Auf dem Prüfstand: Die Breitband-Zugänge in Deutschland

Breitband-Benchmark 2022 - Deutschland: Testergebnisse

13.10.2022 von Joachim Bley

ca. 9:55 Min
Vergleich
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  1. Breitband-Benchmark 2022 - Deutschland: Auf der Suche nach den Anbietern mit dem besten Interneterlebnis
  2. Breitband-Benchmark 2022 - Deutschland: Testergebnisse
  3. Breitband-Benchmark 2022 - Deutschland: So haben wir getestet

1&1/Versatel

1&1/Versatel gewinnt den Breitband-Benchmark 2022

Die United Internet-Tochter mit Sitz in Montabaur ist mit rund 4,2 Millionen Festnetzkunden hierzulande der drittgrößte Breitbandanbieter. 1&1/Versatel mietet Leitungskapazitäten bei der Telekom und anderen Netzbetreibern an, verfügt auf Konzernebene aber auch über ein eigenes, 52.000 Kilometer messendes Glasfasernetz, das vorwiegend auch für Firmenanschlüsse genutzt wird. In den Breitband-Benchmark fließen - wie bei allen anderen untersuchten Internetanbietern auch - Privat- und Geschäftskundenzugänge ein.

Breitband-Benchmark 2022 - Deutschland: 1&1/Versatel ist Testsieger
Breitband-Benchmark 2022 - Deutschland: 1&1/Versatel ist Testsieger
© PC Magazin

Nach dem Gewinn unseres letzten deutschlandweiten Benchmark-Vergleichs im Jahr 2020 konnte die United Internet-Tochter sich zum zweiten Mal mit der besten Gesamt-Internetleistung den ersten Platz sichern. Vor allem als es darum ging, in der Breite gute Leistungen abzuliefern, konnte unser Gewinner seine Stärken ausspielen.

In den aktiven Speed-Tests haben 90% der Anwender im Download 14,6 Mbit/s oder mehr erhalten. Den klaren Bestwert sicherte sich 1&1/Versatel zudem auch im Uplink: Hier lag der 90%-Schwellenwert bei 4,9 Mbit/s und damit deutlich vor allen anderen überregionalen Festnetzanbietern.

Bei den Laufzeiten war in der Standard-Gaming-Klasse der Anteil der Nutzer, die die zulässigen 50 Millisekunden unterbieten konnten, bei 1&1/Versatel ebenfalls am höchsten. Waren Spitzenleistungen wie die Datenraten der besten 10% der Stichproben oder auch Laufzeiten unter 10 Millisekunden gefragt, hat es jeweils für den ersten Platz nicht ganz gereicht. Doch auch hier bewegten sich die gezeigten Leistungen durchweg auf einem guten Niveau.

Mit hoher Konstanz in allen untersuchten KPIs und klaren Bestwerten bei den aktiven Datenraten und den Laufzeiten in den breitenwirksamen Standard-Klassen erreichte 1&1/Versatel mit der Gesamtnote „sehr gut“ Platz 1.

PC-Magazin-Test-Urteil: sehr gut (903 von 1000 Punkten); "Testsieger"

Deutsche Telekom

Die Telekom punktet mit kurzen Laufzeiten und erreicht in der Gesamt-Internetperformance Rang 2

Satte 39,1% der stationären Breitbandzugänge stellt die Deutsche Telekom. Der Großteil davon entfällt mit 13,9 Millionen Endkunden auf xDSL. Doch das wird nicht so bleiben: Aktuell treibt der Festnetzmarktführer den bundesweiten Ausbau der hierzulande größten Glasfaserinfrastruktur maßgeblich voran. Deren Gesamtlänge beträgt über 650.000 Kilometer.

Laut Branchenverband BREKO stellt die Telekom Mitte 2022 auch 29% aller Glasfaseranschlüsse (Homes Passed). Ihre DSL-Anschlüsse und auch ihre Glasfaser-Zugänge stellen die Bonner zudem auch anderen Internetanbietern, die keinen direkten Endkundenzugang haben, zur Verfügung.

In unserer Benchmark-Auswertung manifestierte der Festnetz-Marktführer seine hohe Reichweite. Er stellte klar die meisten überprüften Internetanschlüsse. Dazu gehören auch xDSL-Zugänge, die zum Teil von Drittanbietern vermarktet werden und verfahrensbedingt ebenfalls der Telekom zugeordnet wurden. Angesichts der hohen Gesamtfallzahlen dürfte dieser Aspekt eine untergeordnete Rolle spielen.

