnetzwerk ermittelten Leistungen. Unsere Auswertung unterteilt hier in typische Anwendungsklassen. Bei den Datendurchsätzen setzt umlaut für

  • HD-Video mindestens 5 Mbit/s voraus.
  • Für anspruchsvolleres UHD-Streaming wird eine Mindestdatenrate von 20 Mbit/s angesetzt.
  • Für High-Speed-Internet werden mindestens 50 Mbit/s erwartet.

Die Prozentangaben spiegeln den Anteil der Anschlüsse wider, die die geforderten Schwellenwerte erreichen oder übertreffen konnten.

Laufzeiten

Die im WLAN-Heimnetzwerk bei der App-Nutzung ermittelten Laufzeiten teilt umlaut ebenfalls in typische Anwendungsklassen ein. Das Crowdsourcing-Framework gibt für

  • Standard-Gaming Paketlaufzeiten von 50 Millisekunden (ms) vor.
  • Für actionreichere Online-Ballerspiele (Egoshooter-Gaming-Klasse) liegt der kritische Grenzwert bei 20 ms.
  • Die neu eingeführte Ultra Low Latency (ULL)-Kategorie stellt mit gerade mal 10 ms eine extrem hohe Herausforderung dar , die nur mit modernen FTTH-Glasfaseranschlüssen zu schaffen sind. Insofern kann diese „Königsdisziplin“ indirekt Hinweise darauf geben, inwieweit der Glasfaserausbau bei den Anbietern bereits vorangeschritten ist.

Grundsätzlich entsprechen die angegebenen Prozentzahlen in den drei Laufzeitklassen, dem Anteil der Anschlüsse, die die geforderten Schwellenwerte einhalten oder unterschreiten konnten.

Stabilität

Dieser erstmals zusätzlich ausgewertete KPI fließt zu 5% in die Gesamtwertung ein. Das umlaut-Framework berücksichtigt hier unter anderem die Erfolgsquoten bei den aktiven Speedtests, bei Webseitenaufrufen und bei den Verbindungstests. Dieser Wert erlaubt Rückschlüsse, inwieweit Störungen oder auch Ausfälle zu beobachten waren.

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