Ungeachtet dessen, gab es bei den passiv ermittelten, in den WiFi-Netzwerken vor Ort genutzten Datenraten gleich zweimal die Bestmarke: 10,8% der Nutzer haben hier Download-Datenraten von 50 Mbit/s oder mehr erhalten. In Upload-Richtung erreichten 27,4% bei der alltäglichen App-Nutzung zuhause oder im Büro mindestens 20 Mbit/s.

Die aktiven Speed-Tests zeigten, dass die gemessenen Gesamtdatenraten in beiden Übertragungsrichtungen vor allem in der Breite (90% der Messwerte über) für den Gesamtsieg höher ausfallen hätten müssen. Bei den Uplink-Geschwindigkeiten in der Spitze war die Telekom im Vergleich top: 10% der Messproben lagen hier über 42,5 Mbit/s.

Bei den Laufzeiten erfüllte der größte Anteil der Messproben knapp vor 1&1/Versatel die Anforderung der Egoshooter-Gaming-Klasse. Und auch die neu eingeführte, noch anspruchsvollere Ultra-Low-Latency-Klasse hat der größte Festnetzanbieter für sich entschieden. 10,6% der Messproben konnten die geforderten 10 Millisekunden erreichen oder unterbieten. Da derart kurze Laufzeiten nur über FTTH-Zugänge zu schaffen sein dürften, scheint sich hier der zunehmende Anteil an Glasfaseranschlüssen positiv auszuwirken.

Unterm Strich erreichte die Telekom mit ihrer nutzerorientierten Internet-Gesamtleistung locker die Gesamtnote „sehr gut“ und verdiente sich so in unserem überregionalen Vergleich den zweiten Platz.

PC-Magazin-Test-Urteil: sehr gut (873 von 1000 Punkten)

O2 Telefónica

Der Drittplatzierte O2 Telefónica erreicht ebenfalls die Gesamtnote „sehr gut“

Mit 2,3 Millionen fixen Breitbandanschlüssen zählt O2 Telefónica nach Marktanteilen zu den wichtigsten bundesweiten Internetanbieter. Die Münchner verfügen als großer Mobilfunknetzbetreiber auch über ein eigenes Kernnetz. Den direkten Kundenzugang im Festnetz ermöglichen Kooperationen unter anderem mit der Telekom, Vodafone und auch regionalen Netzbetreibern.

Dadurch kann O2 Telefónica mit seinen Festnetzangeboten den Nutzern bundesweit einen breiten Technologiemix aus Glasfaser-, Breitbandkabel- und xDSL-Zugängen anbieten.

Das gebotene Overall-Interneterlebnis der überprüften Anschlüsse konnte sich in unserem diesjährigen Breitband-Benchmark sehen lassen. Beispielsweise überzeugte bei den aktiven Upload-Speed-Tests das vergleichsweise gute Ergebnis in der Breite: 90% der Messproben schafften hier mindestens 2,8 Mbit/s. In diesem Testkriterium holten die Münchner das zweitbeste Ergebnis.

Etwas Nachholbedarf gab es dagegen bei den in den Wi-Fi-Netzwerken der Nutzer ermittelten aktiven Upload-Übertragungsraten, die den besten 10% der Stichproben zur Verfügung standen. Höher gewichtet wurden die Ergebnisse bei den aktiv angestoßenen Download-Datenraten und in den Laufzeit-Klassen. Die 50 Millisekunden, die umlaut als Mindestanforderungen für Standard-Gaming gefordert hatte, konnte nur ein vergleichsweise geringer Anteil der Messproben (90,1%) erreichen oder unterbieten. Auf der anderen Seite blieben respektable 7,3% unter 10 Millisekunden.

Noch besser fiel die Stabilität der Festnetzzugänge aus: Die erreichten 98,3% konnte nur Gesamtsieger 1&1/Versatel um gerade Mal 0,1% überbieten. Das anwendernah ermittelte Interneterlebnis bei O2 Telefónica konnte so ebenfalls das Prädikat „sehr gut“ erzielen. Gegenüber dem letzten Breitband-Benchmark (2020) verbesserte sich O2 Telefónica im Gesamt-Ranking auf Rang 3.

PC-Magazin-Test-Urteil: sehr gut (852 von 1000 Punkten)

Vodafone

Vodafone schafft als Viertplatzierter die mit Abstand höchsten Spitzen-Download-Datenraten

Der Vollsortimenter unter den bundesweit aktiven Festnetzbetreibern versorgt knapp 11 Millionen Kunden mit einem stationären Breitband-Zugang. Knapp 2,6 Millionen sind zuhause oder im Büro über xDSL mit dem Internet verbunden. Über 8,1 Millionen der Festnetzanschlüsse realisiert Vodafone über sein Kabel-Glasfasernetz (vormals Unitymedia, Kabel Deutschland).

Damit können die Düsseldorfer nach eigenen Angaben 24 Millionen Haushalte erreichen. Direkte Glasfaserzugänge spielen noch eine untergeordnete Rolle. Nach Marktanteilen ist Vodafone hierzulande der zweitgrößte Breitbandanbieter.

Über 136.000 Internetzugänge konnten denn auch im Rahmen unseres Benchmark-Tests überprüft werden. Abhängig von den untersuchten KPIs gab es Licht und Schatten. Entscheidende Punkte gingen beispielweise bei den in den Wi-Fi-Netzwerken aktiv gemessenen Gesamt-Datenraten in Upload-Richtung verloren: 90% der Messproben schafften nur 1,4 Mbit/s und damit deutlich weniger als die untersuchten Mitbewerber. Die Durchschnitts- und Spitzenwerte (beste 10%) der Upload-Speed-Tests bewegten sich dagegen auf einem wettbewerbsfähigen Level.

Wichtige Punkte gingen im direkten Vergleich mit den anderen bundesweiten Internetanbietern bei den ermittelten Laufzeiten verloren: Nur 1,3% der Messproben konnten in der extrem herausfordernden Ultra-Low-Latency-Klasse den 10 Millisekunden-Marker erreichen oder unterbieten. In der Egoshooter-Gaming-Klasse (bis 20 Millisekunden) fiel der Rückstand auf die Top-Drei geringer aus.

Dabei setzten die Düsseldorfer im Breitband-Benchmark auch Glanzlichter: Wer aus Anwendersicht auf hohe Download-Datenraten Wert legt, war bei Vodafone am besten aufgehoben. In den aktiv angestoßenen Speed-Tests konnten die Düsseldorfer mit 77,6 Mbit/s (im Durchschnitt) und formidablen 211,3 Mbit/s in der Spitze (beste 10% der Messwerte) mit deutlichem Vorsprung die Bestmarken setzen.

In der prestigeträchtigen Kategorie „aktive Download-Datenraten“ erreichte Vodafone damit gar den zweiten Platz. Die Punkteinbußen bei den Laufzeiten und den aktiven Uplink-Datenraten kosteten letztlich eine bessere Platzierung. Dennoch fiel die Gesamtleistung gut aus.

PC-Magazin-Test-Urteil: gut (823 von 1000 Punkten)

Hier stehen Ihnen die Testergebnisse zum Download zur Verfügung:

Ergebnisse in den Bundesländern – regionale Auswertung

Auf Länderebene demonstriert Gesamtsieger 1&1/Versatel ebenfalls Stärke – in einigen Bundesländern bieten regionale Netzbetreiber den Nutzern ein überragendes Interneterlebnis

Neben der Telekom gelten vor allem junge, regionale Netzbetreiber als treibende Kraft, wenn es darum geht, die Glasfaserdose (FTTH/FTTB) in die Haushalte, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen zu bringen. Im Unterschied zum Marktführer spielen DSL-Zugänge bei den lokalen Festnetz-Playern keine oder eine untergeordnete Rolle.

Daher überrascht nicht, dass ausgewiesene Glasfaser-Netzbetreiber im Benchmark-Vergleich teils mit herausragenden Gesamtleistungen auf sich aufmerksam machen konnten.

Wer aber hat aus Anwendersicht unter allen untersuchten regionalen und überregionalen Festnetzanbietern die beste Internet-Performance? Im bevölkerungsreichsten Bundesland, Nordrhein-Westfalen, und in Hessen ging der Titel des Testsiegers mit der Bestnote „überragend“ an die Deutsche Glasfaser. In Niedersachsen landete ebenfalls der Glasfaseranbieter, der vorwiegend ländliche und suburbane Regionen erschließt, mit der Gesamtnote „sehr gut“ ganz oben auf dem Siegerpodest.

Wilhelm.tel mit Sitz in Norderstedt betreibt ebenfalls ein eigenes Glasfasernetz, das viele norddeutsche Gebäude mit leistungsstarken Breitband-Zugängen versorgt. Folgerichtig konnte Wilhelm.tel in Schleswig-Holstein und Hamburg den nutzerorientierten Breitband-Benchmark für sich entscheiden – und zwar ebenfalls mit Top-Leistungen, die in beiden Fällen mit der Bestnote „überragend“ ausgezeichnet wurden.

Deutschland: Die Testbesten in den Bundesländern

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Bundesland Beste Anbieter (1): Gesamtnote
Baden-Württemberg 1&1/Versatel: sehr gut
Bayern 1&1/Versatel: sehr gut
Berlin 1&1/Versatel: sehr gut
Brandenburg 1&1/Versatel: sehr gut
Bremen 1&1/Versatel: sehr gut
Hamburg wilhelm.tel: überragend
Hessen Deutsche Glasfaser: überragend
Mecklenburg-Vorpommern 1&1/Versatel: sehr gut
Niedersachsen Deutsche Glasfaser: sehr gut
Nordrhein-Westfalen Deutsche Glasfaser: überragend
Rheinland-Pfalz 1&1/Versatel: sehr gut
Saarland 1&1/Versatel: sehr gut
Sachsen 1&1/Versatel: sehr gut
Sachsen-Anhalt 1&1/Versatel: sehr gut
Schleswig-Holstein wilhelm.tel: überragend
Thüringen 1&1/Versatel: sehr gut
(1) In der Tabelle sind die Testbesten unseres Breitband- Benchmarks in den jeweiligen Bundesländern aufgeführt.

Und in den übrigen Bundesländern, in denen häufig weitere Netzbetreiber wie EWE, M-Net, NetCologne und PŸUR (Tele Columbus) auf regionaler Ebene für zusätzlichen Wettbewerb sorgen?

Da gab es an dem überregionalen Anbieter 1&1/Versatel kein Vorbeikommen: Das United Internet-Tochterunternehmen konnte in Baden-Württemberg, in Bayern, in Berlin, in Brandenburg, in Bremen, in Mecklenburg-Vorpommern, in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Sachsen, in Sachsen-Anhalt und in Thüringen gewinnen. Der bundesweite Gesamtsieger hat seinen Nutzern damit gleich in elf Bundesländern das beste Gesamt-Interneterlebnis geboten.

Zuverlässigkeit

1&1/Versatel stellte im Breitband-Benchmark die Basis-Internetleistungen am zuverlässigsten bereit

Keine Frage: Glasfaser-Internetzugänge mit Download-Datenraten bis 1 Gbit/s und kurzen Laufzeiten, die – wenn es beim Multiplayer-Online-Gaming hoch hergeht – das Reagieren in Echtzeit ermöglichen, sind eine feine Sache und für ambitionierte Internet-Nutzer oder auch im Home-Office ihr Geld wert.

Wer dagegen über seinen Festnetzanschluss „nur“ TV-Streaming in HD-Qualität schaut, seine Mail-Korrespondenz und Online-Einkäufe erledigt, kann auch mit einem Internetanbieter (ISP) glücklich werden, der gegen geringere Monatsgebühren die tariflich zugesicherten Basis-Internetleistung Tag für Tag rund um die Uhr zuverlässig bereitstellt. Diesen Aspekt hat umlaut in Form einer Zuverlässigkeits-analyse nochmals extra herausgegriffen.

Breitband-Benchmark 2022 Deutschland - Zuverlässigkeit

Vollbildansicht
Anbieter Gesamtwertung (max. 1000 Punkte (1)
1&1/Versatel 948 Punkte - sehr gut
Telekom 896 Punkte - sehr gut
O2 Telefónica 896 Punkte - sehr gut
Vodafone 832 Punkte - gut
(1) aus Gründen der Präzision weichen wir in diesem Test von unserem üblichen Hunderterschema ab.

Hier stehen Ihnen die Testergebnisse zum Download zur Verfügung:

Die dargestellten Testergebnisse basieren auf dem Datenpool der Gesamtauswertung. Sie beschränken sich jedoch auf eine Teilmenge der untersuchten KPIs. Dazu zählen neben der Stabilität auch alle Anforderungen, die vergleichsweise leicht zu erfüllen waren.

Bei den aktiven Speed-Tests waren die Datenraten-Schwellenwerte, die 90% der Messproben erreichen konnten, relevant. Bei den Laufzeiten wurde nur die Standard-Gaming-Klasse (unter 50 Millisekunden) berücksichtigt. Und bei den passiven Datenraten beschränkte sich die Auswertung auf die HD-Video-Klasse, bei der 5 Mbit/s gefordert waren.

Die Ergebnisse der berücksichtigten KPIs entsprechen den Werten in der Gesamttabelle. Für eine leichtere Einordnung wurden die Punktzahlen in der Zuverlässigkeitsanalyse lediglich auf unser übliches 1000-Punkteraster umgerechnet.

Hinter 1&1/Versatel teilen sich O2 Telefónica und die Telekom mit der Gesamtnote „sehr gut“ den zweiten Platz im Zuverlässigkeits-Ranking

Geht es darum, welche Internetleistungen in der breiten Masse der Festnetzzugänge (90% der Messwerte über) in der praktischen Nutzung möglich waren, konnte 1&1/Versatel bei den aktiv gemessenen Download-/Upload-Datenraten und den Laufzeiten der Standard-Gaming-Klasse am meisten Punkte sammeln. Die logische Folge: Platz 1 für 1&1/Versatel auch im bundesweiten Zuverlässigkeitsranking. Insgesamt fehlten gerade mal zwei Punkte zur Bestnote „überragend“.

Mit einem größeren Punkteabstand landeten O2 Telefónica und die Telekom mit einem sehr guten Basis-Interneterlebnis und identischem Endergebnis gemeinsam auf dem zweiten Platz. In den einzelnen Kategorien gab es dennoch Unterschiede: O2 Telefónica punktete bei den Speed-Tests mit den höheren Upload-Datenraten. Die Telekom hat unter anderem bei den bewerteten Download-Datenraten und den Laufzeiten etwas besser abgeschnitten. Vodafone konnte im Vergleich der Basis-Internetleistungen die für eine höhere Platzierung erforderlichen aktiven Datenraten nicht erreichen.

Der Anteil, der die Laufzeit-Anforderungen in der Standard-Gaming-Klasse einhalten konnte, überzeugte ebenso wie die Stabilität. Unterm Strich verdiente sich Vodafone in der Zuverlässigkeit des Basis-Interneterlebnisses die Gesamtnote „gut“.

Auch wenn die für Basis-Internetleistungen bereitgestellten Bandbreiten (noch) ausreichen: Wer zuhause oder im Unternehmen derzeit die Möglichkeit hat, auf Glasfaser umzusteigen, sollte diese Chance nutzen. Zum einen bieten die Internetanbieter auch günstigere Glasfasertarife mit höheren Tempolimits an. Zum anderen gilt auch im Festnetz: Die Zeiten ändern sich und damit früher oder später auch der Bandbreitenbedarf. Und den werden FTTH/FTTB-Anschlüsse – auch langfristig – am besten bedienen können.

Fazit

1&1/Versatel gewinnt den Breitband-Benchmark, Telekom und O2 Telefónica bieten aus Anwendersicht ebenfalls eine sehr gute Internet-Performance

Mit vorwiegend sehr guten Leistungen konnten die untersuchten bundesweiten Internetanbieter in der Festnetz-Gesamtwertung die österreichischen Netzbetreiber klar hinter sich lassen (Breitband-Benchmark 2022 Österreich). Das Maß aller Dinge bleibt aber die Schweiz, in der die beiden bewerteten landesweiten Netzbetreiber mit nochmals deutlich höheren Punktzahlen und der Bestnote „überragend“ ihre Führungsrolle bestätigten (Breitband-Benchmark 2022 Schweiz).

Nach dem Überraschungssieg 2020 (hier unser Breitband-Benchmark 2020) trumpfte 1&1/Versatel erneut auf: Neben der bundesweiten Gesamtwertung konnte die United Internet-Tochter auch in elf Bundesländern und in der Zuverlässigkeits-Auswertung das beste Interneterlebnis bieten.

In der bundesweiten Auswertung holte sich die Telekom vor allem mit kurzen Laufzeiten den zweiten Platz.

O2 Telefónica festigte mit guten Ergebnissen bei den Upload-Speed-Tests Rang 3. Und selbst der Vierte im Bunde zeigte zumindest in Teilbereichen einzigartige Stärke: Vodafone hat im Durchschnitt und in der Spitze klar die höchsten aktiv gemessenen Download-Datenraten geboten.

1&1/Versatel gewinnt in 11 Bundesländern, die Deutsche Glasfaser und Wilhelm.tel landen in fünf Bundesländern auf Platz 1

Wie bereits erwähnt, konnte die 1&1/Versatel ihren Gesamtsieg als Testbester in vielen Bundesländern bestätigen (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen).

Mit dem inoffiziellen Titel „Local Hero“ unter den regionalen Netzbetreibern dürfen sich die Deutsche Glasfaser und Wilhelm.tel schmücken. Aus gutem Grund: Die Deutsche Glasfaser hat in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen am besten abgeschnitten. Wilhelm.tel hat in Hamburg und Schleswig-Holstein das beste Internet-Nutzererlebnis geboten.

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